Menen (Belgien)

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Menen
SchildNewDrk.jpg Menen Belgium.svg
Menen (Westflandern)
Menen
Menen
Staat Belgien
Region Flandern
Provinz Westflandern
Bezirk Kortrijk
Koordinaten 50° 48′ N, 3° 5′ O50.7966666666673.0836111111111Koordinaten: 50° 48′ N, 3° 5′ O
Fläche 33,07 km²
Einwohner (Stand) 32.683 Einw. (1. Jan. 2012)
Bevölkerungsdichte 988 Einw./km²
Postleitzahl 8930
Vorwahl 056
Bürgermeister Martine Fournier
Adresse der
Kommunalverwaltung
Grote Markt 1
8930 Menen
Webseite www.menen.be

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Menen (früher Meenen geschrieben; französisch: Menin) ist eine belgische Stadt in der Provinz Westflandern. Die Stadt hat 32.683 Einwohner (Stand 1. Januar 2012) auf einer Fläche von 33,07 km². Neben der Kernstadt gehören auch die Ortsteile Lauwe und Rekkem zum Stadtgebiet.

Geschichte[Bearbeiten]

Menen wird erstmals im Jahr 1087 genannt. Im 14. und 15. Jahrhundert führte die Textilherstellung zu schnellem Wachstum. Im 16. Jahrhundert machte das Bier Menen berühmt; 1520 besaß die Stadt 104 Braumeister. Bis 1578 blieb Menen eine offene Stadt. Später wurden zunächst Erdwälle angelegt. Von 1679 bis 1689 wurde die Stadt ummauert; es wurden 1745 geschleifte Bastionen vom französischen Festungsbaumeister Sébastien Le Prestre de Vauban im Zug der Anlage des Pré carré angelegt. Die Kämpfe um den im 17. und 18. Jahrhundert strategisch wichtigen Ort richteten erheblichen Schaden an. Zwischen 1579 und 1830 wurde die Festung 22 Mal belagert. Mehrfach wurde das zunächst zu den spanischen Niederlanden und ab 1714 zu den österreichischen Niederlanden gehörende Menen französisch besetzt. Die unter der Bezeichnung Barrieretraktat bekannten Verträge sicherten der Republik der Sieben Vereinigten Provinzen im 18. Jahrhundert ein Besatzungsrecht zu, das 1782 endete. Ab 1817 wurden die Festungsanlagen vom Vereinigten Königreich der Niederlande erneuert. Die endgültige Schleifung erfolgte 1853. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung durch Grenzarbeiter stark an, die vom nordfranzösischen Industriegebiet angezogen wurden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Architektonisch bemerkenswert ist das klassizistische Rathaus (stadhuis) aus dem Jahr 1782 mit dem historischen Glockenturm (belfort). Im Haus des ehemaligen Militärgouverneurs aus dem Jahr 1684 befindet sich das Sint-Aloysiuscollege. Ab 1454 wurde die Sint-Vedastuskerk errichtet, die 1801 einstürzte und ab 1806 durch einen neoklassizistischen Bau ersetzt wurde. Teile des Sint-Jorishospitaals gehen auf das 17. Jahrhundert zurück. Zu nennen ist noch die klassizistische Sint-Franciskuskerk.

Am nordöstlichen Stadtrand liegt der Deutsche Soldatenfriedhof Menen. Hier ruhen 47.864 Gefallene des Ersten Weltkrieges.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Menen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Bilder[Bearbeiten]