Mendel Hirsch

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Mendel Hirsch (* 3. März 1833 in Oldenburg; † 28. März 1900 in Frankfurt am Main) war ein deutsch-jüdischer Pädagoge und Bibelkommentator, trat aber auch als Dichter hervor.

Leben[Bearbeiten]

Der älteste Sohn von Samson Raphael Hirsch studierte an den Universitäten Bonn und Berlin Philosophie, Psychologie, Literatur und Geschichte, promovierte 1854 in Thüringen und war ab 1855 als Lehrer für jüdische und allgemeine Fächer an den von seinem Vater gegründeten jüdischen Mittel- und Volksschulen in Frankfurt am Main tätig; von 1877 an amtierte er als Direktor der (1853 gestifteten) israelitischen Realschule und war zudem während 17 Jahren Leiter der jüdischen Volksschule und brachte beide Anstalten zu ansehnlicher Blüte.

In der monatlich erscheinenden Zeitschrift Jeschurun, die von seinem Vater herausgegeben wurde, veröffentlichte er Artikel über pädagogische Themen.

In einem Leserbrief Der Zionismus (1898) stellte sich Hirsch gegen den politischen Zionismus von Theodor Herzl, wobei er ihn gleichzeitig als Zugeständnis an die Tatsache ansah, dass die jüdische Assimilation versagt hätte.

Seine Tochter Rahel Hirsch (1870–1953) war die erste Frau, die im Königreich Preußen zur Professorin für Medizin ernannt wurde.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Das reine Menschentum im Lichte des Judentums, 1893
  • Die Haftarot, übersetzt und erläutert, 1896 (2. Auflage 1913)
  • Kleine Propheten, übersetzt und erläutert, 1900
  • Die Klagelieder, 1903

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]