Mero

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Mero (Begriffsklärung) aufgeführt.
MERO-TSK International GmbH & Co. KG
Mero-Logo
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1928
Sitz Würzburg, Bayern
DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Günther Tröster
Branche Stahlbau, Glaskonstruktionen, Doppelboden, Hohlböden, Messesysteme,

Airport-Technik

Website www.mero.de

www.mero-structures.com

Mero (eigene Schreibweise MERO) ist der Markenname für ein weltweit verwendetes Stahlrohr-Baukastensystem im Bereich Raumfachwerke (RFW) und gleichzeitig die Firma des Herstellerunternehmens mit Sitz in Würzburg.

Max Mengeringhausen entwickelte „MERO“ in den 1930er Jahren. Er verwendete Stahlrohre, die an den Enden zugespitzt sind und verband sie zu statischen Konstruktionen mit kugelförmigen Verbindungselementen, die gewisse Winkeleinstellungen bei der Konstruktion vorgeben (Meroknoten). Da die Konstruktionsteile vorgefertigt und die Verbindungen schnell fixierbar sind, kann das Mero-RFW einfach transportiert und vor Ort montiert werden. Der Firmenname setzt sich zusammen aus dem Anfang des Nachnamens des Unternehmensgründers „Mengering“ und dem „Ro“ für die Rohrbauweise.

Mero-Konstruktionen wurden z. B. bei der Dachkonstruktion von Autobahnraststätten, Grenzübergängen oder Flughäfen sowie bei Hallen und anderen Dachkonstruktionen in ebener und gekrümmter Form verwendet. Die in Deutschland bekanntesten Beispiele sind die Überdachung des „alten“ Olympiastadions in Berlin, die Glashalle der Leipziger Messe, der Fernbahnhof am Flughafen Frankfurt (Main) und des Hauptbahnhofs in Berlin.

Die Produktpalette wurde im Lauf der Jahrzehnte erweitert und enthält nicht mehr nur Bausysteme, sondern auch Flughafentechnik (Airport-Technik), Bodensysteme (Doppelboden) und Ausstellungssysteme. Letztere sind unter dem Namen Meroform bekannt geworden.

Mero wurde 1928 von Max Mengeringhausen in Berlin gegründet und der Unternehmenssitz 1948 nach Würzburg verlegt. Im Jahr 1966 wurde in dem neuen Zweigwerk in Prichsenstadt die Doppelbodenproduktion begonnen. Die Rohre des Unternehmens wurden nun auch zum Bau und zur Wartung von Flugzeugen benutzt. So wurden Mero-Rohre 1969 zum Bau der Dockanlage für die ersten Jumbo-Jets Boeing 747 bei der Lufthansa in Frankfurt eingesetzt. Ab 1969 wurde Mero bei zahlreichen weiteren Projekten beteiligt.

1974 wurde die erste Dachkonstruktion mit Hilfe des damals neu gegründeten EDV-Rechenzentrums statisch berechnet. Dafür wurde Mero im selben Jahr mit dem Deutschen Stahlbaupreis ausgezeichnet. Mero ist seit 2009 beim Bau der Ferrari World in Abu Dhabi beteiligt, die das weltweit größte Raumfachwerk haben soll.[1]

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mero – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. MERO – History (englisch)