Merriam-Taschenratte

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Merriam-Taschenratte
Systematik
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Euarchontoglires
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Familie: Taschenratten (Geomyidae)
Gattung: Cratogeomys
Art: Merriam-Taschenratte
Wissenschaftlicher Name
Cratogeomys merriami
(Thomas 1893)

Die Merriam-Taschenratte (Cratogeomys merriami, früher Pappogeomys merriami[1]) ist eine in Ostmexiko vorkommende Art aus der Familie der Taschenratten. Das Artepitheton merriami ehrt den amerikanischen Zoologen, Ornithologen und Ethnographen Clinton Hart Merriam.[2]

Merkmale[Bearbeiten]

Die Merriam-Taschenratte hat eine Kopf-Rumpf-Länge von 14–26 cm und eine Schwanzlänge von 6–13 cm. Die Gesamtlänge beträgt somit 20–39 cm. Sie wird 225–900 g schwer[3], das durchschnittliche Gewicht liegt bei 800 g[4]. Die Schädelbreite adulter Tiere beträgt in der Regel mehr als 26 mm.[5] Die Fellfarbe der Merriam-Taschenratte ist sehr variabel. Die Farbe ihrer Oberseite reicht von matt kastanienbraun bis schieferschwarz, die Unterseite ist ähnlich gefärbt, jedoch heller.[5]

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten]

Verbreitungsgebiet der Merriam-Taschenratte

Die Merriam-Taschenratte ist in Ostmexiko verbreitet. Sie ist heimisch in Grasland, gemäßigten Kiefern- und Eichenwäldern sowie auch landwirtschaftlich genutztem Gelände wie Weideland. Der Lebensraum erstreckt sich auf einer Höhe von 1800 bis 4000 Meter im südlichen Teil des Tal von Mexiko, der Sierra de Las Cruces und Sierra de Ajusco, dem Bereich um Popocatépetl und Iztaccíhuatl sowie vom Río Lerma bis zum Tal von Toluca.[6]

Lebensweise[Bearbeiten]

Ihre vorderen Schneidezähne sind sehr lang und werden mit vielerlei Pflanzennahrung fertig, von dornigen Kakteen und Feldfrüchten bis zu Tannennadeln und Samen. Sie hat wie alle Taschenratten eine Art Tasche aus behaarter Haut an jeder Backe, um Futter zum Nest zu tragen. Auf Farm- und Weideland wird sie als "Schädling" angesehen, da sie nicht nur die Vegetation abfrisst, sondern durch die Grabungsaktivitäten für ihren Bau die Erde aufwühlt.[4] Sie ist ein Einzelgänger, über ihre Aktivitäten während des Jahres und die Häufigkeit ihres Vorkommens ist wenig bekannt.

Belege[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • David Burnie (Hrsg.): Tiere. (Die große Bild-Enzyklopädie mit über 2000 Arten). Dorling Kindersley, Starnberg 2001, ISBN 3-8310-0202-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cratogeomys. In: Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. 2 Bände. 3. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4. Abgerufen am 14. März 2010
  2. Bo Beolens, Michael Watkins, Michael Grayson: The Eponym Dictionary of Mammals. Johns Hopkins University Press, 2009, ISBN 978-0801893049, S. 272.
  3. David Burnie (Hrsg.): Tiere. (Die große Bild-Enzyklopädie mit über 2000 Arten). Dorling Kindersley, Starnberg 2001, ISBN 3-8310-0202-9.
  4. a b Desley Whisson, Beatriz Villa-C.: Activity Patterns of the Pocket Gopher Pappogeomys merriami merriami in a Mexican Rangeland. In: Wendy S. Halverson, A. Charles Crabb (Hrsg.): Proceedings, Sixteenth Vertebrate Pest Conference. Westin Hotel, Santa Clara, California, February 28, March 1–3, 1994. University of California, Davis CA 1994, S. 87–91, Volltext (PDF; 1,32 MB).
  5. a b M. S. Hafner et al.: Cryptic species in the Mexican pocket gopher Cratogeomys merriami. 2005 In: Journal of Mammalogy 86: 1095-1108. (Online)
  6. S. T. Álvarez-Castañeda, I. Castro-Arellano, T. Lacher und E. Vázquez: Cratogeomys merriami 2008 in der Rote Liste gefährdeter Arten 2010.1; abgerufen am 15. März 2010