Meininger Tageblatt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Meininger Tageblatt
Logo
Beschreibung Meininger Tageszeitung
Verlag Verlag WPV mbH Meiningen
Erstausgabe 2. Juli 1849
Einstellung 31. Dezember 2002
Chefredakteur Ulrich Lutz
Herausgeber Verlag WPV mbH Meiningen
Geschäftsführer Siegfried Herzog, Bernd Schachenmayer
ZDB 1191236-4

Das Meininger Tageblatt war eine unabhängige Tageszeitung, die bereits 1849 gegründet bis zum 31. Dezember 2002 in der Stadt Meiningen und dem Landkreis Meiningen erschien. Herausgeber war vom 20. Februar 1990 bis zum 31. Mai 2001 die Gesellschaft für Werbung, Presse und Vertrieb mbH (WPV) Meiningen und vom 1. Juni 2001 bis 31. Dezember 2002 die Meininger Mediengesellschaft. Geschäftsführer waren Siegfried Herzog und Bernd Schachenmayer.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits am 2. Juli 1849 erschien die erste Ausgabe des Meininger Tageblatts zunächst dreimal wöchentlich. Erster Herausgeber war die Hofbuchdruckerei F.W. Gadow & Sohn. Das Blatt entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zur meistgelesenen Zeitung im Herzogtum Sachsen-Meiningen. 1863 wird das Format vergrößert und erscheint von da an täglich außer Sonn- und Feiertagen. Gleichzeitig wird das Blatt zum Anzeiger für Meiningen und dem Herzogtum. 1867 übernimmt der Verleger Hermann Marbach die Zeitung, dessen Familie das Meininger Tageblatt bis 1936 weiterführte. Beim Stadtbrand von Meiningen 1874 wurde das Verlagsgebäude vollständig zerstört. An gleicher Stelle fand die Einweihung des neuen Gebäudes am 7. August 1875 statt.

Ab 1879 erschien die Zeitung nun täglich, auch an Sonn- und Feiertagen. 1889 vergrößerte sich das Format zunächst auf 29 mal 41 Zentimeter und 1891 auf 35 mal 53 Zentimeter. 1890 wurden die ersten mehrfarbigen Werbeeinlagen und grafischen Darstellung eingeführt. 1903 folgten Bilder und Unterhaltungsbeilagen. 1914 übernahm eine moderne Rotationsmaschine den Druck, die 5000 Zeitungen pro Stunde produzierte. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahre 1933 wurden die meisten unabhängigen Tageszeitungen Deutschlands verboten, so musste auch das Tageblatt am 30. September 1936 nach 88 Jahrgängen eingestellt werden. Nach dem Sturz des Hitlerregimes lag Meiningen in der sowjetischen Besatzungszone und gehörte ab 1949 zur DDR, so dass eine Wiedererscheinung der Zeitung nicht möglich war.

Nach Erteilung der Pressefreiheit in der DDR während der Wendezeit von 1989/1990 gehörte das Meininger Tageblatt zu den ersten neuen oder wiederbelebten Tageszeitungen. Vom Journalisten Siegfried Herzog neugegründet erschien es wieder erstmals am 20. Februar 1990 und fand sofort eine große Leserschaft. Der erste Chefredakteur war Ulrich Lutz.

Am 1. Juni 2001 gründete sich der Verlag Meininger Mediengesellschaft mbH (MMG), der von da an das Meininger Tageblatt herausgab. An dem Verlag waren zu jeweils 50 Prozent der Verlag WPV mbH in Meiningen und die Suhler Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG (SVG) in Suhl beteiligt. Gleichzeitig fusionierten die Meininger Lokalausgaben des Meininger Tageblatts und der Zeitung Freies Wort miteinander und veröffentlichten bis Dezember 2002 eine identische Meininger Lokalausgabe in beiden Zeitungen.

Am 1. Januar 2003 wurde das Meininger Tageblatt durch eine Kooperation in die Tageszeitung Freies Wort Meiningen/Meininger Tageblatt umgewandelt und im April 2003 in FW Meininger Tageblatt umbenannt.

Quellen[Bearbeiten]

  • Tageszeitung FW Meininger Tageblatt, Ausgabe vom 20. Februar 2010.
  • Meininger Tageblatt, „150 Jahre Tradition“, Sonderausgabe Juni 1999.