Mequinenza

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Gemeinde Mequinenzaa
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Mequinenzaa
Mequinenza (Spanien)
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Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Aragonien
Provinz: Saragossa
Comarca: Bajo Cinca
Koordinaten 41° 22′ N, 0° 18′ O41.3666666666670.375Koordinaten: 41° 22′ N, 0° 18′ O
Höhe: 75 msnm
Fläche: 307,45 km²
Einwohner: 2.436 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 7,92 Einw./km²
Postleitzahl: 50170
Gemeindenummer (INE): 50165 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Magdalena Godia Ibarz (PSOE)
Webpräsenz der Gemeinde
Mequinenza
Der Ebro bei Mequinenza

Mequinenza (katalanisch: Mequinensa) ist eine Gemeinde in der Comarca Bajo Cinca. Sie gehört als einzige Gemeinde dieser Comarca nicht zur Provinz Huesca, sondern zur Provinz Saragossa. Die im äußersten Osten der Provinz am Zusammenfluss der Flüsse Ebro und Segre gelegene Gemeinde hatte am 1. Januar 2013 2436 Einwohner.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Gemeindegebiet finden sich mehrere archäologische Stätten. In der Römerzeit stand hier das alte Octogesa, das beim Niedergang des römischen Reichs von den Goten erobert wurde, gegen 714 aber an den Berberstamm der Miknasa kam, von dem sich der Ortsname ableitet. In der Berberzeit wurde auch die Burg errichtet. In der Reconquista fand ein erster, aber auf Dauer nicht erfolgreicher Eroberungsversuch durch König Alfonso el Batallador im Jahr 1133 statt. 1149 kam Mequinenza endgültig an Aragonien. Im Mittelalter stand der Ort unter der Herrschaft der Montcada, die eine neue Burg auf der Höhe errichten ließen. 1348 wurde Mequinenza von der Pest heimgesucht. In der Zeit Napoleons eroberte General Louis Gabriel Suchet 1810 den Ort, der auf dem Arc de Triomphe in Paris genannt wird. Im Spanischen Bürgerkrieg kam es in der zweiten Jahreshälfte 1938 zu Kämpfen während der Schlacht am Ebro, bei denen die Brücke zerstört wurde. 1957 kam Mequinenza vom Bistum Lleida zum Bistum Saragossa. Seit 1957 wurde der Stausee Embalse de Mequinenza errichtet und beim Bau der Staumauer wurde der alte Ort ("Poble Vell") abgebrochen. Der neue Ort wurde auf regelmäßigem Grundriss am rechten Ufer des Segre errichtet.

Sprache[Bearbeiten]

Die in der Franja de Aragón gelegene Gemeinde ist zweisprachig. Die ursprüngliche Sprache ist das Katalanische.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Wirtschaft Mequinenzas beruht auf Gewerbe, niedergehendem Bergbau (Braunkohle), Textilindustrie; Viehzucht (Schweine und Geflügel), Mandel-, Oliven-, Obst- (Kirschen und Pfirsiche) und Getreideanbau sowie Tourismus (Sportfischerei; Wassersport in der Embalse de Mequinenza und der Pantà de Riba-roja).

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Aus Mequinenza stammen der Schriftsteller Jesús Moncada, der Fußballtrainer Raul Agné, der Historiker Edmon Vallés, die Maler Miguel Ibarz und Santiago Estruga sowie der Komponist José Soler Casabón.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung seit 1842
1842 1877 1887 1897 1900 1910 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1981 1991 2001 2008
1370 2587 2587 2678 2842 3427 4228 3296 3566 3754 5784 3026 2663 2757 2486 2500

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Castillo de Mequinenza

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mequinenza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien