Mende

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Mende (Begriffsklärung) aufgeführt.
Mende
Wappen von Mende
Mende (Frankreich)
Mende
Region Languedoc-Roussillon
Département Lozère (Präfektur)
Arrondissement Mende
Kanton Mende-Nord und Mende-Sud
Gemeindeverband Haute Vallée d’Olt.
Koordinaten 44° 31′ N, 3° 30′ O44.5183333333333.5005555555556Koordinaten: 44° 31′ N, 3° 30′ O
Höhe 691–1.236 m
Fläche 36,56 km²
Einwohner 12.163 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 333 Einw./km²
Postleitzahl 48000
INSEE-Code
Website http://www.mende.fr/
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Mende [mɑ̃d] ist eine französische Gemeinde mit 12.163 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Lozère in der Region Languedoc-Roussillon. Sie ist Sitz der Präfektur und ist Hauptort des Arrondissements Mende und der Kantone Mende-Nord und Mende-Sud. Ihre Einwohner werden Mendois genannt. Mende ist Sitz eines katholischen Bistums.

Geographie[Bearbeiten]

Mende liegt im südlichen Zentralmassiv nördlich der Cevennen in der Nähe des Mont Lozère auf einer Höhe von über 700 m. Die Stadt liegt am linken Ufer des Flusses Lot und wird überragt vom Mont Mimat.

Nachbargemeinden sind im Norden Chastel-Nouvel, im Osten Badaroux, im Südosten Lanuéjols, im Süden Brenoux und Saint-Bauzile, im Südwesten Balsièges sowie im Westen Barjac und Servières.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Mende liegt an den Fernverkehrsstraßen Route Nationale 88 (LyonToulouse) und Route Nationale 106. Ferner gibt es einen Bahnhof der französischen Bahn SNCF sowie einen Flugplatz.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Region war bereits in der Bronzezeit besiedelt. Mende fungierte lange als wichtiger Handelsplatz zwischen dem Languedoc und der Auvergne.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

1881 1891 1901 1911 1921 1936 1954 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
7.202 7.878 7.319 7.005 6.109 6.499 7.752 8.337 9.713 10.451 10.929 11.286 11.804 12.378

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Pont Notre-Dame
Tour des Pénitents

Der Ort verfügt über einen mittelalterlichen, historischen Stadtkern. Sehenswert sind u. a. die gotische Kathedrale Notre-Dame-et-Saint-Privat  (Baubeginn 1368) und die mittelalterliche Brücke Pont Notre-Dame aus dem 13. Jahrhundert. Die Stadt ist Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Schluchten des Flusses Tarn.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Mende ist Standort von Holz- und Schmuckindustrie. Wichtigster Wirtschaftszweig sind die Dienstleistungen (Touristik, Öffentliche Verwaltung).

In Mende befindet sich auch der Sitz der Industrie- und Handelskammer des Départements Lozère.

Sport[Bearbeiten]

Mende hat eine lange Geschichte im Endurosport. 1988 fand dort die 63. Internationale Sechstagefahrt als wichtigste Motorsportveranstaltung im Endurosport statt.

Das alljährlich stattfindende 3-Tagerennen Trèfle (deutsch: ‚Kleeblatt‘) ist international für seine Schönheit bekannt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Élisabeth Filhol (* 1965), französische Romanautorin
  • Christophe Laurent (* 1977), französischer Radrennfahrer
  • Alfred Döblin hatte am 25. Juni 1940 auf der Flucht über Spanien und Portugal in die Vereinigten Staaten in der Kathedrale von Mende ein Bekehrungserlebnis, das 1941 in die Konversion zum Katholischen Glauben führte.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Mende pflegt Städtepartnerschaften mit

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bilder von Mende – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Bilder Der Kathedrale – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien