Mengjiang

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Dieser Artikel behandelt den ehemaligen japanischen Marionettenstaat in Nordchina. Für die Großgemeinde Mengjiang (蒙江镇) im Kreis Teng der Stadt Wuzhou im Autonomen Gebiet Guangxi der Zhuang, siehe Mengjiang (Teng).
蒙疆

Měngjiāng

Flag of the Mengjiang.svg
Amtssprache Japanisch, Mongolisch, Chinesisch
Hauptstadt Kalgan
Staatsoberhaupt, zugleich Regierungschef Demchugdongrub
Mengjiang map 1939.svg

Mengjiang (chinesisch 蒙疆Pinyin Měngjiāng, W.-G. Meng-chiang) war ein japanischer Marionettenstaat in Nordchina. Er wurde am 18. Februar 1936 im Osten der Inneren Mongolei gegründet, im Wesentlichen aus den Provinzen Chahar und Suiyuan. Die Autonomie des Landes war rein theoretischer Natur, da die tatsächliche politische Machtausübung in den Händen der japanischen Besatzer blieb. Das Staatsoberhaupt unter Japans Gnaden war der mongolische Prinz Demchugdongrub. Die Hauptstadt war Kalgan (Zhangjiakou).

Ab 1941 galt Mengjiang formal als autonomes Gebiet unter der Nanjing-Regierung.

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, nach der sowjetischen Operation Auguststurm hörte der Staat auf zu bestehen. Nachdem das Gebiet durch die Rote Armee gemeinsam mit der Mongolischen Revolutionären Volksarmee besetzt wurde, gab die Sowjetunion es 1946 gemäß den alliierten Kriegszielen (Kairoer Erklärung) der Anti-Hitler-Koalition an die Republik China zurück. Das Territorium gehört seit 1949 zur Volksrepublik China.

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