Merguez

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gegrillte Merguez mit Harissa

Die Merguez (/'mɛʁɡəz/) ist eine scharf gewürzte Hackfleisch-Bratwurst aus der maghrebinischen Küche. Ursprünglich nur aus Lammfleisch besteht sie mittlerweile meist aus durchwachsenem Lamm- und Rindfleisch. Die Masse wird stark gewürzt, typische Gewürze sind Kreuzkümmel, Paprika, Knoblauch, Harissa und Pfeffer.[1]

Etymologie[Bearbeiten]

Das deutsche Wort ist aus gleichbedeutendem französisch merguez (französische Aussprache /mɛʁ'ɡɛz/) entlehnt. Das französische Wort ist wiederum eine Entlehnung aus arabisch ‏مرقاز‎, DMG mirqāz (Würstchen),[2] das im Französischen als merguez transkribiert wurde.[3] Der gleiche Stamm auch in berberisch ⴰⵎⴰⵔⴳⴰⵣ amargaz (Würstchen) und in mozarabisch mirkas oder merkas.[4]

Herkunft[Bearbeiten]

Die Wurst stammt aus Nordafrika.[5] Durch den Zuzug von Pieds-noirs aus Nordafrika in der Nachkriegszeit wurde sie in Frankreich populär. Von dort aus verbreitete sie sich im restlichen Europa als Bestandteil der maghrebinischen Küche oder auch eigenständig als Grillwurst (vor allem in Frankreich benachbarten Gebieten).

Zubereitung[Bearbeiten]

Die Merguez braucht auf dem Grill länger als andere Bratwürste, da sie am besten schmeckt, wenn sie dunkelrot und stark zusammengeschrumpft ist. Dabei verliert sie vor allem Fett.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Petra Casparek, Erika Casparek-Türkkan: Alles hausgemacht. Gräfe und Unzer, München 2011, ISBN 978-3-8338-2049-6, S. 93.
  2. Wortbedeutung und Etymologie bei CNRTL: merguez
  3. L.-Victor Letellier: Vocabulaire Oriental. Français-Italien, Arabe, Turc et Grec. Selbstverlag, Paris 1838, S. 207, Online.
  4. Francisco Javier Simonet: Glosario de voces ibéricas y latinas usadas entre los Mozárabes. Fortanet, Madrid 1888, S. 365, Online.
  5. Birgit Agada, Adolf Schuster: Algerien. Kultur und Natur zwischen Mittelmeer und Sahara. Trescher, Berlin 2010, ISBN 978-3-89794-155-7, S. 108.