Merode (Langerwehe)

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Merode
Gemeinde Langerwehe
Koordinaten: 50° 48′ N, 6° 23′ O50.7980555555566.3897222222222Koordinaten: 50° 47′ 53″ N, 6° 23′ 23″ O
Einwohner: 752 (30. Juni 2008)
Eingemeindung: 1. Jan. 1972
Postleitzahl: 52379
Vorwahl: 02423

Merode ist ein Ortsteil der Gemeinde Langerwehe im Kreis Düren, NRW. Ortsvorsteher ist Josef Schmitz-Schunken.


Merode ist der namensgeschichtlich bekanntere Ort der ehemaligen Herrschaft Merode, da seine Entstehung untrennbar mit der Geschichte des Schlosses und der Fürsten von Merode verbunden ist. Der Name leitet sich ab von der Waldrodung, auf der der Rittersitz entstand und den Besitzern den Namen gab. Jean-Philippe-Eugène de Merode-Westerloo, ein belgischer General, starb am 12. September 1732 in Merode.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Schloss Merode

Teilansicht des Schlosses

Das ursprünglich im 12. Jahrhundert erbaute Schloss Merode kann wohl als imposantestes historisches Bauwerk seiner näheren und weiteren Umgebung bezeichnet werden und gilt als eines der schönsten Wasserschlösser des Rheinlandes. Durch einen Großbrand am 19. Juni 2000 wurde das Schloss erheblich beschädigt. Zur Zeit finden umfangreiche Renovierungsarbeiten statt.

Das Schloss ist privater Wohnbesitz und ist grundsätzlich nicht zu besichtigen. Nach Anmeldung bei der Schlossverwaltung sind Besichtigungen und Führungen jedoch möglich.

[Bearbeiten] Kreuzherrenkloster Schwarzenbroich

Eng verbunden mit der Geschichte des Schlosses ist auch das ehemalige Kloster Schwarzenbroich im Meroder Wald, das 1340 von Werner von Merode gegründet wurde. Es lag nicht in der Einöde und Abgeschiedenheit wie andere Klöster, sondern an der uralten Pilgerstraße, welche von Düren über Gürzenich, Derichsweiler, Schevenhütte zum bekannten Wallfahrtsort Kornelimünster führte. Im Jahr 1802 wurde das Kloster von den französischen Besatzern aufgelöst. Durch Kriegszerstörung und Verfall stehen heute vom Kloster lediglich noch spärliche Mauerreste.

[Bearbeiten] Soldatenfriedhof

Bekannt ist auch der Soldatenfriedhof "Marienbildchen" im Meroder Wald. Er entstand durch die verdienstvolle Initiative und Arbeit von Lehrer Josef Gerhards aus Merode. 220 Soldaten des 2. Weltkrieges fanden hier ihre letzte Ruhestätte.

[Bearbeiten] Bekannte Personen

  • Günter Krieger, (*1965), Krimiautor
  • Joseph Krieger, (1931 - 2003), Onkel von Günter Krieger, Maler
  • Josef Gerhards, (1890 - 1985), Lehrer, Gründer des Ehrenfriedhofs "Marienbildchen", Träger des Bundesverdienstkreuzes
  • Bernardus Wettstein, (1686 - 1745), Altarist und Frühmessner am St. Georgsaltar zu D'horn, Kaplan an der Kapelle zu Geich, Provisor des Hospitals zu Geich, Rentmeister der Grafen von Merode, Erbauer der Vikarie in Schlich und Initiator der Wettstein - (Familien-)Stiftung
  • Jean-Philippe-Eugène de Merode-Westerloo, (1674 - 1732), belgischer General

[Bearbeiten] Vereine

  • Maigesellschaft Merode e.V.
  • Club 48
  • Bläservereinigung 1974 Merode e.V.
  • Förderverein Schloss Merode
  • Geschichts- und Heimatverein Herrschaft Merode e.V.
  • Jagdhornbläsergruppe
  • Freiwillige Feuerwehr Löschgruppe Schlich/Merode
  • Verein zum Wiederaufbau von Kloster Schwarzenbroich

[Bearbeiten] Weblinks

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