Melaine Walker

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Melaine Walker Leichtathletik
Melaine Walker Berlin 2009.JPG

Melaine Walker 2009 in Berlin

Nation JamaikaJamaika Jamaika
Geburtstag 1. Januar 1983
Geburtsort Kingston
Größe 165 cm
Gewicht 53 kg
Karriere
Disziplin 400 m Hürden
Trainer Stephen Francis
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Medaillen WM 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Medaillen Junioren-WM 0 × Gold 0 × Silber 2 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Spiele
Gold 2008 Peking 400 m Hürden
IAAF.svg Weltmeisterschaften
Silber 2011 Daegu 400 m Hürden
Gold 2009 Berlin 400 m Hürden
IAAF.svg Juniorenweltmeisterschaften
Silber 2002 Kingston 400 m Hürden
Bronze 2000 Santiago 400 m Hürden
Silber 2000 Santiago 4 x 400 m
Bronze 1998 Annecy 4 x 100 m
letzte Änderung: 14. August 2012

Melaine Walker (* 1. Januar 1983 in Kingston) ist eine jamaikanische Hürdenläuferin, die auf ihrer Spezialstrecke 400 m Hürden im Jahr 2008 Olympiasiegerin und 2009 Weltmeisterin wurde. Walker ist über die 400 m Hürden die zweitschnellste Frau aller Zeiten nach Weltrekordinhaberin Julija Petschonkina.

Karriere[Bearbeiten]

Bei den Juniorenweltmeisterschaften 1998 in Annecy gewann sie Bronze mit der 4-mal-100-Meter-Staffel, bei den Jugendweltmeisterschaften 1999 in Bydgoszcz folgte Silber im 200-Meter-Lauf. Bei den folgenden Juniorenweltmeisterschaften gewann sie im Jahr 2000 über 400 m Hürden eine Bronze- und mit der 4-mal-400-Meter-Staffel eine Silbermedaille. 2002 gewann sie eine Silbermedaille über 400 m Hürden.

Walker nahm an den Weltmeisterschaften 2001 in Edmonton teil, schied aber über 400 m Hürden bereits im Vorlauf aus. Bei den Zentralamerikanischen und Karibischen Spielen 2006 gewann sie Bronze über 400 m Hürden und Silber mit der 4-mal-400-Meter-Staffel. 2007 erreichte sie bei den Weltmeisterschaften in Ōsaka das Halbfinale und belegte beim Leichtathletik-Weltfinale in Stuttgart den dritten Platz. In beiden Jahren wurde sie zudem Jamaikanische Meisterin.

Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking gewann sie in neuer olympischer Rekordzeit von 52,64 s die Goldmedaille über 400 m Hürden. Ein Jahr später bei den Weltmeisterschaften 2009 in Berlin holte ihren ersten Weltmeistertitel und steigerte im Finallauf ihre persönliche Bestzeit auf 52,42 s. Mit der Zeit wurde Walker zur zweitschnellsten 400-Meter-Hürdenläuferin aller Zeiten.[1] Im Jahr 2010 musste sie den größten Teil der Saison wegen einer Achillessehnenverletzung aussetzen.[2] Im Jahr 2011 kehrte sie ins Wettkampfgeschehen zurück und wurde bei den Weltmeisterschaften in Daegu mit einer Zeit von 52,73 s Zweite hinter der US-Amerikanerin Lashinda Demus. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London schied sie im Halbfinale mit einer Zeit von 55,74 s aus.[3]

Walker studierte an der University of Texas at Austin und wird von Stephen Francis trainiert.[4] Sie wurde 2008 zur Sportlerin des Jahres in Jamaika gewählt, sie teilte sich die in diesem Jahr zweifach vergebene Auszeichnung mit Veronica Campbell-Brown.[5] Im selben Jahr wurde Walker der Order of Distinction (Officer Class) verliehen.[6]

Persönliche Bestzeiten[Bearbeiten]

  • 200 Meter: 23,51 s, 1999
  • 400 Meter: 51,61 s, 22. März 2008, Kingston
  • 100 Meter Hürden: 12,75 s, 9. Juni 2006, Sacramento
  • 400 Meter Hürden: 52,42 s, 20. August 2009, Berlin

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. IAAF Toplist 400 Metres All Time. Abgerufen am 14. Januar 2013.
  2. Diamond League: Ones to watch in Shanghai, BBC Sport vom 12. Mai 2011. Abgerufen am 2. September 2011.
  3. HDsports.at: Oldie und Jungspund dominieren Stadionrunde, 6. August 2012
  4. Jamaica Gleaner: Walker set to take hurdles to another level. 27. Juni 2007 (englisch)
  5. Bolt collects Jamaican Sportsman of the Year honours, Campbell-Brown and Walker share women's award, iaaf.org vom 14. Februar 2009. Abgerufen am 3. April 2011.
  6. The Gleaner Honour Awards, Jamaica Gleaner vom 24. Oktober 2008. Abgerufen am 2. September 2011.