Mersch (Jülich)

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Mersch
Stadt Jülich
Koordinaten: 50° 58′ N, 6° 23′ O50.9666666666676.3833333333333Koordinaten: 50° 58′ 0″ N, 6° 23′ 0″ O
Einwohner: 805 (31. Dez. 2008)
Eingemeindung: 1. Jan. 1972
Postleitzahl: 52428
Vorwahl: 02461

Mersch ist ein Stadtteil von Jülich im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen. Ortsvorsteher ist Heinrich Schaaf (UWG JÜL).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage

Im Westen liegt Broich, im Norden Sevenich (Gemeinde Titz), im Osten Serrest und im Süden Pattern, das mit der Bebauung in Mersch übergeht.

[Bearbeiten] Geschichte

Der Ortsname Mersch entspringt dem Wort "Maar" (mit Wasser gefüllte, kreisförmige Vertriefung). Die Umgebung von Mersch war ein Hochmoor, durch das die einzige direkte Straße nach Köln führte. Noch im späten Mittelalter war Mersch dafür bekannt, dass Reisende bei der Durchquerung dieses Sumpfgebietes von Wegelagerern überfallen und ausgeplündert wurden.

Die Merscher Hauptstraße ist die "Alte Reichsstraße". Diese entspricht der alten Bundesstraße 1, die in großen Teilen dem Verlauf einer uralten Handelsroute, von der belgischen Nordseeküste bis in die russische Stadt Nowgorod führte.

Am 1. Januar 1972 wurde Mersch durch das Aachen-Gesetz Stadtteil von Jülich.

[Bearbeiten] Bildung

Im Ort gibt es die Kindertagesstätte "Spatzennest".

[Bearbeiten] Verkehr

  • Am nördlichen Ortsrand verläuft die Bundesautobahn 44. Diese entspricht in etwa dem Verlauf der alten Bundesstraße 1 zwischen Aachen und Dortmund. Mersch hat eine eigene Autobahnabfahrt (Jülich-Ost). Westlich führt die Bundesstraße 55 am Ort vorbei. Diese "Kreuzung" der A44 und der B55 macht Mersch zu einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt in der Jülicher Börde.
  • Eine weitere andere Hauptstraße in Mersch war die Müntzer Straße, die direkt zu der Ortschaft Müntz führte. Durch die Errichtung der A44 im Jahre 1975 wurde diese direkte Verbindung durchtrennt und die Müntzer Straße wurde zur Sackgasse.
  • Den ÖPNV stellt die RVE durch die Buslinie 270 und ein Sammeltaxi sicher.

[Bearbeiten] Sendestelle Jülich

Hauptartikel: Kurzwellenzentrum Jülich

1956 errichtete die Bundespost für die Deutsche Welle eine Sendeanlage zwischen Jülich und Mersch auf der "Merscher Höhe". Die 100 kw-Sender wurden zwischen 1985 und 1993 durch zehn neue PDM-Sender von Telefunken (S4001) ersetzt. Durch Neuorientierung der Deutschen Welle wurden 1996 insgesamt 90% der Sendezeit frei. Jetzt senden über 100 Anbieter von dieser Anlage aus ihre Radioprogramme in alle Welt.

[Bearbeiten] Sonstiges

  • Die katholische Pfarrgemeinde heißt St. Agatha.
  • Mersch hatte bis Ende Mai 2007 ein kleines Lebensmittelgeschäft (Merscher Lädchen), welches leider geschlossen wurde.
  • Die "St. Sebastianus Schützenbruderschaft Mersch - Pattern" wurde vor 1487 gegründet. Im Jahr 2008/09 wurde von den Mitgliedern eine neue Kapelle auf dem Maarplatz gebaut. Die Bauweise und das Aussehen dieser Kapelle orientiert sich an einer ebensolchen, dem Heiligen Sebastian gewidmeten Kapelle, die in dem kleinen Ort Oberndorf an der Donau steht. Die offizielle Weihe dieser Kapelle wird jedoch durch die katholische Kirche verweigert.
  • In Mersch gibt es seit 1924 den "Merscher Sportverein 1924 e.V"
  • Weiterhin seit 1977 den Tischtennisclub Mersch-Pattern mit eigener Sporthalle in Pattern.

[Bearbeiten] Weblinks

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