Memaliaj

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Memaliaj
Memaliaji
Memaliaj (Albanien)
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40.3519.983333333333130Koordinaten: 40° 21′ N, 19° 59′ O

Basisdaten
Qark: Gjirokastra
Kreis: Tepelena
Gemeinde: Memaliaj
Höhe: 130 m ü. A.
Einwohner: 2647 (2011[1])
Telefonvorwahl: (+355) 0885
Postleitzahl: 6302
Kfz-Kennzeichen: TP
Struktur und Verwaltung (Stand: 2011)
Gemeindeart: Bashkia
Bürgermeister: Lulzim Meçi (PS)
Postanschrift: Sheshi Minatori
6302 Memaliaj
Ortsansicht von Süden

Memaliaj ist eine Kleinstadt im südlichen Albanien. Der Ort im Kreis Tepelena liegt in einer Flussschlaufe der Vjosa, etwa acht Kilometer nördlich der Kreishauptstadt Tepelena. Bei der Volkszählung 2011 wurde 2646 Einwohner registriert.[1] Im Zivilstandesamt waren im Jahr 2008 hingegen 7640 Personen verzeichnet, von denen sich aber vermutlich mindestens die Hälfte vorübergehend im Ausland aufhält.[2]

Gegründet wurde die Stadt im Jahr 1946 als Zentrum der lokalen Steinkohle-Industrie. Zuvor gab es nur ein kleines Dorf mit diesem Namen auf einem Hügel westlich des heutigen Stadtzentrums. Die in den 1930er Jahren entdeckten Steinkohlevorkommen, die man nach der Stadtgründung nördlich des Orts zu fördern und anzureichern begann, gehörten zu den drei bedeutendsten Fördergebieten des Landes.[3] Im Jahr 1990 war die Förderung auf 500.000 Tonnen angestiegen. Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes wurde die Industrie stillgelegt. Heute leidet Memaliaj unter extremer Arbeitslosigkeit. Die Rate gehört zu den höchsten des Landes. In 20 Jahren fiel die Einwohnerzahl um 50 Prozent. Viele Familien leben unter der Armutsgrenze. Und jede hat mindestens ein Familienmitglied im Ausland arbeitend.[4]

Noch heute wird das Ortsbild nebst der neuen orthodoxen Kirche mehrheitlich von Plattenbauten dominiert.

Memaliaj liegt an der Durchgangsstraße von Fier nach Tepelena, die Mittelalbanien mit dem zentralen Südalbanien und der griechischen Grenze verbindet.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b  Ines Nurja, INSTAT (Hrsg.): Censusi i popullsisë dhe banesave / Population and Housing Census – Gjirokastër 2011. Rezultatet Kryesore/Main Results. Pjesa/Part 1, Adel Print, Tirana 2013 (Dokument als PDF).
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatRevista Tepelena: Memaliaj - Qyteti i harruar. Abgerufen am 7. Juni 2009.
  3. Arqile Bërxholi, Perikli Qiriazi: Albanien – Geographischer Überblick, Verlag 8 Nëntori, Tirana 1987
  4. Varfëria në Memaliaj, aty ku buka blihet me listë (Die Armut in Memaliaj, dort wo das Brot aufgeschrieben wird) In: Top Channel vom 1. November 2011, zuletzt aufgerufen am 1. November 2011 (albanisch)