Melfi

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Melfi
Kein Wappen vorhanden.
Melfi (Italien)
Melfi
Staat: Italien
Region: Basilikata
Provinz: Potenza (PZ)
Koordinaten: 41° 0′ N, 15° 39′ O40.99611111111115.655833333333532Koordinaten: 40° 59′ 46″ N, 15° 39′ 21″ O
Höhe: 532 m s.l.m.
Fläche: 205,15 km²
Einwohner: 17.547 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 86 Einw./km²
Postleitzahl: 85025
Vorwahl: 0972
ISTAT-Nummer: 076048
Volksbezeichnung: Melfitani
Schutzpatron: Sant’Alessandro
Website: Melfi

Melfi ist eine Gemeinde in der Provinz Potenza in der italienischen Region Basilikata. In Melfi werden Reben für den Rotwein Aglianico del Vulture angebaut.

Lage und Daten[Bearbeiten]

Panorama

Melfi liegt 51 Kilometer nördlich von Potenza im Vulture-Gebiet. Der Ort hat 17.547 Einwohner (Stand am 31. Dezember 2012).

Die Nachbargemeinden sind Aquilonia (AV), Ascoli Satriano (FG), Candela (FG), Lacedonia (AV), Lavello, Monteverde (AV), Rapolla, Rionero in Vulture und Rocchetta Sant’Antonio (FG).

Von Melfi führt eine Bahnstrecke nach Potenza und Foggia. Die Fahrzeit nach Potenza beträgt eine Stunde elf Minuten, nach Foggia eine Stunde.

Geschichte[Bearbeiten]

Melfi wurde am Fuße des Monte Vulture an dem Fluss Melpes gegründet. Das genaue Gründungsjahr ist unbekannt. Aus dem 8. und 9. Jahrhundert sind Reste von Siedlungen gefunden worden. Zur Zeit der Longobarden wurde Melfi befestigt. Der Ort entwickelte sich zu einem wichtigen Handelszentrum. 1037 wurde Melfi Bischofssitz, 1041 Zentrum von Apulien und Kalabrien. 1059 wurde von Papst Nikolaus II das Konzil von Melfi einberufen.

Melfi wuchs weiter und die Stadt erhielt eine neue Stadtmauer mit fünf Toren. In der Stadt wurden Kirchen gebaut, so die Kathedrale im 11. Jahrhundert.

Kaiser Friedrich II. machte Melfi zu seiner Sommerresidenz und erließ in der Stadt 1231 die Konstitutionen von Melfi, eine Gesetzessammlung.

Im 19. Jahrhundert wurde der Ort saniert. 1930 zerstörte ein Erdbeben Melfi.

Die normannisch-staufische Burg

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Melfi ist reich an Gebäuden aus allen geschichtlichen Epochen seit der Römerzeit.

Normannisch-staufische Burg[Bearbeiten]

Siehe auch: Castello di Melfi

Bereits zu normannischer Zeit stand hier eine Vorgängerburg. Auf Wunsch Friedrichs II. von Hohenstaufen wurde die Befestigungsanlage erweitert. Während der Anjou-Herrschaft wurde die Burg umgebaut. In den Räumen des Kastells ist eine Außenstelle des Archäologischen Nationalmuseums untergebracht.

Dom Santa Maria Assunta[Bearbeiten]

Der Dom Santa Maria Assunta

Wann der Dom erbaut wurde, ist ungeklärt. Entweder wurde er von Robert Guiskard, Herzog von Apulien und Kalabrien, 1073 bis 1076 erbaut oder von Wilhelm I. im Jahre 1155 gegründet. Der Campanile stammt aus dem Jahr 1150 oder 1153 und ist 49 Meter hoch. Einer im Sockel eingemauerten Inschrift kann man das Jahr 1150 entnehmen. 1472 wurde das Querschiff gebaut, 1526 die inneren Bogengänge erstellt. 1694 wurde der Dom teilweise zerstört und im Barockstil wieder aufgebaut.

Im Inneren ist ein Chor aus dem Jahre 1557 erhalten. Die Orgel und die Kanzel sind aus dem 18. Jahrhundert.

Weitere Kirchen und Klöster[Bearbeiten]

Die Kirche und das Kloster des Hl. Antonius wurden 1222 gegründet. Das Kloster der Kapuziner wurde 1528 erbaut. Außerhalb Melfis befindet sich die Felskirche der Madonna delle Spinelle. Die Kirche ist vollständig im Fels gehauen. In der Felskirche Santa Margherita, sie liegt auf Weg nach Rapolla, sind Fresken zu besichtigen.

Religion[Bearbeiten]

Melfi ist Sitz des Bistums Melfi-Rapolla-Venosa.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Melfi ist Standort eines großen Werks des Automobilherstellers Fiat. Dort wird der Fiat Grande Punto hergestellt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

In Melfi geborene Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Die Reisewege von Friedrich II. in der Provinz Potenza, eine Veröffentlichung der Region Basilikata[2].

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Melfi – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
  2. APT der Basilikata