Melitta Otto-Alvsleben

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Melitta Otto-Alvsleben, Brustbild
Melitta Otto-Alvsleben, Brustbild
Melita Alvsleben, Kniestück

Henriette Melitta Otto-Alvsleben (* 16. Dezember 1842 in Dresden[1]; † 13. Januar 1893 ebenda; auch Melita Alvsleben)[2] war eine Konzert- und Opernsängerin (Sopran).

Leben[Bearbeiten]

Alvsleben begann im Alter von 14 Jahren eine dreijährige Ausbildung am Dresdner Konservatorium bei Thiele.[3] Nach deren Abschluss war sie von 1860 bis 1873 als lyrischer und Koloratursopran[4] an der Dresdner Hofoper engagiert. Dort heiratete Alvsleben 1866 den Kostümmeister Max Otto.

Alvsleben wirkte in der Uraufführung der Oper Der Haideschacht von Franz von Holstein am 24. Oktober 1868 in Dresden mit. Als Konzertsängerin gab sie beispielsweise das Sopransolo der 9. Sinfonie bei der wegen des Deutsch-Französischen Kriegs um ein Jahr verschobenen Beethoven-Hundertjahrfeier 1871 in Bonn.[4]

Ihr Auslandsdebut gab sie 1873 in London, als sie die Pianistin Clara Schumann bei einem Konzert in der St. James’s Hall begleitete.[3] Aufgrund des großen Erfolgs mit der Matthäus-Passion von Bach[4] im selben Jahr in Manchester wirkte sie für die nächsten zwei Jahre als eine der gefragtesten Oratoriensolistinnen in England und Schottland. Bemerkenswerte Konzerten gab sie in der Royal Albert Hall wie auch im Crystal Palace in London sowie beim Leeds Festival von 1874.[4]

Im Jahr 1875 wurde Otto-Alvsleben als Primadonna an das Hamburgische Stadt-Theater berufen. 1877 kehrte sie an die Dresdner Hofoper zurück, wo sie bis zu ihrem Bühnenrücktritt 1883 wirkte („Friedrichstädter Nachtigall“).[2] Anlässlich ihres Rücktritts wurde sie zum Ehrenmitglied des Dresdner Opernhauses ernannt[4] (nach dem Stadtlexikon soll dies bereits 1879 erfolgt sein)[2].

Im Jahr 1879 trat Otto Alvsleben auf dem Cincinnati Music Festival auf.[3]

Ihre Sommer verbrachte sie in der Oberlößnitz, wo sie eine Wohnung hatte. Nach ihrem Tod wurde dort in Wohnungsnähe der Alvslebenplatz nach ihr benannt. Dies war eine Ehrung durch den Verschönerungsverein für die Lößnitz, da sie diesem durch die Teilnahme an zahlreichen Benefizkonzerten zu finanziellen Einnahmen für seine gemeinnützigen Aktivitäten verholfen hatte.[5]

Otto-Alvsleben verstarb 1893 in Dresden und wurde auf dem Inneren Neustädter Friedhof beigesetzt.[6]

Rollen (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Melitta Otto-Alvsleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der hbz-Verbundkatalog - Personennamendaten hat mit dem 6. Dezember 1841 ein abweichendes Geburtsdatum.
  2. a b c  Frank Andert (Red.), Große Kreisstadt Radebeul. Stadtarchiv Radebeul (Hrsg.): Stadtlexikon Radebeul. Historisches Handbuch für die Lößnitz. 2. Auflage. Stadtarchiv, Radebeul 2006, ISBN 3-938460-05-9, S. 6, DNB 97909724X.
  3. a b c Otto-Alvsleben, Melitta; 1842–1893
  4. a b c d e Otto-Alvsleben, Melitta; Soprano
  5.  Gudrun Täubert; Frank Andert: Schmuckplätze in Radebeul; gestern und heute. In: verein für denkmalpflege und neues bauen radebeul (Hrsg.): Beiträge zur Stadtkultur der Stadt Radebeul. Radebeul 2010, S. 10.
  6. Todtenschau. In: Dresdner Geschichtsblätter, Nr. 1, 1893, S. 67.