Mering
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Aichach-Friedberg | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Mering | |
| Höhe: | 505–560 m ü. NN | |
| Fläche: | 26,87 km² | |
| Einwohner: | 12 991 (30. Juni 2008) | |
| Bevölkerungsdichte: | 483 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 86415 | |
| Vorwahl: | 08233 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AIC | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 71 146 | |
| Adresse der Marktverwaltung: | Kirchplatz 4 86415 Mering |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hans-Dieter Kandler (SPD) | |
Mering ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Mering. Nach Aichach und Friedberg (Bayern) ist der Markt der drittgrößte Ort im Landkreis und stellt ökonomisch ein Unterzentrum für den südlichen Landkreis Aichach-Friedberg dar.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Mering befindet sich am Rande des Lechfelds in der Region Augsburg. Die Gegend zählt zur Landschaft des Lechrains. Der bedeutendste Fluss im Gemeindegebiet ist die Paar. Doch auch der Lech und die Lechstaustufe 23 liegen in direkter Umgebung der Gemeinde. Die Ortsteile Mering-St. Afra, Meringerzell, Reifersbrunn und Baierberg zählen zur Gemarkung Mering.
| Kissing | Hörmannsberg | |
| Königsbrunn | Ried | |
| Merching |
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Gemeindegeschichte
Mering wurde 1021 erstmalig dokumentarisch erwähnt. Nach der Enthauptung König Konradins 1268 war das Hausgut Mering in die Herrschaft der bayerischen Herzöge übergegangen. Mering war bis 1779 Pflegamt und gehörte zum Rentamt München des Kurfürstentums Bayern. 1838 wurde der Gemeinde Mering von König Ludwig I. ein Wappen verliehen, welches auf die ehemalige Welfenburg und die Schlacht auf dem Lechfeld 955 hinweist. Am 18. November 1911 wurde Mering in die Klasse der Märkte mit städtischer Verfassung erhoben. Mering kam bereits 1944 mit dem damals noch eigenständigen Landkreis Friedberg (seit 1972 Landkreis Aichach-Friedberg) zum Regierungsbezirk Schwaben, obgleich es geschichtlich ein Teil Oberbayerns ist. Im Einzugsbereich Merings wird der so genannte Lechrainer Dialekt gesprochen.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Bedingt durch die förderliche verkehrstechnische Anbindung an Augsburg und München nimmt die Einwohnerzahl Merings beständig zu:
- 1970 - 6.982 Einwohner
- 1980 - 8.426 Einwohner
- 1991 - 10.684 Einwohner
- 1995 - 11.515 Einwohner
- 1999 - 11.953 Einwohner
- 2004 - 12.567 Einwohner
- 2007 - 12.971 Einwohner
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Bürgermeister
- Erster Bürgermeister ist Hans-Dieter Kandler (SPD).
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat setzt sich aus dem 1. Bürgermeister und 24 Gemeinderäten zusammen.[1]
| Parteien | 2008 | 2002 | ||||
| Anteil | Sitze | ±Anteil | ±Sitze | Anteil | Sitze | |
| Christlich-Soziale Union (CSU) | 44,02 % | 11 | −2,7 % | −2 | 46,73 % | 13 |
| Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) | 33,00 % | 8 | +2,1 % | +1 | 30,93 % | 7 |
| Bündnis 90/Die Grünen und Parteifreie (Die Grünen) | 17,75 % | 4 | +3,3 % | +1 | 14,43 % | 3 |
| Freie Demokratische Partei (FDP) | 5,22 % | 1 | +1,3 % | ±0 | 3,91 % | 1 |
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Mering unterhält seit 1973 eine Städtepartnerschaft mit dem französischen Ambérieu-en-Bugey.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Wirtschaft mit Land- und Forstwirtschaft
Es gab 1998 nach der administrativen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 24, im produzierenden Gewerbe 730 und im Bereich Handel und Verkehr 343 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In anderweitigen Branchen waren am Arbeitsort 785 Personen sozialversicherungspflichtig berufstätig. Sozialversicherungspflichtig Angestellte am Wohnort gab es insgesamt 3742. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 13 Betriebe. Zudem existierten im Jahr 1999 56 landwirtschaftliche Betriebe mit einem genutzten Areal von 1753 ha, davon waren 1523 ha Ackerfläche und 230 ha Dauergrünfläche.
[Bearbeiten] Verkehr
Aufgrund des viergleisigen Ausbaus der Bahnstrecke Augsburg - München kommt es in Mering in dieser Zeit zu Verkehrsbehinderungen. So werden Unterführungen umgebaut und müssen zeitweise vollständig für den Verkehr gesperrt werden. Die Bundesstraße 2 (Umgehungsstraße) ist vom Ausbau nicht betroffen. Die Unterführung an der Kanalstraße bleibt dauerhaft für den PKW-Verkehr gesperrt, die Friedenauunterführung wird voraussichtlich bis August 2009 nicht passierbar sein (Stand: Dezember 2008)
[Bearbeiten] Straßenverkehr
Der Ort liegt etwa 15 Kilometer südöstlich von Augsburg unmittelbar an der Bundesstraße 2. In westlicher Richtung kann über Königsbrunn die Bundesstraße 17 erreicht werden. Die Bundesautobahn 8, Ausfahrt 76 (Odelzhausen) liegt ca. 15 Fahrminuten entfernt.
[Bearbeiten] Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)
Der Ort liegt an den Bahnlinien Augsburg - München sowie Augsburg - Geltendorf und ist an den Augsburger Verkehrsverbund (AVV) angeschlossen. Ende 2008 wurde ein weiterer Bahnhof im Meringer Ortsteil St. Afra fertiggestellt. Folgende Nahverkehrslinien verbinden Mering mit dem Umland:
- Regionalbahnlinien
- AVV-Linie R1 Schmiechen - Mering - Augsburg
- DB-Linie Augsburg - München (siehe auch: Bayerische Maximiliansbahn)
- BRB-Linie Augsburg - Geltendorf - Weilheim (siehe auch: Ammerseebahn)
- Buslinien
- 100 Mering - Königsbrunn
- 101 Mering - Kissing (nur B2) - Augsburg
- 102 Mering - Kissing - Augsburg
- 103 Mering - Kissing - Friedberg
- 104 Mering - Ried - Baindlkirch - Mittelstetten
- 105 Mering - Althegnenberg
- 106 Mering - Merching - Steinach - Hofhegnenberg - Hausen - Steindorf
- 108 Mering - Unterbergen / Schmiechen
- 70 Mering - Landsberg
Dreh- und Angelpunkt des Nahverkehrs ist dabei der Bahnhof Mering, der 2005 durch einen leistungsstarken Busbahnhof in direkter Nachbarschaft ergänzt wurde.
[Bearbeiten] Flughäfen
Der nächste Verkehrsflughafen mit regelmäßigen Linienverbindungen ist der Flughafen München, der ungefähr 50 Autominuten (ca. 80 km) entfernt liegt. Der Flughafen Augsburg (kein Linienverkehr) ist ca. 30 Autominuten entfernt.
[Bearbeiten] Öffentliche Sicherheit
[Bearbeiten] Gesundheitsversorgung
Bis zum Jahr 2003 gab es in Mering ein Kreiskrankenhaus. Dieses wurde im Zuge der Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen geschlossen und in ein Gesundheits- und Sozialzentrum umgewandelt. Dort findet man nun folgende Einrichtungen:
- Chirurgische Praxis (Praxisclinic)
- Berufsschule für Altenpflege
- Rettungswacht des Roten Kreuz
- Kurzzeitpflege/Tagespflege
- Hebamme
- Psychotherapeutin
- Urologe
- Praxis für Physiotherapie, Osteopathie, medizinische Trainingstherapie
- Zwei Wohngruppen für Behinderte, Fritz-Felsenstein-Haus
- Café
Die ärztliche Grundversorgung in Mering ist in allen wichtigen Bereichen gesichert. Zahlreiche Allgemein- und Fachärzte sind im Gemeindegebiet ansässig. Durch die räumliche Nähe zu Augsburg und München steht auch eine große Auswahl an spezialisierten Medizinern und Kliniken zur Verfügung.
[Bearbeiten] Feuerwehr
Durch die Bedeutung des Ortes Mering als Unterzentrum für den südlichen Landkreis ist die Freiwillige Feuerwehr Mering leistungsfähig ausgestattet.
[Bearbeiten] Altersversorgung
Im Gemeindegebiet gibt es zwei Altenheime:
- St. Agnes, betrieben von der Caritas
- St. Theresia, betrieben von den Theresienschwestern
Beide Institutionen werden sehr gut angenommen und haben zum Teil äußerst lange Wartelisten.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bildung
Im Jahr 1999 standen in Mering folgende Plätze zur Verfügung:
- 386 Kindergartenplätze mit 375 Kindern
- 3 Volksschulen mit 52 Lehrern und 956 Schülern
Kindergärten:
- Kindergarten „Sommerkeller”
- Kindergarten „St. Afra”
- Kindergarten „Altes Kloster”
- Kindergarten „St. Margarita”
- Kindergarten „Kapellenberg”
- Kindergarten mit Altersmischung von 2 bis 12 Jahren im Netz für Kinder „Kinderhaus Mering”
Schulen:
- Grundschule Luitpoldstraße
- Grund- und Hauptschule Amberieustraße
- Staatliche Realschule
Die Staatliche Realschule, die Hauptschule Amberieustraße sowie der Kindergarten „St. Margarita” und die Kinderbetreuungseinrichtung „Kinderhaus Mering” bilden zusammen das Meringer „Schul- und Sportzentrum”. In diesem Bereich befinden sich auch Sportanlagen und Spielplätze. Im Jahr 2008 wurde dort mit dem Bau einer neuen Dreifachturn- und Sporthalle begonnen.
[Bearbeiten] Religion
Neben der schon seit Gründung des Ortes existierenden katholischen Glaubensgemeinschaft gibt es seit 1945 eine evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Mering. Diese ist sehr rege und beteiligt sich am kulturellen Leben im Ort unter anderem mit Aktionen wie dem 2007er Kultur-Herbst mit Aufführungen und Vorspielen in der evangelischen Kirche an der Martin-Luther-Straße.
Als weitere Glaubensgemeinschaft ist die Neuapostolische Kirche (KDöR in Bayern seit Dezember 1983) im eigenen Kirchengebäude in der Josef-Scherer-Straße (bis Mai 2008 Kanalstraße) vertreten. In diese Gemeinde wurden 2007 auch die Kirchenmitglieder aus dem Nachbarort Kissing integriert.
[Bearbeiten] Freizeit- und Sportanlagen
Die sportliche Infrastruktur Merings ist gut ausgebaut. So verfügt der Markt im Schul- und Sportzentrum über:
- Dreifachturnhalle für Schulsport
- Fußballplatz mit Tribüne und Tartanbahn
- Trainingsplätze
- Beachvolleyballfeld
- Anlage für Stockschützen
- Tennisanlagen
Darüber hinaus existieren:
- Mehrzweckhalle
- Freibad
- Skater- und Streethockeyanlage
- Schützenheim (KK-Schützen)
Der erste Spatenstich für eine weitere Dreifachhalle, die überwiegend für den Schulsport verwendet werden soll, war am 6. April 2008. Die Fertigstellung ist für den Herbst 2009 geplant.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Heimatmuseum Mering
- Pfarrkirche St. Michael (Mering)
- Wehranlage St. Michael mit Kirchbogen
- Kapelle St. Franziskus
- St.-Leonhards-Kapelle
- Samerkapelle
- Marktplatz-Brunnen
- S'Brünnle am Zwanzger
- Sperlingsbrunnen
- Naturschutzgebiet Meringer Zwanzger (Feuchtwiesen)
- Lechtalheiden im Meringer Einzugsbereich
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Franz Paulus alias Fralau, Zauberkünstler
- Joseph Vogler, Theologe
- Dr.phil. Waldemar Nowey, Pädagoge, Bildungsforscher und Schriftsteller
- Josef Königer, baute die Guillotine für Räuber Kneißl
- Ritter Erasmus Diepperskircher, Pfleger (siehe Pfarrkirche St. Michael (Mering))
- Josef Ferdinand Kleindinst, Politiker der CSU
- Michael („Mike”) Krauser, Motorrad- und Zubehörhändler
- Lorenz Luidl, Barockbildhauer
[Bearbeiten] Einzelnachweise
[Bearbeiten] Weblinks
- Mering: Wappengeschichte vom HdBG
- Internetauftritt der Verwaltungsgemeinschaft Mering
- Lechheiden bei Mering und Umgebung
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