Melchior-Inseln

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Melchior-Inseln
Melchior Islands Zodiac Cruise.JPG
Gewässer Südpolarmeer
Archipel Palmer-Archipel
Geographische Lage 64° 19′ S, 62° 57′ W-64.316666666667-62.95Koordinaten: 64° 19′ S, 62° 57′ W
Melchior-Inseln (Antarktische Halbinsel)
Melchior-Inseln
Anzahl der Inseln
Hauptinsel Omegainsel
Gesamtfläche
Einwohner (unbewohnt)

Die Melchior-Inseln (englisch Melchior Islands, spanisch archipiélago Melchior) sind eine im Südpolarmeer zwischen Anvers und Brabant Island vor der Westküste der Antarktischen Halbinsel gelegene Inselgruppe. Zu ihr zählen zahlreiche kleine, eisbedeckte, unbewohnte Inseln.

Geographie[Bearbeiten]

Die Melchior-Inseln gehören zur antarktischen Inselregion des Palmer-Archipels.

Fast alle Inseln leiten ihren Namen von den Buchstaben des griechischen Alphabets (Omegainsel, Alphainsel, Deltainsel, Epsiloninsel usw.) ab, mit Ausnahme der kleinen Bremeninsel, welche zufällig erst 2003 im Rahmen einer Kreuzfahrt von den Passagieren der Bremen entdeckt, und offiziell nach diesem deutschen Kreuzfahrtschiff benannt wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Inseln oder auch nur Melchior Island (die größte Insel der Gruppe, die heutige Omegainsel) wurden vermutlich von dem deutschen Walfänger Eduard Dallmann im Winter 1873/74 entdeckt. Nach argentinischen Antarktisexpeditionen in den Jahren 1942 und 1943 benannte man die einzelnen Inseln um und taufte zugleich die gesamte Gruppe archipiélago Melchior. Auf der Lambda-Insel wurde der Leuchtturm Primero de Mayo errichtet, der heute als Historische Stätte und Denkmal HSM-29 unter dem Schutz des Antarktisvertrags steht.

Tourismus[Bearbeiten]

Die Melchior-Inseln sind heute häufig Ziel von Antarktiskreuzfahrten. Neben der Erkundung von zerklüfteten Inseln und Eisbergen mit dem Schlauchboot ist das Gebiet vor allem für die häufige Sichtung von Buckelwalen bekannt.

Weblinks[Bearbeiten]