Mereruka

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Mereruka in Hieroglyphen
mr D21
D21
w kA

Mereruka
(Mereru ka)
Mrr.wj k3.j
Mein Ka liebt mich [1]
Statue des Mereruka in seiner Mastaba

Mereruka (Mereru-ka, auch kurz nur Meri) war ein altägyptischer Wesir unter Pharao Teti (6. Dynastie), der heute vor allem wegen seiner monumentalen Mastaba bekannt ist. Er amtierte wahrscheinlich gegen Ende von Tetis Regierungszeit.

Familie[Bearbeiten]

Es ist nur wenig zu seiner Person überliefert. Seine Gemahlin war eine gewisse Watetchether/Seschseschet, bei der es sich um eine Tochter des Teti handelte. Die Mutter des Mereruka hieß Nedjetempet. Mehrere Kinder sind bekannt, darunter Meriteti, der ebenfalls das Amt des Wesirs erlangte.

Titel[Bearbeiten]

Mereruka trug zahlreiche wichtige Titel, darunter „Schatzhausvorsteher“, „Vorsteher der sechs großen Verwaltungsgebäude“ oder „Vorsteher aller Arbeiten des Königs“. Der letztere Titel mag andeuten, dass er ein Architekt beim Bau der Königspyramide war.

Grab[Bearbeiten]

Mereruka ist vor allem durch seine gewaltige Mastaba bekannt, die sich neben der Pyramide des Teti befindet. Hier sind auch seine Gemahlin Watetkhethor und sein Sohn Meriteti bestattet worden, die jeweils eigene Kulträume innerhalb der Mastaba hatten. Der etwa 23 × 41 m große Steinbau besteht aus 32 Räumen und ist damit die gemäß der Anzahl der Räume aufwändigste bekannte Mastaba in Ägypten.[2] Ein Großteil der Kammern sind mit Reliefs ausgeschmückt, die zwar als künstlerisch nicht ganz so wertvoll wie die Darstellungen in den nahe gelegenen Mastabas des Ti und des Ptahhotep gelten, dafür aber eine besonders große Vielfalt der dargestellten Szenen zeigen.[3] Das Bauwerk ist gut erhalten und eine der wichtigsten Touristenattraktionen in Sakkara.

Literatur[Bearbeiten]

  • Nigel Strudwick: The Administration of Egypt in the Old Kingdom, London 1985, S. 100–101 ISBN 0-7103-0107-3

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mastaba of Mereruka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hermann Ranke: Die altägyptischen Personennamen, Band 1, S. 162
  2. http://www.osirisnet.net/mastabas/mererouka/e_mereruka_01.htm, Abschnitt „Internal description”
  3. Emma Brunner-Traut: Ägypten. Kunst und Reiseführer mit Landeskunde, 6., verbesserte Auflage, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart u.a. 1988, S. 511.