Mengerschied

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Mengerschied
Mengerschied
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Mengerschied hervorgehoben
49.9141666666677.5113888888889330Koordinaten: 49° 55′ N, 7° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Simmern/Hunsrück
Höhe: 330 m ü. NHN
Fläche: 9,53 km²
Einwohner: 748 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55490
Vorwahl: 06765
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 092
Adresse der Verbandsverwaltung: Brühlstraße 2
55469 Simmern/Hunsrück
Webpräsenz: www.mengerschied.de
Ortsbürgermeister: Roland Wickert
Lage der Ortsgemeinde Mengerschied im Rhein-Hunsrück-Kreis
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Über dieses Bild
Gemeindehaus im Dorfzentrum
Kirche im Dorfzentrum

Mengerschied ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Simmern/Hunsrück an.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt am Fuße des Soonwaldes inmitten der Mittelgebirgslandschaft des Hunsrücks im Tal des Lametbachs. Im Ort vereinigen sich der Lamet- und der Brühlbach und fließen in Richtung des Kellenbachtales, das die Fortsetzung des Simmerbachtales ist. Der aus nur wenigen Häusern bestehender Ortsteil Layenkaul liegt nordöstlich des Dorfes am Brühlbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Mengerschied ist einer der älteren Orte im Rhein-Hunsrück-Kreis. In einer Urkunde um 1080 erscheint der Ortsname als „Mengezerodt“. Der Name wandelte sich im 15. und 16. Jahrhundert über „Mengersroit“, „Mengersrade“ (1502), „Mengerschitt“ (1584) zu „Mengerschied“ (1785).

Mengerschied gehörte zum Oberamt und Herzogtum Pfalz-Simmern und kam 1673 zur Kurpfalz. Mit der Besetzung des linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch, 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Eine Brandkatastrophe 1841, die 28 Gebäude vernichtete und nachfolgende Hungerjahre ließen mehr als 50 Personen nach Brasilien, USA, England und Südafrika auswandern. Im Zweiten Weltkrieg entstanden im Ort große Schäden durch Artilleriebeschuss. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Mengerschied besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[2]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Gewerbe und Landwirtschaft[Bearbeiten]

Zahlreiche Handwerke, Landwirtschaft, Waldwirtschaft und Schieferabbau waren lange Zeit die Haupterwerbsquellen der Bevölkerung. Die etwa 450 ha umfassende Feldmark wird statt von etwa 70 Kleinlandwirten im Jahre 1950 heute nur noch von 3 Haupterwerbslandwirten bestellt. Der größte Teil der Arbeitnehmer ist im Dienstleistungssektor beschäftigt. Im Ort sind nur noch einige wenige Handwerksbetriebe wie Bäcker, Schreiner oder Maler ansässig.

Freizeit[Bearbeiten]

Der Ort ist gut an das Hunsrücker Radwegenetz Schinderhannes-Soonwald-Radweg von Simmern nach Gemünden angeschlossen. Wanderer können die Traumschleife "Soonwald" und diverse Wanderziele im Soonwald (z. b. Wildburg, Alteburg und Koppenstein) erwandern. Der direkt an den Ort angrenzende Soonwald bietet viele Naturerlebnisse. Ein Wanderziel ist das obere Lametbach-Tal mit kleinen Wasserfällen und nahe bei der Felsformation Alte Kuh. Über dieses Felsgebilde rankt sich eine alte Sage: Danach dreht sich die "Alte Kuh" einmal um sich selbst, wenn sie das Mittagsläuten der Mengerschieder Kirche um 11 Uhr hören kann.[3]

Verschiedenes[Bearbeiten]

Das „Soonwald Schlößchen“ der Soonwald Schlößchen Bildungsstätte GmbH am Rand der Gemeinde Mengerschied ist Schauplatz der im April und Mai 2006 gedrehten und im Januar 2007 in der ARD erstmals ausgestrahlten Fernsehserie Die Bräuteschule 1958, in der 10 Hauswirtschaftsschülerinnen im Rahmen einer Zeitreise (Living History-Kategorie) 6 Wochen lang unter nachgestellten Bedingungen der 1950er-Jahre lebten.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Ravengiersburg, Maitzborn und Kirchberg Sargenroth Tiefenbach
Womrath und Dickenschied Windrose klein.svg der Soonwald
Gemünden und Gehlweiler Schwarzerden der Soonwald


Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  3. Sehenswürdigkeiten, abgerufen am 10. Januar 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mengerschied – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien