Meliorisierung

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Der Begriff Meliorisierung in Philosophie und Soziologie bezeichnet die „Verbesserung“ des Menschen, seiner Beziehungen und der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Strukturen, die seine Lebensweise bestimmen. Er nimmt Anlehnung an den Begriff der Melioration (lateinisch meliorare = verbessern) der in der Agrarwirtschaft gebräuchlich ist und auf die Kultivierung und Verbesserung des Bodens bezogen ist.

Neben fortschrittsoptimistischen Positionen, die humanistisch oder pragmatistisch begründet sind, gibt es auch sozialtechnologische Varianten bis hin zu der eugenischen Meliorisierung des Menschen, die besonders deutlich im Nationalsozialismus hervortrat. In der Soziologie von Lester Frank Ward wird die Meliorisierung mit der Eindämmung eines ungebremsten Sozialdarwinismus zusammengedacht. Dem menschlichen Intellekt kommt die Aufgabe zu, die Evolution von Mensch und Gesellschaft zu modulieren und durch soziale Planung die Wohlfahrt zu fördern. Insoweit mit der Meliorisierung immer ethisch-moralische Vorstellungen eines besseren Lebens verbunden sind, lässt sich heute die Meliorisierung insbesondere mit einer biophilen Haltung (Biophilie) kombinieren, die die Idee der Nachhaltigkeit aufnimmt und den konsumistischen Lebensstil der westlichen Welt in Frage stellt.

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