Mercurius

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
In diesem Artikel zur römischen Mythologie fehlen folgende wichtige Informationen:
  • Belegstellen für Quelle(n) des Mythos

Lösche den betreffenden Listenpunkt, wenn er erledigt ist. Erläuterungen zu den einzelnen Punkten siehe hier.
Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst, aber kopiere bitte keine fremden Texte in diesen Artikel.

Dieser Artikel behandelt den römischen Gott, zu anderen Bedeutungen siehe Mercurius (Begriffsklärung).
Bronzefigur des Mercurius (1./2. Jhdt.)

Mercurius (eingedeutscht Merkur) war ein Gott in der römischen Religion. Sein Name geht auf das lateinische Wort merx, Ware, zurück. Er wurde mit dem griechischen Hermes gleichgesetzt. Dessen Herkunft und übrige Eigenschaften wurden auf ihn übertragen. Er gilt als der „Götterbote“, Gott der Händler und Diebe.

Gott der Händler[Bearbeiten]

In Rom wurde ihm als Beschützer des für diese Stadt so wichtigen Kornhandels ein öffentlicher Kultus eingerichtet. 495 v. Chr. weihten die Römer für ihn einen Tempel am Circus maximus (am Aventin) ein, gleichzeitig wurde eine Zunft der Kaufleute geschaffen, deren Mitglieder sich mercuriales nannten. Am Stiftungstag des Tempels und der Zunft, am 15. Mai, opferten die Kaufleute dem Gott und seiner Mutter Maia und besprengten aus einer ihm geweihten Quelle an der Porta Capena Haupt und Waren mit Wasser.

Merkmale[Bearbeiten]

Zu den Attributen von Merkur gehört der Hermesstab (Caduceus), ein geflügelter Helm, Flügelschuhe und häufig ein Geldbeutel, den er in der rechten Hand hält.

Verehrung in den römischen Provinzen[Bearbeiten]

Im römischen Reich während der Kaiserzeit wurde Mercurius mit dem Handel nach Westen und Norden verbreitet. In den keltischen und germanischen Provinzen war schließlich die Verehrung von Merkur stärker noch als in Rom selbst. Darauf weisen hunderte von Funden hin, bei denen es sich zumeist um Inschriften auf Weihesteinen aus Bronze handelt. Die Darstellung auf diesen Steinen, die in den germanischen Rheinprovinzen gefunden wurden, ist von der Form und dem Ausdruck her römisch, aber die Namenskomposite sind germanischer Herkunft verbunden mit dem Stiftungszweck und einer bestimmten Personengruppe, seien es einzelne Stämme oder ein lokaler Bezug.

In den Provinzen begegnet er auch mit zahlreichen einheimischen Beinamen wie Mercurius Cissonius oder Mercurius Gebrinius.

Wochentag[Bearbeiten]

Nach Merkur wurde der vierte (heute dritte) Wochentag Mittwoch mit Mercurii dies benannt. Dies hat sich in einigen romanischen Sprachen (italienisch mercoledì; französisch: mercredi; spanisch: miércoles) und im Albanischen als e mërkurë bis heute erhalten.

Nach Tacitus (Germania) setzten spätantike und frühmittelalterliche Chronisten den germanischen Gott Wodan/Odin mit Merkur gleich, was sich bei der Bezeichnung des Tages zum Beispiel als wednesday im Englischen und onsdag im Schwedischen bis heute nachvollziehen lässt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Merkur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien