Melt
Das Melt (eigene Schreibweise Melt! - Schmilz!) ist ein Musikfestival, das erstmals im Jahr 1997 veranstaltet wurde. Seit 1999 findet das Festival bei Gräfenhainichen in der „Stadt aus Eisen“ Ferropolis statt. 2003 musste das Festival aufgrund von zurückhaltendem Sponsorenverhalten sowie widrigen Wetterverhältnissen pausieren. Nach einem Engagement der Zeitschrift Intro, die das Festival nach einer Weile ganz übernahm, kehrte das Melt 2004 mit einem überarbeiteten Konzept zurück. Das Melt-Festival vereint elektronische Musik und Rocksound.
[Bearbeiten] Geschichte
Schauplatz des ersten Melt-Festivals war der Bernsteinsee Velten in Brandenburg, das zweite Mal wurde das Festival auf dem Flugplatz Lärz ausgerichtet. 1999 fand das Melt erstmals auf dem Ferropolis-Gelände bei Gräfenhainichen statt, wo es bis heute einmal jährlich gastiert. Die Wahl des Veranstaltungsortes macht zum Teil auch die Besonderheit des Melt aus: Die Live-Acts spielen im Freiluftmuseum für Braunkohletagebau, der „Ferropolis“ in Gräfenhainichen, zwischen gigantischen Baggern. Im Zentrum von „Ferropolis“ öffnet sich eine Arena, die an ein römisches Amphitheater erinnert. Hier befanden sich bis 2007 die beiden Hauptbühnen des Melt, eingerahmt von imposanten Relikten aus dem Braunkohletagebau: fünf Bagger und Absetzer, 40 Meter hoch und bis zu 130 Meter lang, säumen das Festival-Gelände. Seit 2008 ist das Amphitheater der großen Open-Air-Bühne vorbehalten. Die zweite (überdachte) große Bühne (Gemini-Stage) befindet sich seither außerhalb. Neben weiteren Bühnen an wechselnden Orten auf dem Gelände ist die Big-Wheel-Stage eine feste Institution. Hierbei handelt es sich um eine Open-Air-Bühne für DJs und elektronische Live-Acts, die in bzw. unter einem der großen Schaufelradbagger angeordnet ist. Vorherrschend ist hier Club- bzw. Raveatmosphäre.
Neben o. g. drei Bühnen bestehen 2008 der Melt!-Klub mit dem Schwerpunkt Independent Live-Bands, und der Red Bull Music Academy Floor. Zwischen dem eigentlichen Festivalgelände und dem Zeltplatz befindet sich außerdem der Sleepless-Floor. Hier wird am Samstag und Sonntag ab 07:00 Uhr morgens die Afterhour gefeiert.
Bisherige Headliner auf dem Melt-Festival waren unter anderem: Underworld, Björk, The Streets, Pet Shop Boys, Bloc Party, Roisin Murphy, Bright Eyes vs. The Faint, Röyksopp, Laurent Garnier, Richie Hawtin, The Notwist, Tortoise, Mouse on Mars, Zoot Woman, Peaches, Scissor Sisters, Mando Diao, Miss Kittin, Ellen Allien, Chicks On Speed, Maxïmo Park, LTJ Bukem, Fischerspooner, Phoenix, Deichkind, GusGus und Tocotronic.
2008 fand das Melt!-Festival erstmals über volle drei Tage (von Freitag bis Sonntag) statt. Headliner waren u. a. Björk, Franz Ferdinand und Hot Chip. Mit einem erneuten Besucherrekord von über 20.000 Gästen erreichte das Festival seine Kapazitätsgrenze.
Im Jahr 2009 fand das Festival vom 17. bis 19. Juli statt. Die Headliner waren Oasis, Bloc Party sowie Aphex Twin mit Florian Hecker. Zum ersten Mal in seiner 12-jährigen Geschichte war das Festival ausverkauft.[1] Sowohl im Jahr 2008 als auch 2009 war eine neue Internationalität des Festivals festzustellen. Speziell Musikbegeisterte aus dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden und Skandinavien sind mittlerweile in großen Zahlen beim Melt! zu finden.
Sowohl im Jahre 2010, als auch 2011 war das Festival erneut ausverkauft. Headliner waren unter anderem, Hurts und Boys Noize.
2012 wurden unter anderem: M83, Gossip, Whitest Boy Alive, Justice, Two Door Cinema Club, Modeselektor, Bloc Party, Caribou und The Bloody Beetroots als Headliner angekündigt.