Melvin Belli

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Melvin Moulon Belli (* 29. Juli 1907 in Sonora, Kalifornien, USA; † 9. Juli 1996 in San Francisco, Kalifornien, USA) war ein US-amerikanischer Rechtsanwalt und Filmschauspieler.

Zu Bellis berühmtesten Klienten zählt Jack Ruby, der Mörder des mutmaßlichen Kennedy-Mörders Lee Harvey Oswald. Weitere bekannte Klienten, die Belli vertrat, waren Mae West, Muhammad Ali, Jim und Tammy Faye Baker, Errol Flynn, Tony Curtis, Lenny Bruce, Zsa Zsa Gabor, Chuck Berry, Alex Haley, Nick Nolte, Lana Turner und The Rolling Stones. Nicht weniger als 600 Millionen Dollar konnte er so an Schadensersatzforderungen aller Art für sie erstreiten. Obwohl seine Anwaltskanzlei ein Drittel des Geldes als Provision für sich beanspruchte, ging sie im Jahr 1996 bankrott. Der Grund war eine gewonnene Sammelklage gegen Dow Corning, die in der Folge Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragte. Somit blieb Bellis law firm auf den fünf Millionen Dollar Ausgaben für Sachverständige und Gutachten sitzen.

Auch war Belli als Strafverteidiger in der 1984 produzierten kurzlebigen Gerichtsshow „Guilty or Innocent“ tätig, die als Vorläufer von „Richterin Barbara Salesch“ oder „Richter Alexander Hold“ gilt.

1968 begann Belli als Filmschauspieler zu arbeiten. In der Episode „Kurs auf Markus XII“ der FernsehserieRaumschiff Enterprise“ stand er zusammen mit seinem Sohn Caesar, der heute ebenfalls als Strafverteidiger tätig ist, vor der Filmkamera. Belli stand bis 1991 vier weitere Male vor der Kamera, zuletzt in einer Episode von „Mord ist ihr Hobby“. 1992 war er als Juristischer Fachberater am DramaIm Namen meiner Tochter“ tätig.

Über Melvin Bellis Privatleben weiß man, dass er vier Mal verheiratet war. Er starb an einer Kombination aus Bauchspeicheldrüsenkrebs und einem Schlaganfall.

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