Menstruationsbeschwerden

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Klassifikation nach ICD-10
N94 Schmerzen und andere Beschwerden, die an den weiblichen Organen und mit dem Menstruationszyklus auftreten.
N94.4 Primäre Dysmenorrhoe
N94.5 Sekundäre Dysmenorrhoe
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Menstruationsbeschwerden bezeichnen das Auftreten verschiedener Symptome, die vor und während der Menstruation auftreten können. Die verbreitetsten sind das prämenstruelle Syndrom (PMS) und die Regelschmerzen (Dysmenorrhoe). Man unterscheidet zwischen primärer und sekundärer Dysmenorrhoe. Menstruationsbeschwerden sind wichtige Hinweise in der gynäkologischen Diagnostik.[1]

Beschreibung[Bearbeiten]

Untersuchungen an der Universitäts-Frauenklinik Ende der fünfziger Jahre ergaben, dass etwa 25-35 % der untersuchten jungen Frauen unter Menstruationsbeschwerden litten.[2]

Primäre Dismenorrhoe[Bearbeiten]

Primäre Regelschmerzen setzen im Normalfall kurz nach der Menarche ein und dauern bei betroffenen Frauen meist bis zur Menopause. Auslöser für Regelschmerzen sind Prostaglandine, körpereigene Schmerzbotenstoffe, die ein Zusammenziehen der Muskulatur der Gebärmutter bei der Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut hervorrufen. Durch diese Muskelkontraktion kommt es zu einer schwächeren Durchblutung der Gebärmutter, was den Schmerz auslöst. Seelische Belastung und Stress können die Symptome verstärken.[3].[4]

Im Falle der primären Dysmenorrhoe ist die Menstruation selbst der Schmerzauslöser. Vor allem junge oder sehr schlanke Frauen leiden vor allem in den ersten Jahren ihrer Regelblutung unter krampfartigen Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen und Unwohlsein. Letzteres kann von Völlegefühl und Übelkeit bis zu Erbrechen und Durchfall reichen. Einige Frauen sind davon so stark betroffen, dass ihnen von den behandelnden Ärzten eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt wird.

Sekundäre Dismenorrhoe[Bearbeiten]

Der sekundäre Regelschmerz wird ausgelöst durch organische Veränderungen oder Erkrankungen. Sekundäre Dismenorrhoe kann infolge des Gebrauchs mechanischer Verhütungsmittel (etwa Intrauterinpessar oder Diaphragma) auftreten, aber auch die Folge gynäkologischer Erkrankungen wie Myome, Zysten, Endometriose etc. sein.

Behandlung[Bearbeiten]

Zur Behandlung von Menstruationsbeschwerden können verschiedene therapeutische Mittel gewählt werden. Bei starken Regelschmerzen sollten organische Erkrankungen durch einen Gynäkologen ausgeschlossen werden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Serban-Dan Costa: Die Gynäkologie, Springer, 2006, S. 304, ISBN 3540256644, hier online
  2. P. A. König, Statistischer Beitrag zum Dysmenorrhoe-Problem, 1959 [1]
  3. W. Dick Die psychische Form der Dysmenorrhoe und deren hypnotische Behandlung, 1924 [2]
  4. Pierre E. Frevert, Psychosomatische Aspekte der Gynäkologie und Geburtshilfe, 2009 [3] (PDF; 173 kB)
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