Melitta Muszely

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Melitta Muszely (* 13. September 1927 in Wien) ist eine österreichische Opernsängerin.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Die Familie von Melitta Muszely stammte ursprünglich aus Ungarn. Muszely studierte Klavier und Gesang am Konservatorium der Stadt Wien.

1950 debütierte sie am Stadttheater Regensburg, dessen Mitglied sie bis 1952 blieb. Von 1953 bis 1968 war sie festes Ensemblemitglied der Hamburger Staatsoper. Sie wirkte dort in mehreren Opern-Uraufführungen mit, unter anderem 1955 in Pallas Athene weint von Ernst Krenek und 1963 in Figaro lässt sich scheiden von Giselher Klebe.

Muszely hatte mehrere Gastverträge, unter anderem mit der Berliner Staatsoper, der Wiener Staatsoper und Komischen Oper Berlin. Außerdem trat sie als Gast am Opernhaus Zürich auf.

1959 sang sie an der Komischen Oper Berlin alle vier Frauengestalten (Olympia, Antonia, Giulietta, Stella) in der Oper Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach in der legendären Inszenierung von Walter Felsenstein.

An der Wiener Staatsoper sang sie von 1963 bis 1967 zahlreiche Parien aus dem Fachbereich des Koloratursoprans und des lyrischen Soprans.[1]

Internationale Gastspiele führten Melitta Muszely unter anderem an die Opernhäuser von Paris, Venedig und Lissabon, zu den Salzburger Festspielen und zum Edinburgh Festival.

Repertoire[Bearbeiten]

Melitta Muszely wurde vor allem als Koloratursopranistin bekannt. Zu ihren großen Opernpartien gehörten die Mozartrollen Pamina, Donna Elvira und Susanna, die Marzelline in Fidelio, die Marie in Die verkaufte Braut und die Violetta Valéry von Giuseppe Verdi. Muszely galt weiterhin als Spezialistin für die Opernrollen von Richard Strauss. Geschätzt wurde sie insbesondere als Sophie in Der Rosenkavalier und in der Titelrolle der Arabella. Muszely übernahm auch Partien in selten gespielten Opern, so die Turandot in der gleichnamigen Oper von Ferruccio Busoni.

Für den Rundfunk spielte Melitta Muszely außerdem, häufig als Partnerin von Fritz Wunderlich, zahlreiche Operettenaufnahmen ein: Der Zarewitsch und Das Land des Lächelns von Franz Lehár, Die Rose von Stambul von Leo Fall.[2]

1970 übernahm Melitta Muszely in der DEFA-Verfilmung der Oper Hoffmanns Erzählungen wiederum die vier Frauengestalten.[3]

Das durch Rundfunkaufnahmen, Live-Mitschnitte und Schallplatten überlieferte musikalische Werk von Melitta Muszely wurde in den letzten Jahren teilweise auch auf CD wiederveröffentlicht.

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl J. Kutsch, Leo Riemens: Großes Sängerlexikon. Dritte, erweiterte Auflage. K. G. Saur, München 1999. Band 4: Moffo-Seidel, S. 2472.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chronik der Wiener Staatsoper 1945-1995, Verlag Anton Schroll & Co., Wien und München 1995.
  2. Fritz Wunderlich's Colleagues Zusammenstellung von Andreas Praefcke
  3. Das Zweitausendeins Filmlexikon