Mercedes-Benz Baureihe 203

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Mercedes-Benz
Mercedes-Benz C-Klasse Limousine (2000–2004)

Mercedes-Benz C-Klasse Limousine (2000–2004)

Baureihe 203
Verkaufsbezeichnung: C-Klasse
Produktionszeitraum: 03/2000–10/2007
Klasse: Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine, Kombi, Kombicoupé
Motoren: Ottomotoren:
1,8–5,4 Liter
(95–270 kW)
Dieselmotoren:
2,2–3,0 Liter
(75–170 kW)
Länge: 4343–4621 mm
Breite: 1728 mm
Höhe: 1401–1466 mm
Radstand: 2715 mm
Leergewicht: 1465–1705 kg
Vorgängermodell: Mercedes-Benz Baureihe 202
Nachfolgemodell: Mercedes-Benz Baureihe 204
Sterne im Euro-NCAP-Crashtest (2001)[1] Crashtest-Stern 4.svg

Die Mercedes-Benz Baureihe 203 wurde als C-Klasse verkauft, die im März 2000 bei Mercedes-Benz die Modellreihe 202 ablöste.

Zunächst kam nur die Limousine auf den Markt, der ab Januar 2001 das T-Modell folgte. Schon vor dem Kombi kam im Oktober 2000 ein kompakteres, optisch stark verändertes Sportcoupé (CL 203) heraus.

Ab 2002 wurde auch der Allradantrieb 4MATIC eingebaut, der jedoch nicht mit der Siebenstufen-Automatik 7G-Tronic kombiniert werden konnte.

Mit den Linien Classic, Elegance und Avantgarde waren drei Design- und Ausstattungen wählbar, welche mit weiteren Extras ergänzt werden konnten. Ab März 2005 kamen auch die Sondermodelle Sport Edition und Sport Edition+ hinzu.

Nach vier Jahren fand im April 2004 eine Modellpflege (Akronym: „MoPf“) statt.

Produziert wurde der S 203 (T-Modell) im DaimlerChrysler-Werk Bremen, während der W 203 (Limousine) bis zum 14. Dezember 2006 in den Werken Bremen, Sindelfingen sowie als Rechts- und Linkslenkerversion im Werk East London (Südafrika) hergestellt wurde. Das Sportcoupé (CL 203) wurde im Werk Sindelfingen produziert, wobei die Fertigung ab Frühjahr 2007 ins brasilianische Werk in Juiz de Fora verlagert wurde.

Vor allem die frühen Produktionsjahre sind von Korrosion an den Türen, Radläufen, Motorhaube und Kofferraum betroffen. Eine Nachbesserung wurde vom Hersteller mitunter durchgeführt.

2006 lief der zweimillionste 203er vom Band. Somit ist diese C-Klasse das meistgebaute Mercedes-Modell auf den Produktionszeitraum hin bezogen.

Der Nachfolger Baureihe 204 wurde im März 2007 als Limousine auf dem Genfer Automobilsalon vorgestellt. Der Verkauf des auf der IAA präsentierten T-Modells begann am 1. Dezember 2007.

Karosserievarianten[Bearbeiten]

Limousine (W 203)[Bearbeiten]

Bei dem W 203 handelt es sich um die Stufenhecklimousine der C-Klasse. Sie war mit Motoren erhältlich, die ein Leistungsspektrum von 75 bis 270 kW (102–367 PS) umfasste. Das Kofferraumvolumen betrug nach VDA-Norm 455 l. Die Limousine ist mit einem cw-Wert von 0,26 besonders strömungsgünstig.

T-Modell (S 203)[Bearbeiten]

Der Kombi der C-Klasse besitzt dieselben Motoren wie die Limousine. Kofferraumvolumen nach VDA-Norm: 470/1354 l.

Sportcoupé (CL 203)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Mercedes-Benz CL 203

Das dreitürige Sportcoupé besitzt einen Spoiler aus transparentem Kunststoff, der in die weit öffnende Heckklappe integriert ist. Der Kofferraum fasste nach VDA-Norm 310 l.

Bei den Motoren gibt es eine im Vergleich zu Limousine und Kombi eine leicht eingeschränkte Auswahl: Angeboten wurden Benzinmotoren mit 90 kW (im C 160 Kompressor) bis 200 kW (C 350), sowie eine AMG-Version C 32 mit 260 kW. Des Weiteren vier Dieselvarianten: den 200 CDI mit 90 kW bis 220 CDI mit 110 kW, sowie eine AMG-Version C 30 CDI mit 170 kW.

Wie die Limousine und der Kombi wurde das Sportcoupé im April 2004 geringfügig modifiziert.

CLC[Bearbeiten]

Durch die umfassende Überarbeitung verbundene optische Anpassung an die Baureihe 204 erhielt das C Sportcoupé im Frühjahr 2008 eine eigene Klassenbezeichnung: die CLC-Klasse. Technisch basierte der in Brasilien gebaute CLC noch auf dem CL 203, das Frontdesign ist jedoch von der neuen C-Klasse Baureihe 204 abgeleitet.

Angeboten wurde das neue Coupé mit den Motoren des Vorgängers, bis auf den CLC 200 Kompressor. Es waren vier Benziner von 105 kW im CLC 180 Kompressor bis zum CLC 350 mit 200 kW erhältlich, dazu kamen zwei Dieselvarianten im CLC 200 CDI mit 90 kW und im CLC 220 CDI mit 110 kW. Die Motoren wurden im Detail optimiert und der Verbrauch um bis zu elf Prozent gesenkt.

Im Innenraum gab es einige neue Details wie die stärker konturierten Sportsitze, großzügig drapierte Zierteile aus gebürstetem Aluminium und ein neues Sportlenkrad. Des Weiteren gab es eine neue Generation von Infotainmentsystemen. Für die Navigationsinformationen gab es einen großen Farbmonitor sowie ein DVD- oder Festplattenlaufwerk, und für iPod, USB-Stick oder SD-Karte eine neue Schnittstelle, mit der externe Musikplayer angedockt werden konnten.

Mitte 2011 wurde der CLC durch das Coupé des Nachfolger (C 204) abgelöst.

Änderungen durch die Modellpflege[Bearbeiten]

  • Fahrwerk und Getriebe sportlicher abgestimmt und jetzt Direct Control genannt.
  • Interieur mit neuem Cockpit-Design (u.a. weiß beleuchtete Rundinstrumente, Chromzierteile, Sitzdesign), umgestalteten Bedienelementen und der serienmäßigen Klimaautomatik Thermatic.
  • Kratzfesterer Lack auf Nano-Technologie-Basis und Scheinwerfer in Klarglasoptik als Serienausstattung.
  • Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Abbiegelicht, Lenkrad-Schalttasten für das Automatikgetriebe und neue Audio-/Navigationssysteme als Sonderausstattung.
  • Umgestaltete Frontpartie (Stoßfänger, 3-Lamellen-Kühlermaske und Scheinwerfer)
  • Rückleuchten in Brillantoptik, die Rückleuchten des Sportcoupes sind zusätzlich mit weißen Streifen versehen
  • Neue Seitenblinker in Klarglasoptik.
  • Neues Sportlenkrad mit Knöpfen in Aluminiumoptik.
  • Auf 1505 Millimeter verbreiterte Spur (vorher 1493).
  • Optionales 320-Watt-Soundsystem mit Surround-Klang (harman/kardon logic7) und die Sprachbedienung Linguatronic.
  • Serienmäßig 16-Zoll-Felgen und Bereifung im Format 205/55 R 16, neue Felgendesigns und Radkappen für Classic.
  • Ausstattungslinie Classic und Elegance erhalten die Seitenschwellerverkleidung und den Heckstoßfänger des Avantgarde-Modells.
  • Elegance- und Avantgarde-Ausstattung nun mit Chrombordkantenzierstab.
  • Avantgarde jetzt mit neuem Aluminium oder auf Wunsch mit dem anthrazitfarbenem Edelholz Vogelaugenahorn wählbar. Die Sitze sind aus einer Kombination aus Stoff (Sitzfläche) und der Ledernachbildung Artico (Sitzseitenwangen) bezogen.
  • Neue Lager an Vorder- und Hinterachse, welche ohne Komforteinbußen ein agileres Kurvenverhalten ermöglichen, ein verstärkter Stabilisator an der Hinterachse.
  • Motoren: C 230 Kompressor aus Sportcoupé und 110 kW (150 PS) statt bisher 105 kW (143 PS) für den C 220 CDI.
  • Additivfreies Partikelfiltersystem für die Dieselmodelle C 200 CDI, C 220 CDI und C 320 CDI erfüllen die ab 2005 gültige Abgasnorm Euro 4 und PM5. Für die Limousine und Sportcoupe war das additivfreie Partikelfiltersystem schon ab Mitte 2003 mit Einführung des OM646 verfügbar.
  • C 55 AMG: Achtzylinder mit 270 kW (367 PS) und 510 Newtonmeter löst den C 32 AMG ab. Als Option konnte der C 55 AMG auch mit einem 400-PS-Leistungskit ausgestattet und die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 280 km/h angehoben werden.
  • Ab 2005 zwei neue Sonderausstattungspakete: Sport Edition und Sport Edition+ (Sport Edition+ zusätzlich mit AMG-Frontschürze und -Seitenschwellern).
  • Ab 2005 neue Sechszylinder-Motorengeneration (C 230, C 280, C 350, C 320 CDI), wahlweise mit neuem 7-Gang-Automatikgetriebe. Der C 280 und C 350 sind mit Allradantrieb 4MATIC lieferbar.
  • Ab 2006 gab es in der C-Klasse einen neuen verchromten Designschlüssel, zudem gibt es jetzt Aluminiumschaltpaddel anstelle Schaltwippen.
  • Ab Oktober 2006 war eine Mobiltelefonvorrüstung (Code 386) erhältlich, die über das SIM Access Profile verfügt.

Technische Daten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mercedes-Benz Baureihe 203 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ergebnisse des Mercedes-Benz C-Klasse beim Euro-NCAP-Crashtest 2001. In: euroncap.com. Abgerufen am 17. April 2014.
  2. Liste der nicht E10-geeigneten Mercedes-Benz-PKW-Modelle