Meine Schwester Ellen

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Filmdaten
Deutscher Titel Meine Schwester Ellen
Originaltitel My Sister Eileen
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1942
Länge 96 Minuten
Stab
Regie Alexander Hall
Drehbuch Joseph Fields
Jerome Chodorov
Produktion Max Gordon
Musik Sidney Cutner
Kamera Joseph Walker
Schnitt Viola Lawrence
Besetzung

Meine Schwester Ellen (Original: My Sister Eileen) ist eine US-amerikanische Filmkomödie mit Rosalind Russell und Brian Aherne aus dem Jahr 1942. Als literarische Vorlage diente das gleichnamige Bühnenstück der Drehbuchautoren Joseph Fields und Jerome Chodorov.

Handlung[Bearbeiten]

Die beiden Schwestern Ruth und Ellen ziehen von ihrem ländlichen Heimatort in Ohio nach New York, wo sich mit dem wenigen Geld, das sie besitzen, in einer bescheidenen Bleibe in Greenwich Village einmieten. Während Ruth bislang als Reporterin gearbeitet hat, versuchte sich Ellen bereits in Ohio als Schauspielerin. Auch in New York will sie ihr Glück auf der Bühne versuchen. Auf ihrer Suche nach einem Engagement lernt sie den Reporter Chic Clark kennen. Ruth versucht derweil eine Anstellung bei einer Lokalzeitung zu bekommen, gerät jedoch mit dem Inhaber der Zeitung in einen Streit, weshalb sie umgehend wieder kehrtmacht. Dabei lässt sie aus Versehen ein Manuskript zurück, das der Redakteur Robert Baker findet und ihr zurückbringen will.

Als Robert Ruth zu Hause antrifft, lädt er sie in ein Restaurant ein, wo er sie dazu ermutigt, über ihr bisheriges Leben zu schreiben. Während Robert von der daraus resultierenden Story begeistert ist, lehnt sie sein Chef ab, weshalb sich Robert veranlasst sieht zu kündigen. Um mit Ellen ein paar Stunden in ihrem Appartement allein sein zu können, gibt Chic Ruth den Auftrag, zum Hafen in Brooklyn zu fahren, wo sie als Reporterin die Ankunft der portugiesischen Handelsflotte dokumentieren soll. Chics Vorhaben geht jedoch schief, sodass auch Ellen in Brooklyn landet, wo sie zusammen mit ihrer Schwester die Matrosen zu einer wilden Party animiert. Wegen Ruhestörung wird Ellen daraufhin von der Polizei festgenommen.

Am nächsten Morgen treffen unverhofft Ruths und Ellens Großmutter und Vater Walter in ihrem Appartement in Greenwich Village ein und bestehen darauf, dass beide Mädchen nach Ohio zurückkehren. Während Ruth ihre Koffer packt, trifft Robert bei ihr ein mit einem Scheck in Höhe von 250 Dollar als Honorar für ihre Story, die er letztlich doch an seinen alten Chef verkaufen konnte. Glücklich über diese Neuigkeit entschließt sich Ruth in New York zu bleiben. Roberts Chef will schließlich auch Ruths neueste Geschichten veröffentlichen, worauf sich Ruth nur einlässt, wenn er im Gegenzug Ellen ein paar Theaterproduzenten vorstellt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Broadway-Bühnenerfolg der Drehbuchautoren Joseph Fields und Jerome Chodorov. Diese ließen sich für das Theaterstück von autobiografischen Kurzgeschichten von Ruth McKenney inspirieren, die diese in The New Yorker veröffentlicht hatte.

Meine Schwester Ellen wurde am 24. September 1942 in den Vereinigten Staaten uraufgeführt. In Deutschland wurde der Film erstmals im September 1946 in den Kinos gezeigt. Dabei wurde der Name von Janet Blairs Figur von Eileen in Ellen umgeändert.

1955 entstand ein Musical-Remake in Technicolor mit Janet Leigh und Jack Lemmon. Während Richard Quine in der Version von 1942 eine Nebenrolle spielte, übernahm er bei der Neuverfilmung die Regie. Von 1960 bis 1961 lief im US-amerikanischen Fernsehen auch eine auf dem gleichen Stoff basierende Serie der CBS.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Rosalind Russell wurde für ihre Leistung bei der Oscarverleihung 1943 in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin nominiert, musste sich jedoch Greer Garson als Mrs. Miniver geschlagen geben.

Kritiken[Bearbeiten]

„Amüsante Verfilmung einer Broadway-Erfolgskomödie. Auf die pointensichere Rosalind Russell zugeschnitten, die ihre Darstellerkollegen an die Wand spielt.“

Lexikon des internationalen Films[1]

„Der Film ist größtenteils ein possenhafter Balanceakt […]. Aber Rosalind Russell spielt die smarte Schwester auf erfreulich mürrische und zynische Weise, während Janet Blair entwaffnend naiv als die hübsche begehrenswerte daherkommt.“

Bosley Crowther, The New York Times[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Meine Schwester Ellen im Lexikon des Internationalen Films
  2. "This film is largely a farcical juggling act […]. But Rosalind Russell plays the smart sister with a delightfully dour and cynical air, and Janet Blair is disarmingly naive as the pretty, desirable one.", The New York Times

Weblinks[Bearbeiten]