Merzen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Osnabrück | |
| Samtgemeinde: | Neuenkirchen | |
| Höhe: | 86 m ü. NN | |
| Fläche: | 52,94 km² | |
| Einwohner: |
4.027 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 76 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 49586 | |
| Vorwahl: | 05466 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OS | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 59 026 | |
| Gemeindegliederung: | 6 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Alte Poststraße 5-7 49586 Neuenkirchen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Gregor Schröder (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Merzen im Landkreis Osnabrück | ||
Merzen ist eine Gemeinde innerhalb der Samtgemeinde Neuenkirchen im Nordwesten des Landkreises Osnabrück in Niedersachsen (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Geographische Lage
Merzen liegt im nordwestlichen Bramgau südlich der Ankumer Höhe. Dort befindet es sich am Rand des nordwestlichen Teils vom Naturpark Nördlicher Teutoburger Wald-Wiehengebirge.
[Bearbeiten] Klima
Gemäßigtes Seeklima beeinflusst durch feuchte Nordwestwinde von der Nordsee. Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Merzen 8,5° - 9,0°C und es fallen ca. 700 mm Niederschlag. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 20-25 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25°C übersteigt) gerechnet werden.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Merzen grenzt im Norden an Eggermühlen, im Osten an Ankum und Bramsche, im Süden an Neuenkirchen und Voltlage sowie im Westen an Fürstenau.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Gemeindeteile und Einwohnerzahlen:
- Döllinghausen (187)
- Engelern-Schlichthorst (490)
- Lechtrup-Merzen (2.627) - Sitz der Gemeindeverwaltung
- Ost-/Westeroden (182)
- Plaggenschale (284)
- Südmerzen (387)
(Stand: 14. Juli 2003)
Merzen bildet zusammen mit seinen Nachbargemeinden Neuenkirchen und Voltlage die Samtgemeinde Neuenkirchen.
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Die heutige Gemeinde Merzen wurde bei der Gebietsreform 1972 aus den Gemeinden Döllinghausen, Engelern, Lechtrup-Merzen, Ost- und Westeroden, Plaggenschale und Südmerzen gebildet.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen von Merzen im jeweiligen Gebietsstand und jeweils zum 31. Dezember.
Bei den Zahlen handelt es sich um Fortschreibungen des Landesbetriebs für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen [2] auf Basis der Volkszählung vom 25. Mai 1987.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1987 | 2941 |
| 1990 | 3039 |
| 1995 | 3646 |
| 2000 | 4046 |
| 2005 | 4111 |
| 2010 | 4027 |
1Ab 2008 enthalten die den Wanderungsdaten zugrunde liegenden Meldungen der Meldebehörden zahlreiche Melderegisterbereinigungen, die infolge der Einführung der persönlichen Steuer-Identifikationsnummer durchgeführt worden sind. Daher sind die Daten nur eingeschränkt aussagekräftig.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat hat gegenwärtig 15 Mitglieder aus 3 Parteien oder Gruppen. Hinzu kommt der Bürgermeister als stimmberechtigter Vorsitzender des Rates.
Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse seit 1996.
| Rat der Gemeinde Merzen: Wahlergebnisse und Gemeinderäte | |||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CDU | SPD | Grüne | FDP | FWG1 | Einzel- bewerber |
Sonstige | Gesamt | Wahl- beteiligung |
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| Wahlperiode | % | % | % | % | % | % | % | % | % | ||||||||||
| 1996 – 2001 | 67,6 | 11 | 13,0 | 2 | 2,0 | 0 | - | - | 17,4 | 2 | - | - | - | - | 100 | 15 | 73,4 | ||
| 2001 – 2006 | 77,0 | 12 | 9,1 | 1 | 1,7 | 0 | - | - | 12,2 | 2 | - | - | - | - | 100 | 15 | 55,1 | ||
| 2006 – 2011 | 85,4 | 13 | 12,4 | 2 | 2,2 | 0 | - | - | - | - | - | - | - | - | 100 | 15 | 49,8 | ||
| 2011 – 2016 | 79,06 | 12 | 12,6 | 2 | 8,35 | 1 | - | - | - | - | - | - | - | - | 100 | 15 | 48,59 | ||
| Prozentanteile gerundet. Quellen: Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen[3], Landkreis Osnabrück[4][5]. Bei unterschiedlichen Angaben in den genannten Quellen wurden die Daten des Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie verwendet, da diese eine insgesamt höhere Plausibilität aufweisen. 1 Freie Wählergemeinschaft |
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[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Wacholderhain und Hügelgräberfeld mit Barfußweg im Ortsteil Plaggenschale/Westeroden
[Bearbeiten] Sport
- Sportverein Blau-Weiss Merzen e.V.
- Fußball
- Volleyball
- Beachvolleyball
- Basketball
- diverse Turngruppen
- Tennisverein Merzen e.V.
- Reit- u. Fahrverein Merzen e.V.
- Crosshoppers Merzen e. V.
- Sportverein DJK Schlichthorst e.V.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Die Bundesstraße 218 durchquert das Gemeindegebiet von Nordwesten nach Südosten.
Merzen ist angebunden an die Buslinie 610 der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück, die im Stundentakt von Osnabrück nach Fürstenau fährt.
[Bearbeiten] Sonstiges
[Bearbeiten] Sage von den Türkenketten
Die dem Wappen der Gemeinde zugrunde liegende Sage ist die von den Türkenketten. Angeblich nahmen einmal zwei Merzener an einem Kreuzzug ins Heilige Land teil. Dabei gerieten sie in türkische Gefangenschaft und wurden zum Tode verurteilt. In ihrer letzten Nacht beteten sie, sie möchten noch ein letztes Mal die Glocken ihrer Heimat hören. Sie schliefen ein und erwachten am nächsten Morgen auf wundersame Weise auf dem Juckelsboll, einem kleinen Hügel in der Nähe der Merzener Kirche, vom Geläut zum Morgengottesdienst geweckt. Ihre Ketten wurden als Beweis für das Wunder im Gotteshaus aufgehängt. Sie wurden in den 1970er Jahren gestohlen, die Gemeinde verfügt aber über eine Nachbildung. Im Ortswappen sind sie zu sehen. Auf dem Juckelsboll befindet sich eine Tafel, auf der man die Sage der Türkenketten in gereimter Form nachlesen kann:
Vor 800 Jahren an dieser sagenumwobenen Stätten/ vollzog sich das Wunder der Türkenketten./ Auf einem Kreuzzug zwei Merzener sich befanden/ für den Glauben zu kämpfen in heiligen Landen./ Von Türken gefangen, baten sie Gott zu Ehren/ noch einmal die Heimatglocken zu hören./ Welch Wunder, als sie erwachten am Morgen/ fanden sie sich auf dem Juckelsboll geborgen./
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
- ↑ Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Bevölkerungsfortschreibung
- ↑ Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Tabelle 5000311
- ↑ Landkreis Osnabrück, Amtliche Endergebnisse der Kreiswahl am 9. September 2001
- ↑ Landkreis Osnabrück, Die Kommunalwahl Osnabrücker Land vom 10. September 2006; Amtliche Endergebnisse
[Bearbeiten] Weblinks
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