Meininger Museen

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Hauptflügel des Schlosses und Eingang zu den Museen

Die Meininger Museen vereinen sechs kulturhistorische Museen in der thüringischen Kreisstadt Meiningen und beherbergen die größte Kunstsammlung Thüringens. Der Hauptteil ist im Schloss Elisabethenburg, der ehemaligen Residenz der Herzöge von Sachsen-Meiningen, untergebracht. Das Schloss befindet sich im Westen der Meininger Innenstadt. Die Museen werden von der Kulturstiftung Meiningen getragen.

In der barocken Dreiflügelanlage des Schlosses Elisabethenburg werden auf zwei Etagen in 52 Räumen mit 3.400 Quadratmeter Ausstellungsfläche umfangreiche Kunstsammlungen, Theatergeschichte, Regionalgeschichte, Musikgeschichte und das Max-Reger-Archiv präsentiert. Dazu kommen sieben Räume für Sonderausstellungen und Galerien.

Die Museen[Bearbeiten]

Schloss Elisabethenburg[Bearbeiten]

Historisches Interieur

Im Laufe dreier Jahrhunderte erfuhr das Residenzschloss mehrere Umgestaltungen der Innenräume. So reicht ihre stilistische Vielfalt vom Rokoko über Empire bis hin zum Historismus (Neurenaissance und -klassizismus). Mit noch relativ intakter barocker Substanz präsentieren sich Schlosskirche, Riesen- und Hessensaal sowie zahlreiche stuckierte Gemächer der mittleren Etage des Hauptflügels.

Bibrasbau des Schlosses
Literaturmuseum „Baumbachhaus“
Theatermuseum
Kunstsammlungen

Die umfangreichen Bestände der Kunstsammlungen harmonieren mit dem historischen Interieur der Elisabethenburg. Verteilt über die Zimmerfluchten zweier Etagen finden sich Meisterwerke von europäischem Rang wie Gemälde, Skulpturen, Möbel, Keramik, Uhren und anderes Kunsthandwerk aus verschiedenen Jahrhunderten.

Theatergeschichte

Die Abteilung Theatergeschichte behandelt die durchgreifende Theaterreform durch die „Meininger“ Ende des 19. Jahrhunderts. Wo immer die „Meininger“ auftraten, ob in London, Moskau, Stockholm oder Wien, immer eilte ihnen der Ruf voraus: „Die Meininger kommen!“. „Die Meininger“, das war das Schauspielensemble des Meininger Hoftheaters, welches im Vor-Medien-Zeitalter durch prächtige Inszenierungen von sich reden machte. 2.591 Gastspiele brachten Meiningen den Weltruhm als Theaterstadt und dem damaligen Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen den Beinamen „Theaterherzog“ (→ Hauptartikel: Meininger).

Musikgeschichte

In der Musikabteilung wird das Leben und Wirken bekannter Künstler vorgestellt, die eng mit der Stadt Meiningen verknüpft waren. Dies gilt insbesondere Johann Ludwig Bach, Richard Wagner, Hans von Bülow, Johannes Brahms, Richard Strauss, Fritz Steinbach und Max Reger. Von Reger existiert zudem ein umfangreiches Archiv, und der Museumsbesucher kann sein Arbeitszimmer besichtigen. Es werden des Weiteren Notenhandschriften, Sachzeugen aus der über 300jährigen Geschichte der Meininger Hofkapelle, die Anton-Ulrich-Notensammlung sowie in einer Ausstellung eine historische Musikinstrumentensammlung aufbewahrt und gezeigt.

Baumbachhaus[Bearbeiten]

Literaturmuseum

Unweit des Schlosses befindet sich in einem romantischen Fachwerkhaus das Literaturmuseum und die Baumbachbibliothek. Es war der einstige Wohnsitz vom Dichter Rudolf Baumbach, der den Text des bekannten Volksliedes „Hoch auf dem gelben Wagen“ ersann. In historischem Interieur des 19. Jahrhunderts informiert das Museum über verschiedene Schriftsteller, die mit Meiningen auf verschiedener Weise eng verbunden waren, wie Friedrich Schiller, Ludwig Bechstein und Jean Paul. Weiterhin wird hier Regional- und Heimatgeschichte gezeigt. Das Museum wurde maßgeblich durch den Heimatforscher Georg Lilie aufgebaut.

Theatermuseum[Bearbeiten]

Hauptartikel: Theatermuseum Meiningen

Das jüngste Museum ist das 1999 eröffnete Theatermuseum „Zauberwelt der Kulisse“ in der ehemaligen Reithalle nahe dem Schloss. Es bietet eine jährlich wechselnde Ausstellung von historisch wertvollen Bühnenprospekten und Informationen aus der Reisezeit des Meininger Hoftheaters. Diese werden zu bestimmten Zeiten effektvoll und szenarisch vorgestellt.

Quellen[Bearbeiten]

  • Meininger Museen
  • Kulturstiftung Meiningen-Eisenach
  • Website der Stadt Meiningen

Weblinks[Bearbeiten]