Meilenstein (Projektmanagement)

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Ein Meilenstein (engl. Milestone, ugs. Markstein) ist ein Ereignis besonderer Bedeutung.[1] Im Projektmanagement sind diese Ereignisse meist Unter- bzw. Zwischenziele eines Projekts. Diese Ziele sind an die Fertigstellung eines bedeutenden Projektergebnisses gebunden. So ist zum Beispiel das Abbinden der Fundamente Voraussetzung für die Kellerwände, die Fertigstellung der Kellerdecke ein Meilenstein für den Beginn des Hochbaus. Meilensteine sind relevante Überprüfungspunkte (Zwischenziele), die sicherstellen, dass das Projekt auf einem Kurs ist, welcher zum Ziel führt. Sie beschreiben erreichte Zustände oder eingetretene Bedingungen. Gute Meilensteine sind für alle Beteiligten verständlich und geben wichtige Entscheidungen wieder. Sie sind quantitativ und qualitativ kontrollierbar und in der Anzahl überschaubar. Meilensteine sind realistisch formuliert und durch die Projektarbeit erreichbar.

Meilensteine werden beispielsweise in einem Netzplan oder Gantt-Diagramm gekennzeichnet.

Ihr Erreichen wird in einer Meilensteinsitzung überprüft. Bei dieser werden beispielsweise die zu erstellenden Dokumente und Leistungen geprüft. Sind alle Zwischenziele erreicht, kann das Projekt weiter bearbeitet werden (go ahead). Liegen nicht alle notwendigen Dokumente und Ergebnisse in der geforderten Qualität vor, so wird eine Überarbeitung (Rework) zur Nacharbeit ausgesprochen. In ganz gravierenden Fällen bekommt das Projekt ein „Stopp“, bei dem das Projekt wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt wird. Meilensteinberichte sind damit auch eine wichtige Grundlage für eine Due Diligence (Sorgfaltsprüfung), bei der die Projekte von wirtschaftlichen und technischen unabhängigen Sachverständigen begutachtet werden. Die Meilensteintrendanalyse untersucht, wie sehr sich Meilensteine im Verlauf des Projektes verschieben.

Meilensteine sind wesentliche Bestandteile jedes Projektmanagements. Strukturpläne und Ablaufpläne eines Projektes bauen auf definierten Arbeitspaketen und Meilensteinen auf.

[Bearbeiten] Meilensteinzahlungen in der medizinischen Forschung und Entwicklung

Bei der Entwicklung neuer Medikamente gehen große Pharma-Unternehmen oft Kooperationen mit kleineren Firmen und Labors ein, die den Auftrag erhalten, bestimmte Medikamente zu erforschen und bis hin zur Marktreife zu entwickeln. Für die einzelnen Entwicklungsstufen wird hierfür von den Kooperationspartnern ein detaillierter Projektplan erstellt und Meilensteine vereinbart. Das Erreichen eines jeden dieser Meilensteine durch den Auftragnehmer löst dann jeweils eine sogenannte Meilensteinzahlung seitens des Auftraggebers aus, d. h. der Auftragnehmer erhält sein bis zu diesem Meilenstein vereinbartes Honorar.[2]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. DIN 69900-1
  2. ariva.de: Morphosys erreicht Meilenstein in Krebs-Programm mit Bayer Schering Pharma, Zugriff am 08. Sept. 2009
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