Meng Haoran

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Meng Haoran

Meng Haoran (chinesisch 孟浩然Pinyin Mèng Hàorán) (* 689 oder 691; † 740) war ein chinesischer Dichter der Tang-Dynastie, der oft gemeinsam mit dem Dichter Wang Wei genannt wird, mit dem er befreundet war. Transliteration auch: Meng Hao-jan

Er wurde in einer Landeigentümerfamilie in Xiangyang in der Provinz Hubei geboren und verbrachte während seines Lebens viel Zeit auf dem Familiensitz, dem er sehr verbunden war. Viele seiner Gedichte handeln von den Landschaften, Legenden und der Geschichte dieser Gegend.

Meng gilt als einer der ersten vollgültigen Vertreter des Stils der Tang-Blütezeit. Neben Gedichten im Alten Stil (Gushi) schrieb er auch Gedichte im Neueren Stil (Jintishi). Die Dichtung Meng Haorans war unter den Beamten der Hauptstadt beliebt und 15 seiner insgesamt 218 Gedichte wurden in die Dreihundert Tang-Gedichte aufgenommen. Außer den 218 Gedichten sind einige Strophen verstreut überliefert.

Eines der bekanntesten Gedichte ist der fünfsilbige Vierzeiler Chun Xiao 春曉 (Erwachen im Frühling).[1]

Mengs politische Laufbahn war erfolglos. Er bestand das Jinshi-Examen erst mit 39 Jahren und erhielt seinen einzigen Beamtenposten drei Jahre vor seinem Tod, gab ihn jedoch schon nach einem Jahr wieder auf.

Werkausgaben[Bearbeiten]

  • The Mountain Poems of Meng Hao-jan. transl. by David Hinton. Archipelagos Books, New York 2004, ISBN 0-9728692-3-9

Literatur[Bearbeiten]

  • Paul W. Kroll: Meng Hao-jan. Twayne, Boston 1981, ISBN 0-8057-6470-4
  • Yan Zhao, Dieter Ziethen: Leise hör’ ich Blüten fallen – Gedichte aus der chinesischen Klassik. Hefei Huang Verlag, Gröbenzell 2009, ISBN 978-3-940497-24-6
  • Helwig Schmidt-Glintzer: Geschichte der chinesischen Literatur. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Beck, München 1999, ISBN 978-3-406-45337-3

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 春晓 in der chinesischsprachigen Wikisource