Melkersson-Rosenthal-Syndrom

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Klassifikation nach ICD-10
G51.2 Melkersson-Rosenthal-Syndrom
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Das Melkersson-Rosenthal-Syndrom (MRS) ist eine idiopathische entzündliche Erkrankung

Ursache[Bearbeiten]

Ursache des Melkersson-Rosenthal-Syndroms ist eine granulomatöse Entzündung (Arteriitis).

Klinisches Bild[Bearbeiten]

Das Melkersson-Rosenthal-Syndrom manifestiert sich in der Trias:

  • verstärkt gefurchte Zunge (Lingua plicata)
  • anfallsartig auftretende Schwellungen im Bereich der Lippen , durch vergrößerte Lippenspeicheldrüsen (als Cheilitis granulomatosa) bzw. des Gesichts (Bereich der Augen, Wangen oder Stirn)
  • anfallsartig auftretende periphere Fazialislähmung nur in 10 % der Fälle (verursacht durch eine Schwellung des Nervus facialis im Canalis n. VII). Eine Parese tritt jedoch gar nicht oder erst sehr viel später auf. Eine Trias trifft man nur in seltenen Fällen an. Meist ist es ein monosymptomatischer Verlauf (als Cheilitis Granulomatosa).

Im Allgemeinen tritt eine spontane Remission ein, es besteht allerdings eine Neigung zu Rezidiven. Die Erkrankung manifestiert sich oft bereits im jugendlichen Alter. Es besteht eine gehäufte Assoziation zum Morbus Crohn.

Therapie[Bearbeiten]

Die Therapie besteht aus der intraläsionalen Glukokortikoid-Injektion (bei starker Schwellung) sowie der Gabe von Clofazimin oder DADPS (beides eigentlich Lepramittel).

Bei leichten Schwellungen hilft Kortison z.B. Prednisolon (1mg/KG Körpergewicht) für 2 Wochen.

Gesundheitshinweis Dieser Artikel bietet einen allgemeinen Überblick zu einem Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diese Hinweise zu Gesundheitsthemen beachten!