Merlin Holland

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Merlin Holland (* 1945 in London) ist ein englischer Journalist und einziger Enkel des Schriftstellers Oscar Wilde. Merlin Holland lebt in Frankreich.

Merlin Holland (2009)

Leben[Bearbeiten]

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Nach dem Prozess, in dem Oscar Wilde wegen Homosexualität zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde, sah Hollands Großmutter, Wildes Ehefrau Constance Wilde, sich gezwungen den Namen „Holland“ anzunehmen, als ein Schweizer Hotelinhaber ihr und ihren Kindern die Tür wies. Merlin Holland erwog im Jahr 2000 eine Namensänderung zurück in Wilde, wollte aber erst seine beiden Bücher veröffentlichen, um sich nicht vorhalten zu lassen, sich durch den berühmten Namen einen Vorteil verschaffen zu wollen. Er tat es schließlich nicht. „Die Tatsache einen anderen Namen tragen zu müssen bleibt einfach ein ewiger Vorwurf an die viktorianische Heuchelei.“ (Holland)

In der Familie Hollands in den 1950er- und 1960er-Jahren war Oscar Wilde ein Thema, über das man nicht sprach. „Sie müssen sich vorstellen, wir hatten keine gemeinsame Erinnerungen an ihn, mein Vater, meine Mutter und ich. Außerdem glaube ich, die Franzosen oder die Deutschen haben Wilde immer in erster Linie als Künstler angesehen. Die Engländer sahen ihn damals zuerst als Homosexuellen und Verbrecher.“ (Holland)

Im Alter von fünf Jahren legte Merlin Holland in der Schule unwissend und unbefangen seinen Arm um den Tischnachbarn, seinen besten Freund. Die Lehrerin setzte die beiden auseinander. Holland deutete dies später als die typische britische Handlung im Umgang mit Wilde und seiner Homosexualität. Dabei wirft Holland seinen Landsleuten auch die weitverbreitete Vorstellung vor, Homosexualität sei vererbbar.

Nach dem Sprachstudium in Oxford und der Arbeit in der Papierbranche handelte Holland mit Keramik.

Holland, der sich erst im Alter vom 47 Jahren dem Schreiben widmete, veröffentlichte einige biografische Bücher über seinen Großvater, darunter Das Oscar-Wilde-Album und Oscar Wilde im Kreuzverhör - Die erste vollständige Niederschrift des Queensberry-Prozesses, welches seit 2004 auch in einer Hörspielbearbeitung von Norbert Schaeffer vorliegt.

Werke[Bearbeiten]

  • Oscar Wilde im Kreuzverhör - Die erste vollständige Niederschrift des Queensberry-Prozesses. Karl Blessing, München 2003 ISBN 3-89667-240-1
  • Das Oscar-Wilde-Album. Karl Blessing, München 1997 ISBN 3-89667-077-8 (Fotografien)
  • Oscar Wilde im Kreuzverhör. Bearbeitung und Regie: Norbert Schaeffer. Prod.: NDR/SWR, 2004. (Hörspiel; Hörbuchausgabe bei Random House Audio, ISBN 3-89830-930-4)

Weblinks[Bearbeiten]