Mercyful Fate
| Allgemeine Informationen | ||
| Genre(s) | Heavy Metal | |
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| Gründung | 1981 | |
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| King Diamond (Kim Bendix Petersen) | ||
| Hank Shermann | ||
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Gitarre
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Michael Denner | |
| Timi G. Hansen | ||
| Kim Ruzz | ||
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Schlagzeug
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Snowy Shaw (1993-1994) | |
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Schlagzeug
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Bob Lance (1994-?) | |
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Schlagzeug
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Darrin Anthony (?-1997) | |
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Schlagzeug
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John Lukas Herber (1997) | |
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Bass
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Sharlee D’Angelo (1993) | |
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Gitarre
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Mike Wead (1996) | |
Mercyful Fate ist eine Heavy-Metal-Band aus Dänemark, die einen starken Einfluss auf verschiedene in den 80er Jahren entwickelte Metal-Stile ausübte.
Gegründet wurde die Gruppe 1981 von Sänger Kim Bendix Petersen alias King Diamond, der als einer der ersten Metal-Musiker mit Corpsepaint auftrat, und Gitarrist Hank Shermann in Kopenhagen.
Musikalisch zeichnen sich Mercyful Fate durch Einflüsse aus dem Progressive Rock[1], dem epischen Hard Rock der 1970er Jahre[2] und dem traditionellen Heavy Metal, virtuose Gitarrenarbeit und häufige Tempowechsel aus. Charakteristisch ist die von normaler Stimmlage häufig in Falsett wechselnde Stimme von King Diamond. Ihr 1984 erschienenes Album Don’t Break the Oath gilt als eine der wichtigsten wegweisenden Heavy-Metal-Alben der 1980er Jahre.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Band-Geschichte
Mercyful Fate wurde im Jahre 1981 gegründet. Nach dem Ende von Hank Shermanns Punk-/Heavy-Metal-Band Brats wegen Problemen mit CBS und des Ausstiegs einiger Mitglieder wurde ihr Sänger King Diamond Mitglied der Band Danger Zone, in der Michael Denner spielte und die keinen geeigneten Sänger gefunden hatte; ihre Lieder Leave My Soul Alone und M.D.A. wurden 1992 von Mercyful Fate veröffentlicht.[1] Neben dem Danger-Zone-Gitarristen Denner und ihrem Bassisten Timi Hansen (Timi Grabber) wurde auch der Schlagzeuger Kim Ruzz Mitglied der neuen Band Mercyful Fate.
Es kam zu zwei Demoaufnahmen, die von der Szene gut aufgenommen wurden. Ende 1982 nahm die Band A Dangerous Meeting und Black Funeral für das englische Plattenlabel Ebony Records auf, beide wurden veröffentlicht. Es folgte ein Plattendeal mit dem holländischen Label Rave-On Records und eine im September aufgenommene EP, die sowohl unter dem Namen Mercyful Fate als auch als Nuns Have No Fun bekannt ist. Der Tonträger wurde in nur 3 Tagen aufgenommen und enthält vier Lieder, mit denen die Band „nach nur einem Jahr gemeinsamer semi-professioneller Demoaufnahmen für Furore“ sorgte[2]. Live setzte die Band Bühneneffekte wie die „explodierende Nonne“ am Ende von Auftritten oder das brennende Kreuz bei einem Auftritt in Amsterdam um 1983 ein. Bei einem Auftritt mit Girlschool hielt die Band auf der Bühne eine Schwarze Messe ab, für die sie das Blut ihres Managers Ole Bang nutzte; Girlschools Sängerin Kim McAuliffe erlitt bei ihrem Auftritt einen schweren Stromschlag, an dem sie beinahe gestorben wäre. Die Mitglieder von Mercyful Fate führen diesen Vorfall auf die Schwarze Messe zurück, die ihrer Meinung nach etwas angelockt haben soll.[1]
1983 wurde Melissa, die erste LP, aus der Black Funeral ausgekoppelt wurde, nach einem Wechsel zu Roadrunner Records veröffentlicht. Melissa ist der Name eines echten menschlichen Schädels, den King Diamond bei Bühnenauftritten bei sich trug und der bei einem Auftritt in Amsterdam gestohlen wurde. Gleichzeitig ist Melissa der Name einer fiktiven, durch einen Priester hingerichteten Hexe, die thematisch in mehreren Titeln von Mercyful Fate auftritt.
1984 veröffentlichte Mercyful Fate Don’t Break the Oath, trennte sich aber 1985 aufgrund von Differenzen zwischen Hank Shermann und King Diamond bezüglich der Fortführung der Band[3]. Letzterer startete daraufhin zusammen mit Michael Denner und Timi Hansen ein Soloprojekt unter eigenem Namen, während Shermann mit den Mitgliedern von Maxim die Hard-Rock-Band Fate ins Leben rief[3]. Kim Ruzz wurde Briefträger.
Diamond und seine Band widmeten sich nun fast ausschließlich dem immer erfolgreicheren Soloprojekt; unter dem Namen Mercyful Fate wurden 1987 die Kompilation The Beginning und 1992 die Best-Of Return of the Vampire veröffentlicht.
Die Gründung der Band Zoser Mez durch Michael Denner und Hank Shermann im Jahre 1991 führte letztlich zur Neugründung von Mercyful Fate; die Band spielte eine Demoaufnahme ein, die King Diamond an Mercyful Fate erinnerte und ihn dazu brachte, eine Wiedervereinigung vorzuschlagen. Zugleich stagnierte die Band Zoser Mez.[3] Für die Aufnahmen von In the Shadows wurde Morten Nielsen verpflichtet, neuer Schlagzeuger wurde Snowy Shaw. Nach der Tour zum Album verließ Timi die Band aus familiären Gründen und wurde durch Sharlee D’Angelo ersetzt. Die limitierte Live-EP The Bell Witch wurde veröffentlicht.
1994 erschien dann Time; zu den beiden Songs Nightmare Be Thy Name und Witches’ Dance wurden Videos gedreht. 1996 wurde Into The Unknown veröffentlicht, was gleichzeitig zu einem Soloalbum Diamonds entstanden war. 1997 stieg dann Michael Denner aus und bat Mike Wead, seinen Platz einzunehmen, auch wurde Drummer Darrin Anthony aufgrund eines Verkehrsunfalls durch John Lukas Hebert ersetzt. Auch wurden ’97 viele Sonderausgaben mit Bonustracks veröffentlicht.
1998 wurden die LP Dead Again und ein Video zu The Night veröffentlicht. 9, das 1999 erschien, ist das bis jetzt letzte Album der Formation Mercyful Fate. In diesem Jahr wurde auch das Logo geändert und der Sound tendierte wieder eher zu Don’t Break the Oath.
Nach weiteren zahlreichen Soloprojekten musste King Diamond 2005 erstmals seine US-Tour aus gesundheitlichen Gründen unterbrechen.
[Bearbeiten] Bedeutung
Die Band zählt zu den Vorreitern der späteren Black-Metal-Szene.[4][5] Musikalisch hatte die Band aufgrund ihrer Einflüsse und des Gesangs von King Diamond im Falsett wenig Gemeinsamkeiten mit dem späteren Black Metal und wurde seltener kopiert als andere Vorreiter, „obwohl ihr Einfluss auf das Genre gar nicht genug gewürdigt werden kann“[2]. Allerdings wird sie von einigen Bands aus dem Black-Metal-Umfeld wie auch von einigen Thrash- und Death-Metal-Bands als Inspiration genannt, darunter Grand Belial’s Key[6], Mortuary Drape[7][8] oder Tearstained[7][9][10][11][12] angegeben, wobei Mikael Bayusik von Tearstained sich auch an Diamonds Falsett orientiert[9].
Auch Miland „Mille“ Petrozza von Kreator zählt Mercyful Fate zu seinen frühen Einflüssen[13] ebenso Chuck Schuldiner von Death[14][15][16][17][18], der Mercyful Fate sogar zu den ursprünglichen Death-Metal-Bands zählt[18], und der ehemalige Morbid-Angel-Gitarrist Richard Brunelle[19]. Die ehemalige Thrash-Metal-Band Metallica veröffentlichte 1998 auf ihrem Album Garage Inc. ein Medley namens Mercyful Fate, das Passagen aus Satan’s Fall, Curse of the Pharaohs, A Corpse Without Soul, Into the Coven und Evil beinhaltet. Die Musik von Mercyful Fate inspirierte auch James Malone von Arsis, der nach dem Hören von Don’t Break the Oath von der Violine an die Gitarre wechselte und ähnliche Musik erschaffen wollte.[20]
[Bearbeiten] Diskografie
[Bearbeiten] Alben
- 1983: Melissa (Roadrunner Records, Megaforce Records, Music for Nations u. a.)
- 1984: Don’t Break the Oath (Roadrunner Records, Combat Records u. a.)
- 1993: In the Shadows (Metal Blade Records, SPV Recordings, Warner Music u. a.)
- 1994: Time (Metal Blade Records u. a.)
- 1996: Into the Unknown (Metal Blade Records, SPV Recordings u. a.)
- 1998: Dead Again (Metal Blade Records, SPV Recordings u. a.)
- 1999: 9 (Metal Blade Records, SPV Recordings u. a.)
[Bearbeiten] Singles und EPs
- 1982: Mercyful Fate (EP, auch unter den Titeln Nuns Have No Fun oder A Corpse Without Soul[21] bekannt; Rave-On Records)
- 1983: Black Funeral (Single; Music for Nations)
- 1993: Egypt (Promo-Single; Metal Blade Records)
- 1994: The Bell Witch (Live-EP; Metal Blade Records u. a.)
- 2009: The Curse of Evil (Promo-EP; FM Records)
- 2009: Evil (Single; Massacre Records)
[Bearbeiten] Kompilationen
- 1987: The Beginning (Roadrunner Records)
- 1992: Return of the Vampire (Roadrunner Records, Far East Metal Syndicate, Metal Mind Records)
- 2003: The Best of Mercyful Fate (Roadrunner Records)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b c Götz Kühnemund: A History of Horror. In: Rock Hard, Nr. 282, November 2010, S.20-27.
- ↑ a b c Björn Thorsten Jaschinski: Seziertisch. In: Rock Hard, Nr. 282, November 2010, S.28.
- ↑ a b c INTERVIEWS.
- ↑ Michael Moynihan, Didrik Søderlind: Lords of Chaos. The Bloody Rise of the Satanic Metal Underground. Feral House 1998, ISBN 0-922915-48-2, S. 10.
- ↑ Michael Moynihan, Didrik Søderlind: Lords of Chaos. The Bloody Rise of the Satanic Metal Underground. Feral House 1998, ISBN 0-922915-48-2, S. 14ff.
- ↑ Grand Belial’s Key. In: Eternal Darkness, Nr. 7, 1994.
- ↑ a b BARBARIAN WRATH: RELEASES.
- ↑ Mortuary Drape.
- ↑ a b Cluedo: Interview with Mikael.
- ↑ Tearstained.
- ↑ Todd DePalma: Tearstained - Monumental in its Sorrow : Review.
- ↑ xDemoNx: Tearstained.
- ↑ Pyro: Interview of: Miland 'Mille' Petrozza - Kreator.
- ↑ Jim Raggi: Chuck Schuldiner: guitar player first.
- ↑ Metal Mania video show.
- ↑ Byron Nash: There's Not Life Without Death.
- ↑ Erik Westerveld: Burning Inside.
- ↑ a b The Chemistry Of Death.
- ↑ Jeff Kitts: Lost Boys.
- ↑ Chris Dick: GOODBYE IS FOREVER.
- ↑ Malcolm Dome: Being there.