Mendoza (Argentinien)

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Mendoza
Downtown Mendoza.jpg
Basisdaten
Fläche: 54 km2
Lage 32° 53′ S, 68° 49′ W-32.883333333333-68.816666666667824Koordinaten: 32° 53′ S, 68° 49′ W
Höhe ü. d. M.: 824 m
Einwohnerzahl (2001): 110.993
Dichte: 2055 Einw./km²
Agglomeration: Gran Mendoza
  – Einwohnerzahl: 850.000
  (Argentinien)
 
 
Verwaltung
Provinz: MendozaMendoza Mendoza
Departamento: Capital
Bürgermeister: Víctor Manuel Federico Fayad
Sonstiges
Postleitzahl: M5500
Telefonvorwahl: 0261
Homepage von Mendoza

Mendoza ist die Hauptstadt der gleichnamigen argentinischen Provinz, die mitsamt ihren Vororten etwa 1,1 Millionen Einwohner hat. Sie ist bekannt für ihren Weinbau.

Geografie[Bearbeiten]

Mendoza liegt auf 707 Metern Höhe im zentralen Westen Argentiniens am Fuß der Andenkordillere, die mit dem Berg Cerro Aconcagua: (6962 m) an dieser Stelle die höchsten Erhebungen aufweist. Die Landschaft ist eine karge Trockensteppe, die aber in der unmittelbaren Umgebung der Stadt bewässert wird, so dass Weinbau möglich wird. Das Klima ist trocken, sonnig und von den Temperaturen her gemäßigt. Die Gegend, in der Mendoza liegt, wird auch als Cuyo bezeichnet.

Klima[Bearbeiten]

Mendoza
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
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18
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: WMO
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Mendoza
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 32,0 30,8 27,2 23,4 19,0 15,5 14,7 18,0 20,4 25,6 29,2 31,7 Ø 23,9
Min. Temperatur (°C) 18,4 17,5 14,9 10,6 5,7 2,6 2,4 4,4 6,4 11,6 14,8 17,8 Ø 10,6
Niederschlag (mm) 48,2 38,0 34,7 13,4 7,9 3,6 12,2 5,3 13,2 8,2 15,2 23,3 Σ 223,2
Regentage (d) 7 6 5 3 2 2 4 2 4 3 4 4 Σ 46
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14,7
2,4
18,0
4,4
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6,4
25,6
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29,2
14,8
31,7
17,8
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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48,2
38,0
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13,4
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12,2
5,3
13,2
8,2
15,2
23,3
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: WMO

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt wurde 1561 von Pedro del Castillo gegründet und nach García Hurtado de Mendoza, dem Gouverneur von Chile benannt. Sie blieb aber lange eine unbedeutende Kleinstadt.

Im Jahre 1817 brach General José de San Martín, seit 1813 Gouverneur von Cuyo, in Las Heras, Mendoza, mit seiner Revolutionsarmee auf, um die Anden zu überqueren und für die Befreiung Chiles und Perus von der Kolonialherrschaft zu kämpfen.

Am 20. März 1861 zerstörte ein Erdbeben die Stadt vollständig, so dass heute aus der Kolonialzeit nur noch die Ruinen der Kirche des Hl. Franziskus erhalten sind. Bei dem Beben mussten etwa 6.000 der 18.600 Einwohner, also rund ein Drittel der Bewohner, ihr Leben lassen. Zwei Jahre später wurde die Stadt erneut aufgebaut. Mendoza hatte am Ende des 19. Jahrhunderts eine Ackerbauschule, lebhaften Handel und 1882 wieder 18.200 Einwohner. Eine Eisenbahnlinie verbindet die Stadt seit 1884 mit Buenos Aires, ist aber seit dem Aufkommen des Busverkehrs in den 1960ern nicht mehr im Betrieb.

Blick vom Cerro De La Gloria auf Mendoza

Heute ist Mendoza eine moderne, geschmackvoll urbanisierte Oasenmetropole, alle Grünflächen werden künstlich bewässert.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Stadt selbst hat 121.000 Einwohner. Groß-Mendoza umfasst außerdem noch die Departamentos Godoy Cruz, Guaymallén, Las Heras, Maipú und Luján de Cuyo. Die meisten Einwohner sind Nachkommen von Spaniern, Italienern und Arabern.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten]

Der dominierende Wirtschaftszweig ist der Weinbau und die daraus resultierende verarbeitende Industrie. Weiterhin ist die Erdölförderung und -Verarbeitung von Bedeutung (Raffinerie in Luján de Cuyo). Zudem gilt Mendoza als das Tor zu Chile mit dem nahegelegenen Großraum Santiago de Chile und ist daher eine wichtige Handelsmetropole.

Verkehr[Bearbeiten]

Ein aus Deutschland stammender Obus vom Typ Trolleybus Solingen

Der Flughafen El Plumerillo im nördlichen Vorort Las Heras ist der wichtigste Flughafen Westargentiniens, obwohl die Verbindungen seit der Argentinien-Krise stark ausgedünnt wurden.

Der öffentliche Nahverkehr wird seit dem Ende der Straßenbahn in den 1960er-Jahren von Bussen abgewickelt, seit 1958 verkehren außerdem Oberleitungsbusse. Im Jahr 2006 wurde der Bau einer Stadtbahn nach europäischem Vorbild, des Metrotranvía Mendoza (abgekürzt MTM), beschlossen, die zum Teil auf den alten Straßenbahngleisen verkehrt und nach Verzögerungen 2012 eröffnet wurde. Der Betrieb wird zunächst mit aus San Diego abgegebenen Wagen vom Typ U2 durchgeführt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bekannteste Veranstaltung in der Stadt ist das Fest der Weinlese, welches seit 1936 im Sommer und Frühherbst jedes Jahres über drei Monate hinweg stattfindet. Die Festlichkeiten erreichen ihren Höhepunkt im März, wenn im Amphitheater von Mendoza Musik- und Tanzveranstaltungen stattfinden und eine Weinkönigin aus den Kandidatinnen der verschiedenen Departamentos der Provinz gewählt wird.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mendoza (Stadt) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien