Mein Freund Harvey

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Mein Freund Harvey (im engl. Original Harvey ) ist eine Komödie in drei Akten von Mary Chase, die am 1. November 1944 im 48th Street Theatre in New York uraufgeführt wurde. Das Schauspiel, das die Autorin zunächst unter dem Titel The White Rabbit. A Comedy in Three Acts, Five Scenes (1943) veröffentlicht hatte, war sehr erfolgreich: Es lief etwas mehr als fünf Jahre am Broadway und erreichte 1775 Aufführungen. Das Stück wurde 1945 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet.

In Deutschland wurde das Stück erstmals im April 1950 im Renaissance-Theater in Berlin auf die Bühne gebracht; die deutsche Übertragung stammt von Alfred Polgar.

Besondere Berühmtheit erlangte das Stück durch Henry Kosters Verfilmung von 1950, Mein Freund Harvey mit James Stewart in der Hauptrolle. Es folgten weitere Verfilmungen der literarischen Vorlage, von denen mehrere in Deutschland entstanden. So übernahm etwa Heinz Rühmann die Hauptrolle in einer Fassung von 1970.

Handlung[Bearbeiten]

Als der liebenswert-schrullige Elwood P. Dowd auf einer Party seinen Freund Harvey vorstellt, einen Puka in Gestalt eines ungefähr zwei Meter großen, weißen, unsichtbaren Hasen, beschließt seine Schwester Veta, ihn in ein Sanatorium einweisen zu lassen, um die Familie vor weiteren Peinlichkeiten zu bewahren. Sie wird jedoch versehentlich selbst eingewiesen. Nachdem dieser Irrtum aufgeklärt worden ist, macht man sich auf die Suche nach Elwood und seinem unsichtbaren Freund. Elwood taucht im Sanatorium auf, um nach Harvey zu suchen, und schafft es, auf einige Ärzte Eindruck zu machen. Erst kurz vor der Injektion, die ihn wieder „normal“ machen soll, akzeptiert Veta den unsichtbaren Freund ihres Bruders.

Weitere Verfilmungen[Bearbeiten]

Darsteller: Günther Lüders (Elwood P. Dowd), Erika von Thellmann (seine Schwester Veta Louise Simmons), Dorit Fischer (deren Tochter Myrtle Mae Simmons), Friedrich Schoenfelder (Dr. Chumley, Leiter der Heilanstalt), Martina Ott (Mrs. Chumley, dessen Gattin), Albrecht Rueprecht (Dr. Sanderson, Arzt in der Heilanstalt), Anke Tegtmayr (Miss Kelley, Krankenschwester daselbst), Hans Schwarz Jr. (Marvin Wilson, Pfleger in der Heilanstalt), Karl Georg Saebisch (Richter Omar Gaffney, Rechtsbeistand von Veta Louise)
  • BRD 1967 (WDR Fernsehen, Schwarzweiß, 95 min); Regie: Rolf von Sydow
Darsteller: Ernst Stankovski (Elwood), Alice Treff (Veta Louise), Heidi Treutler (Myrtle Mae), Erwin Linder (Dr. Chumley), Brigitte Drummer (Mrs. Chumley), Walter Wilz (Dr. Sanderson), Brigitte Grothum (Miss Kelley), Georg Hartmann (Wilson), Karl Georg Saebisch (Gaffney)
Darsteller: Heinz Rühmann (Elwood), Susi Nicoletti (Veta Louise), Barbara Schöne (Myrtle Mae), Charles Regnier (Dr. Chumley), Adelheid Seeck (Mrs. Chumley), Herbert Bötticher (Dr. Sanderson), Gerlinde Locker (Miss Kelley), Klaus Knuth (Wilson), Kurt Horwitz (Gaffney), Agnes Windeck (Mrs. Chauvenet)
Darsteller: James Stewart (Elwood P. Dowd), Helen Hayes (Veta Louise), Marian Haily (Myrtle Mae), John McGiver (Dr. Chumley), Arlene Francis (Mrs. Chumley), Richard Mulligan (Dr. Sanderson), Madeline Kahn (Miss Kelley), Jesse White (Wilson), Mertin Gabel (Gaffney), Dorothy Blackburn (Mrs. Chauvenet)
Darsteller: Harald Juhnke (Elwood), Elisabeth Wiedemann (Veta Louise), Ute Willing (Myrtle Mae), Peter Schiff (Dr. Chumley), Corinna Genest (Mrs. Chumley), Ilja Richter (Dr. Sanderson), Christine Schild (Miss Kelley), Harald Dietl (Wilson), Hans Hessling (Gaffney), Helga Kruck (Mrs. Chauvenet)
Darsteller: Harry Anderson (Elwood), Swoosie Kurtz (Veta Louise), Lisa Akey (Myrtle Mae), Leslie Nielsen (Dr. Chumley), Lynda Boyd (Mrs. Chumley), Robert Wisden (Dr. Sanderson), Jessica Hecht (Miss Kelley), Jim O‘Heir (Wilson), William Schallert (Gaffney), Sheila Moore (Mrs. Chauvenet)

Weblinks[Bearbeiten]