Meinhard VI. (Görz)

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Wappen der Albertiner Linie, Grafen von Görz, im Ingeram-Codex, 1459

Meinhard VI. von Görz († nach dem 6. Mai 1385) war ein Görzer Graf und Reichsfürst, welcher der Meinhardiner-Dynastie entstammte.

Leben[Bearbeiten]

Seine Eltern waren Graf Albert II. von Görz und Euphemia von Mätsch. Im Jahre 1338 trat er gemeinsam mit seinen beiden Brüdern Albert III. und Heinrich V. die Nachfolge von Johann Heinrich IV. von Görz in der Grafschaft Görz an. Ab dem Jahre 1365 regierte er alleine. Meinhard war mit seinen beiden Brüdern völlig zerstritten und konnte daher im Jahre 1363 seine Ansprüche auf die Grafschaft Tirol nicht durchsetzen. Er konnte wohl die Macht des Patriarchen von Aquileia schmälern, deren Nutznießer aber die Republik Venedig wurde, was schroffe Gegensätze zu ebenjenigen bedeutete. Meinhard zog sich von der Burg Görz auf das Lienzer Schloss Bruck zurück. In weiterer Folge markierte Meinhards Verhalten die Wende zum langsamen Niedergang der Görzer Grafschaft, wobei auch Verpfändungen und Verkäufe die verheerende Finanzsituation des Görzer Fürstenhauses aufzeigten. Meinhard stand auch in Konflikt zu seinen geistlichen Nachbarn, und wegen der Erbfolge im Herzogtum Kärnten und in der Grafschaft Tirol in Auseinandersetzung zu den Habsburgern.

Nachkommen[Bearbeiten]

Meinhard war zuerst mit der Tochter des Grafen Ulrich V. von Pfannberg, Katharina von Pfannberg, verheiratet und danach mit Utehild von Mätsch, Tochter von Vogt Ulrich IV. von Mätsch. Aus beiden Ehen entstammten folgende Söhne und Töchter:

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Johann Heinrich IV. Graf von Görz, gemeinsam mit Albert III. (bis 1361) und Heinrich V. (bis 1365)
1338–1385
Heinrich VI.