Merk (Gattung)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Merk
Breitblättriger Merk (Sium latifolium)

Breitblättriger Merk (Sium latifolium)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Unterfamilie: Apioideae
Tribus: Oenantheae
Gattung: Merk
Wissenschaftlicher Name
Sium
L.

Die Pflanzengattung Merk (Sium) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Die etwa 10 bis 15 Arten haben ihre Verbreitungsgebiete in Afrika, Eurasien und Nordamerika.

Beschreibung[Bearbeiten]

Illustration der Zuckerwurzel (Sium sisarum)

Sium-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzem. Es sind Sumpf- oder Wasserpflanzen. Bei manchen Arten werden Bündeln mit verdickten Wurzeln gebildet. Die oberirdischen Pflanzenteile sind kahl. An den verzweigten Stängeln können an den unteren Nodien Wurzeln gebildet werden. Die gestielten Laubblätter sind unpaarig gefiedert. Die ungestielten Fiederblättchen besitzen oft einen gesägten Blattrand.

Die Blüten stehen in end- oder seitenständigen Blütenständen zusammen; es sind Doppeldolden mit einfachen oder geteilten Hüllblättern und lanzettliche Hüllchen, die meist zurückgebogen sind. Die relativ kleinen Blüten sind zwittrig, radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf, oft ungleichen, Kelchblätter sind auffällig oder winzig, manchmal fallen sie früh ab. Die fünf Kronblätter sind weiß. Die äußeren Blüten einer Doppeldolde besitzen oft verlängerte Kronblätter. Die glatten Früchte besitzen ein bis zur Basis zweigespaltenes Karpophor.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Doppeldoldiger Blütenstand von Sium suave var. nipponicum

Die Gattung Sium wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, 1, S. 251 aufgestellt. Als Lectotypusart wurde 1929 Sium latifolium L. durch Albert Spear Hitchcock in Prop. Brit. Bot., S. 140 festgelegt.[1]

Es gibt 10[2] bis 15 Sium-Arten (Auswahl):[3]

Nicht mehr zur Gattung Sium gehören:[3]

Quellen[Bearbeiten]

  • Pu Fading (溥发鼎 Pu Fa-ting) & Mark F. Watson: Sium, S. 115 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi & Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 14 - Apiaceae through Ericaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2005. ISBN 1-930723-41-5 (Abschnitte Beschreibung und Systematik)
  • E. Nasir: Umbelliferae, Volume 20: Sium bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  • M. L. Gonçalves: Umbelliferae in der Flora Zambesiaca, Volume 4, 1978: Sium - Online.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sium bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis. Abgerufen am 23. Mai.
  2. a b c d e f Pu Fading (溥发鼎 Pu Fa-ting) & Mark F. Watson: Sium, S. 115 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi & Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 14 - Apiaceae through Ericaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2005. ISBN 1-930723-41-5
  3. a b c d e Sium im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 23. Mai.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Merk (Sium) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Georeferenzierung Karte mit allen verlinkten Seiten: OSM, Google oder Bing