Mentor – Die Leselernhelfer

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Otto Stender, Mitbegründer und Präsident des Bundesverbandes

Mentor – Die Leselernhelfer Bundesverband e. V. ist eine deutsche gemeinnützige Initiative mit Sitz in Hannover, die sich der Förderung von Heranwachsenden im Bereich Spracherwerb Deutsch widmet. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Ausbildung der Lesefähigkeiten vor allem bei Grund- und Hauptschülern.

Geschichte[Bearbeiten]

Für ihre Idee „Hannovers Antwort auf Pisa“ fanden das Ehepaar Otto und Johanna Stender, beide Buchhändler, im Freundeskreis breite Unterstützung und gründeten 2003 den Bundesverband Mentor – Die Leselernhelfer.[1] Nach ersten Zeitungsberichten meldeten sich über 100 interessierte Freiwillige; noch im gleichen Jahr wurden fast 200 Schulen in Hannover betreut. Die Initiative wurde zum Erfolgsmodell und erhielt nur ein Jahr später durch den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder den startsocial-Bundespreis.

Mitbegründer Otto Stender und seine erste Schülerin wurden im April 2009 von Prince Charles nach Berlin eingeladen, um dem Kronprinzen die Idee des Mentor-Projektes persönlich vorzustellen.[2]

Die Mentoren arbeiten nach dem 1:1-Prinzip, ein Mentor betreut ausschließlich ein Kind über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten. 7500 Schüler wurden 2011 von rund 6000 Mentoren begleitet, die wiederum in 40 Regionalgruppen organisiert sind.

Aufgaben[Bearbeiten]

Der Verband versteht sich als politisch unabhängige Anlaufstelle für Leseinitiativen in Deutschland, die sich der individuellen Förderung von Kindern und Jugendlichen im Bereich Lese- und Sprachkompetenz verschrieben haben. Der Bundesverband fühlt sich dem Wachstum der Idee Mentor – Die Leselernhelfer verpflichtet und möchte darüber hinaus Qualitätsstandards für die Begleitung der betreuten Kinder und Jugendlichen entwickeln und sichern.

Er dient als Organisations- und Informationsplattform, als Diskussions- und Schulungsforum für seine Mitglieder und vertritt darüber hinaus deren Interessen gegenüber Politik und Wirtschaft. Mitglieder sind eingetragene Vereine sowie weitere juristische Personen, die den Status der Gemeinnützigkeit nachweisen können. Einmal jährlich entscheidet die Mitgliederversammlung über die weitere Entwicklung der Bewegung.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Historie auf mentor-leselernhelfer-heidelberg.de
  2. Jan Sedelies: Briten entdecken “Mentor”-Projekt, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 23. April 2009