Menschen vom Varieté

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Filmdaten
Originaltitel Menschen vom Varieté
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Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1939
Länge 86 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Josef von Báky
Drehbuch Erich Willke, Thea von Harbou
Produktion Hunnia-Pictura-Film GmbH, Budapest - Berlin
Musik Georg Haentzschel
Kamera Stefan Eiben
Schnitt Wolfgang Becker
Besetzung

Menschen vom Varieté ist ein Film des Regisseurs Josef von Báky, der im Artisten- und Varieté-Künstlermilieu spielt, gedreht im Jahr 1938 und 1939 in Budapest (Ungarn) und Berlin (Deutschland). Das Drehbuch schrieben Erich Willke und Thea von Harbou.

Der Film ist eine Produktion der Hunnia-Pictura-Film GmbH, unter der Produktionsleitung von Heinz Landsmann.

Handlung[Bearbeiten]

Der Artist Keats hat seine Frau Silvia Castellani an den Kunstschützen Jack Carey verloren. Zwar hat Carey Silvia Castellani nicht geheiratet, aber sie ist seit Jahren seine Partnerin. Der Zufall führt nun Keats, Silvia und Carey für ein Engagement im Coloseum-Varieté zusammen. Carey ist Silvias in jeder Hinsicht überdrüssig geworden und sucht nach einem Ersatz. Silvia spürt dies und zwischen beiden kommt es zu immer heftigeren Szenen. Drei Schwestern, die ebenfalls im Coloseum-Varieté auftreten, Alice, Gloria und die junge Ruby, werden Zeugen dieser Auseinandersetzungen. Gloria, die Carey als Künstler schon lange verehrt, bewirbt sich um die neue Assistentinnenrolle. Sie soll die Stelle nur dann erhalten, wenn ihre Schwestern zustimmen. Diese verbieten Gloria die Stelle anzunehmen: Sie fürchten um ihren Ruf, da Carey als Schürzenjäger gilt. Am nächsten Abend kommt es zu einem Unfall auf der Bühne. Bei der neuen Nummer wird Silvia Castellani von Carey angeschossen. Unter dem Verdacht, Silvia Castellani beseitigen zu wollen, beschuldigt sich Gloria selbst, die Tat begangen zu haben. Als Silvia Castellani aus ihrer Ohnmacht erwacht, bestätigt sie, dass sie selbst die Waffe von Carey scharf geladen hat, um sich von ihm erschießen zu lassen. Ein Leben ohne ihn glaubte sie nicht mehr ertragen zu können. Schließlich trennt sie sich von Carey und kehrt reumütig zu ihrem Mann Keats zurück.

Anmerkungen[Bearbeiten]

Hans Moser spielt in diesem Film eine seiner typischen Rollen als leicht verwirrter, dem Wein nicht abgeneigter, ständig auf der Flucht vor seiner ihn zur Arbeit antreibenden Frau befindlicher Theater-Inspizient.

Kritik[Bearbeiten]

La Jana wirkte vor allem durch die Geschmeidigkeit ihrer tänzerischen Bewegung". [1]

Bedeutung[Bearbeiten]

Menschen vom Varieté ist wie der Film Truxa als reiner Unterhaltungsfilm angelegt. Ebenso wie Truxa spielt die Handlung ausschließlich in der schillernden und bunten Welt der Artisten und Künstler. Das Publikum sollte von den dramatischen und klischeehaften Handlungen und Personen unterhalten werden. Der Film warnt vor der Freiheit der Frau, ihre Lebenspartner selbst zu wählen. Beide Frauen, die dies im Film tun, leiden sehr unter ihrem Entschluss (La Jana und Christl Mardayn). Während sich Silvia Castellani (La Jana) nach dem Ende ihrer Beziehung zu Jack Carey (Attila Hörbiger) von ihm aus Liebeskummer erschießen lassen will, gesteht Alice McLean Christl Mardayn Jack Carey am Ende des Films, dass ihre vermeintliche Schwester Gloria ihr gemeinsames Kind aus einer früheren Affäre ist, das sie bis dahin im Glauben erzog ihre Schwester zu sein. Beide Frauen bereuen zum Ende des Films ihre Taten. Damit ist der Film typisch für die deutsche Kinoproduktionen der Jahre kurz vor dem Zweiten Weltkrieg.

Literatur[Bearbeiten]

  • Christa Bandmann:Es leuchten die Sterne. Aus der Glanzzeit des deutschen Films, Heyne Verlag (Dez. 1984), ISBN 3-45301-128-7
  • Heinz Hohwiller, In Memoriam: La Jana – es leuchten die Sterne, aus: Retro Nr. 14, 14. März 1982, S. 23 - 30

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vergl. Artikel: Heinz Hohwiller, In Memoriam: La Jana - es leuchten die Sterne, aus: Retro Nr. 14, 14. März 1982, S. 23 - 30


Weblinks[Bearbeiten]