Melito von Sardes

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Melito (auch Meliton) war im 2. Jahrhundert Bischof in Sardes und starb um 180 n. Chr.

Über sein Leben wissen wir nur von Eusebius von Caesarea. Melito zählt zu den frühen Apologeten und ist besonders durch seine Osterpredigt Vom Passa, die in verschiedenen Quellen überliefert ist, berühmt geworden. Darin taucht auch erstmals in der Geschichte die These vom Gottesmord auf.

Seine Passapredigt über Israels Auszug aus Ägypten steigert dessen Schuld am Tode Jesu zum mythologischen Weltverbrechen:

„Hört es, alle Geschlechter der Völker, und seht es: Ein nie dagewesener Mord geschah in Jerusalem … der, der das All festgemacht hat, ist am Holz festgenagelt worden! Gott ist getötet, der König Israels ist durch Israels Rechte beseitigt worden!“

Daraus erklärte er das gegenwärtige Leiden der Juden nach ihrer Zerstreuung im römischen Reich.

Als Apologet verteidigte Melito das Christentum vor allem gegenüber Kaiser Mark Aurel.

Melito von Sardes will selbst das Heilige Land bereist haben, um die Schriften des Alten Testamentes zu sichten und zu katalogisieren. Seine Aufzeichnungen weisen eine starke Nähe zum jüdischen Kanon des Tanach auf.

Im Osterstreit zählte er zu einem wichtigen Vertreter der Quartodezimaner, die eine Feier des Osterfestes am 14. Nisan forderten.

Ausgaben und Übersetzungen[Bearbeiten]

  • Melito Sardianus: Sur la pâque et fragments. Hrsg. v. Othmar Perler, Paris 1966.
  • Melito von Sardes: Vom Passa. Die älteste christliche Osterpredigt. Übers. v. Josef Blank, Freiburg 1963.

Weblinks[Bearbeiten]