Melissa Etheridge

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Melissa Etheridge im Juni 2008

Melissa Lou Etheridge (* 29. Mai 1961 in Leavenworth, Kansas) ist eine amerikanische Sängerin und Rockmusikerin, die mit einem Oscar und zwei Grammys ausgezeichnet wurde.

Leben[Bearbeiten]

Melissa Etheridge wurde als Tochter einer Computerspezialistin und eines Mathematiklehrers geboren. Seit ihrem achten Lebensjahr spielt sie Gitarre und schreibt Lieder, im Alter von 13 Jahren hatte sie ihren ersten Auftritt vor Publikum.

Im Jahr 1987 unterschrieb Melissa Etheridge ihren ersten Plattenvertrag bei Island Records, nachdem Labelgründer Chris Blackwell sie in einem kleinen Club in Long Beach, Kalifornien entdeckt hatte. 1988 erschien ihr erstes Album Melissa Etheridge, für dessen Verkaufszahlen sie, trotz niedriger Produktionskosten, mehrfach Platin erhielt: „eines der erstaunlichsten Debütalben der 80er“ (All Music Guide).[1] Dies gelang ihr ebenfalls mit den Alben Yes I Am (1994) und Your Little Secret (1996), zudem erhielt sie für zwei weitere Alben einfaches Platin und für ein weiteres Gold.

Melissa Etheridge Konzert Ticket, 1995

Melissa Etheridge lebt offen homosexuell, sie outete sich öffentlich auf der Vereidigungsfeier von Bill Clinton im Januar 1993. 1997 und 1998 wurde sie gemeinsam mit ihrer langjährigen Freundin Julie Cypher durch Samenspende von David Crosby Mutter zweier Kinder, die Julie Cypher austrug. 2000 trennten sich die beiden und teilen sich seitdem das Sorgerecht. 2003 heiratete Melissa Etheridge die Schauspielerin Tammy Lynn Michaels, zur Hochzeit eingeladen waren Al Gore und seine Frau Tipper. Mit Tammy Lynn Michaels hat sie ebenfalls zwei Kinder (*17. Oktober 2006). Die biologische Mutter der Kinder ist Michaels; der Samenspender blieb anonym. Michaels und Etheridge trennten sich im April 2010.[2] Seit Januar 2011 ist Melissa Etheridge mit der Regisseurin und Produzentin Linda Wallem liiert, die sie im Juni 2014 in Kalifornien heiratete.[3]

Melissa Etheridge ist eine bekannte Frauenrechtlerin und Unterstützerin der Homosexuellenbewegung. Sie hat mehrfach die Demokratische Partei der USA unterstützt.

Im Oktober 2004 gab Etheridge bekannt, dass sie an Brustkrebs erkrankt sei. Sie unterzog sich erfolgreich mehreren Operationen und einer Chemotherapie und teilte im Frühjahr 2005 mit, dass sie die Krankheit überstanden habe. Im Februar 2005 trat sie bereits wieder bei den Grammy Awards auf, wo sie – als Folge der Chemotherapie kahlköpfig – im Duett mit Joss Stone als Tribut an Janis Joplin deren Titel Piece of My Heart sang.[4] 2007 verarbeitete sie ihre Krebserkrankung im Song Message to Myself.

2006 arbeitete sie an der Musik zum Film Bärenbrüder 2. Sie schrieb und sang die Lieder It Will Be Me und Welcome to this Day. Ebenfalls sang sie Feels Like Home, ein Duett mit Josh Kelly. 2007 erschien Melissa Etheridges Album mit dem Titel The Awakening, 2010 folgte Fearless Love. Vom 1. Februar bis 6. Februar 2011 übernahm sie die Rolle des St. Jimmy im Rock-Musical American Idiot am Broadway.[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Sie gewann zweimal den Grammy für ihre Lieder Ain’t It Heavy (1992) und Come to My Window (1994), der neben Like the Way I Do und Bring Me Some Water als ihr bekanntester Song gilt.

2007 wurde sie für das Lied I Need to Wake Up, das sie für den Al-Gore-Film Eine unbequeme Wahrheit schrieb, für einen Grammy nominiert und gewann den Oscar für den besten Song.[6]

Im September 2011 erhielt sie einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame in der Kategorie Musikaufnahmen.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 1988: Melissa Etheridge
  • 1989: Brave and Crazy
  • 1992: Never Enough
  • 1993: Yes I Am
  • 1994: Acoustic (Limited Edition)
  • 1994: All American Girl (live in Montreal'94)
  • 1995: Your Little Secret (Limited Edition)
  • 1995: Melissa Unplugged
  • 1999: Breakdown
  • 2001: Skin
  • 2004: Lucky
  • 2005: The Greatest Hits: The Road Less Traveled
  • 2007: The Awakening
  • 2008: New Thought for Christmas
  • 2010: Fearless Love
  • 2011: Icon
  • 2012: 4th Street Feeling

DVDs[Bearbeiten]

  • 2002: Live… and Alone
  • 2004: Lucky (Live)
  • 2007: The Awakening Live (DVD / CD Edition)

Bücher[Bearbeiten]

  • Offen und Ehrlich (Biographie)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Melissa Etheridge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vik Iyengar: Melissa Etheridge. In: All Music Guide. www.allmusic.com, abgerufen am 28. März 2008 (englisch): „one of the most stunning debut albums of the 1980s.“
  2. Melissa and Tammy Etheridge have ended their nearly nine-year relationship
  3. kreiszeitung.de: Melissa Etheridge hat "Ja" gesagt, abgerufen am 05.Juni 2014
  4. Melissa Etheridge (feat. Joss Stone) ~ Piece Of My Heart (Janis Joplin Tribute)
  5. Melissa Etheridge Makes Her Broadway Debut in 'American Idiot'
  6. The Advocate: The Departed Wins Best-picture Oscar on a Night Heavy with Gays, 27. Februar 2007