Merkbefreiung

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Eine Merkbefreiung ist ein fiktives Dokument, das den Empfänger von der sonst unterstellten Pflicht befreit, etwas zu bemerken oder sich an frühere Teile der Diskussion zu erinnern. Der Begriff ist inzwischen Teil der Netzkultur und wurde – angeblich – ursprünglich angeregt durch den Begriff der Sport- und Außendienstbefreiung bei der deutschen Bundeswehr.

Durch das Veröffentlichen einer Merkbefreiung im Usenet will der Aussteller zum Ausdruck bringen, dass sich der Empfänger nicht an die geltenden sozialen Konventionen (die Netiquette) gehalten hat bzw. Beiträge veröffentlicht, die darauf schließen lassen, dass der Nutzer das Thema nicht versteht oder dissozial und ignorant agiert. Häufig soll damit auch der Empfänger der Lächerlichkeit preisgegeben werden.

Im Usenet kursieren mehrere Versionen des Merkbefreiungs-Formulars, das – im Stil des Behördendeutsch abgefasst – amtliche Formulare parodieren soll.

Als Mittel der sozialen Kontrolle wird die Merkbefreiung üblicherweise nur dann eingesetzt, wenn ein Benutzer wiederholt auffälliges dissoziales Verhalten zeigt. Die Merkbefreiung stellt somit das Analogon zur gelb-roten Karte beim Fußballspiel dar.

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