Kurt Schwitters

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Kurt Schwitters, vor 1927, auf einer Fotografie von Genja Jonas

Kurt Schwitters (* 20. Juni 1887 in Hannover; † 8. Januar 1948 in Kendal, Cumbria, England) war ein deutscher Künstler, Maler, Dichter und Werbegrafiker, der unter dem Kennwort MERZ ein dadaistisches „Gesamtweltbild“ entwickelte.[1] Im Bereich der Installation und Raumkunst war er ebenfalls tätig. Seine Werke umfassen die Stilrichtungen Konstruktivismus, Surrealismus und Dadaismus, dem sie aber nur durch Gegensätzlichkeit ähnlich waren. Aus heutiger Sicht zählt Schwitters zu den einflussreichsten Künstlern des frühen 20. Jahrhunderts.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Bodenrelief in Hannover mit Gedicht von Kurt Schwitters von 1920 zur Stadt und ihren Bewohnern, von Siegfried Neuenhausen, 1987

Schwitters wurde als Sohn der Geschäftsleute Eduard und Henriette Schwitters (geb. Beckemeyer) in Hannover geboren. Die Eltern waren Besitzer eines Damenkonfektionsgeschäfts, das sie später verkauften. Den Erlös investierten sie in fünf Mietshäuser. Nach dem Besuch des Realgymnasiums in Hannover seit 1894 machte er im Jahr 1908 das Abitur und studierte für kurze Zeit an der Kunstgewerbeschule Hannover. Nach konventionellen impressionistischen und expressionistischen Anfängen als Schüler Carl Bantzers im Sommer 1909 in der Willingshäuser Malerkolonie belegte Schwitters bis 1914 Kurse bei Carl Bantzer und anderen Professoren, wie beispielsweise Emanuel Hegenbarth, die an der Königlich Sächsischen Akademie der Künste in Dresden lehrten. Den künstlerischen Umbruch in dieser Zeit, der sich im italienischen Futurismus, im französischen Kubismus, im Blauen Reiter sowie in der bereits 1905 gegründeten Künstlergruppe Brücke ausdrückte, hatte er nicht wahrgenommen.

Nach dem Studium heiratete Schwitters 1915 Helma Fischer. Zum Militärdienst im Ersten Weltkrieg wurde er im März 1917 eingezogen und wegen seines labilen Gesundheitszustands – er litt an Epilepsie und neigte zu Depressionen – bereits im Juni wieder entlassen. Bis zum November 1918 wurde er zur Arbeit als technischer Zeichner in einem Eisenwerk verpflichtet. Am 9. September 1916 wurde sein erster Sohn Gerd geboren, der aber wenige Tage später, am 17. September 1916, verstarb.[2] Sein zweiter Sohn Ernst wurde am 16. November 1918 geboren.[3] Ebenfalls 1918 lernte er Herwarth Walden kennen und hatte seine erste Ausstellung in dessen Galerie „Der Sturm“ in Berlin, wo er nach einer verkürzten Rekapitulation des Kubismus und Expressionismus 1919 das erste „MERZ-Bild“ zeigte. Weitere Künstler, die dort ausstellten, waren Paul Klee und Johannes Molzahn. Bis 1919 studierte er zwei Semester Architektur in Hannover.

Schwitters engagierte sich kaum politisch, wenn er auch mit der 1918 gegründeten radikalen Künstlergruppe, der Novembergruppe, sympathisierte. Da ihm eine derartige Festlegung fremd war, stieß er bei der politisch beeinflussten Berliner Dadaistengruppe auf Ablehnung. Besonders Richard Huelsenbeck setzte sich mit Schwitters negativ auseinander und nannte ihn später in seiner Schrift Dada und Existentialismus „ein Genie im Bratenrock“ oder den „Kaspar David Friedrich der dadaistischen Revolution.“ Allerdings waren die Beziehungen zwischen Huelsenbeck und Schwitters zuerst freundschaftlich.[4] Beim ersten Treffen im Frühjahr 1919 war Huelsenbeck begeistert von Schwitters' Arbeiten und bot seine Unterstützung an; gleichzeitig versprach Schwitters, einen Verleger für Huelsenbecks Dadapublikationen zu finden. Huelsenbeck besuchte Schwitters Ende 1919 und bekam als Geschenk eine Lithographie, die er sein Leben lang behielt.[5] Die Freundschaft war allerdings jetzt gespannt, obwohl Huelsenbeck Januar 1920 einen versöhnlichen Brief schrieb: “Sie wissen, dass ich Ihnen durchaus freundlich gegenüber stehe. Ich finde auch, dass der gewisse Gegensatz, den Sie und ich zwischen unseren Tendenzen feststellen konnten, uns nicht hindern dürfte, gemeinsam gegen den gemeinsamen Feind, Bourgeoisie und Banausentum, vorzugehen“. [6] Erst Mitte 1920 fing der Streit an, wahrscheinlich wegen Unstimmigkeiten bezüglich Schwitters' geplantem Beitrag zu Huelsenbecks (nie erschienenem) Dada Atlas Dadaco. Es ist zudem sehr unwahrscheinlich, dass Schwitters sich der Berliner Dadabewegung anschließen wollte, da er unter Vertrag zu Herwarth Waldens Der Sturm stand; er suchte eher eine Gelegenheit, seine Merzbilder auszustellen.

Da Schwitters erste Kontakte sowohl mit Berlin Dada als auch mit Zürich Dada explizit seine Merzbilder erwähnen,[7] gibt es keinen Grund für die weitverbreitete Meinung, dass die Ablehnung der Dadaisten Schwitters ermutigte, seine eigene Merzbewegung zu erfinden.

Schwitters wurde auf jeden Fall 1920 nicht zur Ersten Internationalen Dada-Messe in Berlin zugelassen. Er arbeitete jedoch mit den Dadaisten Hans Arp, Raoul Hausmann, Hannah Höch und Tristan Tzara zusammen, war Initiator der Bewegung von Dada Hannover und eröffnete seine eigene MERZ-Schriftenreihe mit einer Dada-Nummer, dem Holland Dada. Schwitters sah im Gegensatz zu den Dadaisten, die Kunst ablehnten, seine Merz-Kunst als Kunst an und verteidigte Merz als einen „absolut individuellen Hut, der nur auf einen einzigen Kopf paßte,“ – auf seinen eigenen.[8]

Merzbild 5B (Rouge-Coeur-Église)
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Mit Merz bezeichnete Schwitters seine Technik, aus Zeitungsausschnitten, Reklame und Abfall Collagen zu erstellen. Als Gegenprojekt zu dem eher destruktiven Dadaismus sollten diese seit 1919 entstandenen Bilder und Skulpturen für einen Wiederaufbau stehen, was Schwitters in die Nähe des Konstruktivismus rückt. Der Begriff „Merz“ entstand bei einer Collage aus einer Anzeige der „Kommerz und Privatbank“[9] und evoziert Assoziationen zu „Kommerz“, „ausmerzen“, „Scherz“, „Nerz“, „Herz“ und dem Monat März, der für den Frühlingsanfang steht.

Der Merzbau (eine grottenartige Collage-Raum-Skulptur mit Erinnerungsstücken), an dem Schwitters etwa zwanzig Jahre in seinem Haus in Hannover arbeitete (hauptsächlich in der Wohnung der Eltern), wurde ebenso wie viele seiner Arbeiten bei einem Bombenangriff zerstört. Eine Rekonstruktion ist im Sprengel Museum Hannover zu besichtigen.

Titelblatt des Merz-Magazins aus dem Jahr 1924, Layout von El Lissitzky

Außer der Zusammenarbeit mit Hans Arp, Hannah Höch und Raoul Hausmann unterhielt Schwitters Kontakte zu Konstruktivisten wie dem Holländer Theo van Doesburg und dem Russen El Lissitzky. Er gab unregelmäßig die Zeitschrift Merz heraus und arbeitete als Werbe- und Gebrauchsgrafiker unter anderem für die Stadt Hannover und den Schreibwarenhersteller Pelikan.

In der Verlagsdruckerei A. Molling & Comp. arbeitete Kurt Schwitters gemeinsam mit der Künstlerin Käthe Steinitz an der Gestaltung seiner Märchen vom Paradies und sammelte „im Keller des imposanten Druckereigebäudes [...] Fehldrucke für seine Kunstwerke“.[10] Seine bekannteste Arbeit war jedoch die typographische Gestaltung für die Dammerstocksiedlung in Karlsruhe. Um 1928 wurde er Mitglied im Deutschen Werkbund. Den größten Teil seines Lebensunterhaltes sicherten ihm (nach dem Tod des Vaters 1931) Mieteinkünfte aus vier Häusern in Hannover.

1928 initiierte Schwitters die Künstlervereinigung die abstrakten hannover.[11] Am 12. März 1928 trafen sich in seiner Wohnung in der Waldhausenstraße 5 im hannoverschen Stadtteil Waldhausen[12] die weiteren Gründungsmitglieder Hans Nitzschke, Friedel Vordemberge-Gildewart, Karl Buchheister und Rudolf Jahns.[11]

1932 trat Schwitters der SPD bei.

Als Lyriker und Schriftsteller hinterließ Kurt Schwitters ebenfalls ein umfangreiches Werk. In seiner Jugend von Expressionisten wie August Stramm beeinflusst, markiert auch für den Dichter Schwitters das Jahr 1919 den Durchbruch zu einem eigenständigen Stil mit dem Gedicht An Anna Blume. Bekannt wurde auch das groß angelegte Lautgedicht Sonate in Urlauten (oder Ursonate), das die Sonatenform nachbildet. Von diesem Text ist auch eine Tonaufzeichnung von Schwitters erhalten, dessen Vortragsqualitäten oft gerühmt wurden. Mit phonetischen oder typografischen Gedichten versuchte Schwitters, verschiedene Kunstgattungen zu verschmelzen. Seine erzählenden und dramatischen Texte sind experimentierfreudig und oft humoristisch. Die Erzählung Auguste Bolte spielt mit der Engführung und Verfremdung bildungsbürgerlicher Diskurse und kann allegorisch als Kritik der Kunstkritik aufgefasst werden.

Kurt Schwitters Hütte auf der Insel Hjertøya vor Molde

Von den Nationalsozialisten als „entartet“ verfemt, emigrierte er im Januar 1937 nach Norwegen, wo er schon in den Jahren zuvor die Sommermonate verbracht hatte. In Norwegen entstanden zwei weitere Merzbauten, in Lysaker (zerstört 1951) und auf der Insel Hjertøya (bei Molde); wohlgemerkt bezeichnete er nur den ersten als Merzbau.[13] Nach dem deutschen Überfall auf Norwegen floh er 1940 nach England. Er wurde interniert in Douglas (Isle of Man) und wohnte zuerst in London. Dort machte er Bekanntschaft mit Jack Bilbo, der Werke Schwitters' in seiner Modern Art Gallery ausstellte. Ab 1945 lebte er in Ambleside, im nordenglischen Lake District. In Elterwater konstruierte er einen letzten Merzbau (Merz barn), eine Arbeit, die er allerdings nicht zu Ende brachte. Mit seinem Gesundheitszustand stand es schon seit 1944 nicht zum Besten, als er nach einer schweren Grippe einen Schlaganfall erlitt. 1946 erlitt er einen körperlichen Zusammenbruch und zog sich auch noch einen Oberschenkelhalsbruch zu.

Grab von Kurt Schwitters in Hannover auf dem Stadtfriedhof Engesohde in der Abt. 6

Schwitters verstarb am 8. Januar 1948 in Kendal in der Grafschaft Westmorland. Todesursache waren ein Lungenödem und eine Herzmuskelentzündung. Er wurde auf dem Friedhof St. Mary’s im nahegelegenen Ambleside beerdigt. Nach einer Überführung 1970 befindet sich seine Grabstätte (auch die seines Sohnes Ernst) auf dem Stadtfriedhof Engesohde (Abteilung 6) seiner Heimatstadt Hannover. Auf diesem Friedhof spielt auch sein 1946 im Exil entstandenes satirisches Stück Das Familiengrab. Der Grabstein trägt sein Motto „Man kann ja nie wissen“. Einige seiner Werke wurden postum auf der documenta 1 (1955), der documenta II (1959) und der documenta III im Jahr 1964 in Kassel gezeigt.

Ehrungen[Bearbeiten]

Zum Andenken an Kurt Schwitters sind zwei staatliche Oberschulen nach ihm benannt worden, zum einen in Hannover und zum anderen in Berlin-Pankow. In Düsseldorf-Gerresheim ist die Förderschule im Bereich Sprache nach ihm benannt. Außerdem wurde in Hannover die gemeinsame Bibliothek der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und der Hochschule Hannover, die Bibliothek im Kurt-Schwitters-Forum an der EXPO-Plaza nach ihm benannt. Seine Heimatstadt Hannover ehrte ihn mit der Benennung des Platzes vor dem Sprengel-Museum mit seinen Namen. In Wittmund wurde eine Straße nach ihm benannt.

Nachlass[Bearbeiten]

Kurt Schwitters hat seinem Sohn Ernst Schwitters über 600 Werke vermacht. Ernst beauftragte 1963 die Marlborough Gallery in London damit, die Werke zu verwalten und zu verkaufen. 1995 erlitt Ernst einen Schlaganfall und starb 1996, sodass Kurts Enkel Bengt Schwitters die Verwaltung des Erbes übernahm. Bengt hatte „kein Interesse an Kunst oder den Werken seines Großvaters“ und kündigte die Vereinbarung der Familie mit der Marlborough Gallery. 2000 wurden der Galerie nach einem langen Rechtsstreit 18 Millionen norwegische Kronen als Entschädigung zugesprochen.[14]

Bereits 1996 boten Bengt und seine Mutter Lola dem norwegischen Kulturministerium an, alle Werke in eine Stiftung zu überführen, um die Werksammlung komplett zu erhalten und nicht wegen Steuerforderungen verkaufen zu müssen. Das norwegische Kulturministerium zeigte kein Interesse. 2001 wurde die „Kurt-und Ernst-Schwitters-Stiftung“ in Hannover gegründet, die etwa 350 abstrakte und 300 naturalistische Kunstwerke übernahm, sowie dokumentarisches Material, Bücher und Skizzen, weiterhin eine große Anzahl Fotografien von Ernst Schwitters.[15] Erst 2009/2010 zeigte das Henie Onstad Art Centre die erste größere Ausstellung in Norwegen zum Leben und Werk Kurt Schwitters. [16] Zahlreiche Bilder von Schwitters sind auch im Museum Insel Hombroich bei Neuss zu sehen.[17]

Werke[Bearbeiten]

Bildende Kunst[Bearbeiten]

Architektur/Raumkunst[Bearbeiten]

Lyrik[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Das literarische Werk. Hrsg. von Friedhelm Lach. 5 Bände. DuMont, Köln 1974–1981.
    1. Lyrik. 1974
    2. Prosa 1918–1930
    3. Prosa 1931–1948
    4. Schauspiele und Szenen
    5. Manifeste und kritische Prosa
  • Anna Blume und andere. Literatur und Graphik. Herausgegeben von Joachim Schreck. DuMont, Köln 1986. Neuauflage 1997. ISBN 3-7701-4433-3.
  • „Eile ist des Witzes Weile“. Eine Auswahl aus den Texten. Herausgegeben von Christina Weiss und Karl Riha. Reclam, Stuttgart 1987. ISBN 3-15-008392-3.
  • Der Nachlass von Kurt und Ernst Schwitters. Kurt-und-Ernst-Schwitters-Stiftung, bearb. von Isabel Schulz, Kurt-und-Ernst-Schwitters-Stiftung, Hannover 2002.
  • KUWITTER. Grotesken, Szenen, Banalitäten. Nautilus, Hamburg 2004, ISBN 3-89401-132-7.

Sekundärliteratur[Bearbeiten]

  • Roger Cardinal, Gwendolen Webster: Kurt Schwitters. Hatje Cantz, Stuttgart, 2011, ISBN 978-3-7757-2512-5 (englisch); ISBN 3-7757-2512-1 (deutsch).
  • John Elderfield: Kurt Schwitters. Claassen, Düsseldorf 1987, ISBN 0-500-23426-4.
  • Dietmar Elger: Der Merzbau von Kurt Schwitters. Eine Werkmonographie. 2. Aufl. König, Köln 1999, ISBN 3-88375-362-9. (Kunstwissenschaftliche Bibliothek. Bd. 12)
  • Manfred Engel: Collage als Karnevalisierung. Schwitters Merzkunst. In: Bachtin im Dialog. Festschrift für Jürgen Lehmann. Hrsg. von Markus May und Tanja Radtke. de Gruyter, Heidelberg 2006, ISBN 978-3-8253-5279-0, S. 271–296.
  • Walter Fähnders, Helga Karrenbrock: „Ich sage nämlich das Gegenteil, aber nicht immer.“ Die Avantgarde-Manifeste von Kurt Schwitters. In: Manifeste: Intentionalität. Hrsg. von Hubert van den Berg und Ralf Grüttemeier. Rodopi, Amsterdam/Atlanta 1998, ISBN 90-420-0318-9, S. 57–90.
  • Georg Franzen: Das Kunstwerk als Erfahrungsraum: Assoziationen im Merzbau. In: Musik-,Tanz- und Kunsttherapie, 12, S. 72–76. Hogrefe, Göttingen 2001
  • Evelyn Fux: Schnitt durch die verkehrte Merzwelt. Konzeptionen des Narrativen in der Prosa von Kurt Schwitters. Hrsg. von Anja Ohmer. Weidler, Berlin 2007, ISBN 978-3-89693-484-0. (Aspekte der Avantgarde, Band 10)
  • Adrian Notz and Hans Ulrich Obrist (Hrsg.): Merz World – Processing the Complicated Order. JRP Ringier, August 2007, ISBN 978-3-905701-37-1. Mt Beiträgen von Stefano Boeri, Peter Bissegger, Dietmar Elger, Yona Friedman, Thomas Hirschhorn, Hans Ulrich Obrist, Karin Orchard und Gwendolen Webster.
  • Otto Nebel: Kurt Schwitters zum Gedächtnis. In: text + kritik, Nr. 35/6, München 1972, in: Schriften zur Kunst hrsg. mit einem Geleitwort von Rene´Radrizzani. Mäander, München 1988, ISBN 3-88219-405-7.
  • Ernst Nündel: Kurt Schwitters mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek 1981, ISBN 3-499-50296-8.
  • Karin Orchard: Schwitters, Kurt. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 24, Duncker & Humblot, Berlin 2010, ISBN 978-3-428-11205-0, S. 90–92 (Digitalisat).
  • Karin Orchard, Isabel Schulz: Kurt Schwitters. Werke und Dokumente. Verzeichnis der Bestände im Sprengel-Museum Hannover. Katalog. Sprengel-Museum, Hannover 1998, ISBN 3-89169-132-7.
  • Karin Orchard, Isabel Schulz: Kurt Schwitters Catalogue raisonné. Hrsg. von Sprengel Museum Hannover. Ostfildern-Ruit, Bd.1, 2000: ISBN 3-7757-0926-6 / Bd. 2, 2003: ISBN 3-7757-0988-6 / Bd. 3, 2006: ISBN 3-7757-0989-4
  • Gerhard Schaub (Hrsg.): Kurt Schwitters: „Bürger und Idiot“. Beiträge zu Werk und Wirkung eines Gesamtkünstlers. Mit unveröffentlichten Briefen an Walter Gropius. Fannei und Walz. Berlin 1993, ISBN 3-927574-19-8.
  • Bernd Scheffer: Anfänge experimenteller Literatur: das literarische Werk von Kurt Schwitters. Bouvier, Bonn 1978, ISBN 3-416-01396-4.
  • Klaus Stadtmüller: Schwitters in Norwegen. Arbeiten, Dokumente, Ansichten. Postskriptum, Hannover 1997, ISBN 3-922382-73-8.
  • Gwendolen Webster: Kurt Merz Schwitters. A biographical study. University of Wales Press, Cardiff 1997, ISBN 0-7083-1438-4.[1]
  • Gwendolen Webster: Kurt Schwitters’ Merzbau. PhD-Dissertation, 2007. [2]

Philatelie[Bearbeiten]

  • 1987: Briefmarke im Wert von 80 Pfennig, herausgegeben von der Deutschen Bundespost zum 100-jährigen Geburtstag von Kurt Schwitters.
  • 2007: Briefmarke im Wert von 172 Pence, herausgegeben vom Philatelic Bureau der Isle of Man.[18]

Audiovisuelles[Bearbeiten]

Tonträger[Bearbeiten]

  • Kurt Schwitters: Herbst, Die Raddadistenmaschine, Hannover, Dorf, Kritiker. In: Expressionistische Dichter des Sturms – Otto Nebel spricht: August Stramm, Kurt Schwitters, Otto Nebel. rec. Wien 1962; Amadeo AVRS 2060.
  • Ursonate. Orig. Performance von Kurt Schwitters. Mainz: WERGO Schallplatten, Mainz 1994. 1 CD, mono, AAD + Beiheft. (reihe Music of our century.)
  • Kurt Schwitters: Von der Gurgel bis zur Zehe. Vorgetragen von Bernd Rauschenbach. Zürich: Kein & Aber 2003. 1 Doppel-CD. + 1 Begleith. ISBN 3-0369-1142-1
  • Kurt Schwitters: Ursonate. Gesprochen von Jaap Blonk. Aalsmaar (NL): Bastamusic 2004. 2 CDs. 61 Minuten.
  • Kurt Schwitters: Urwerk. Herausgegeben von Robert Galitz, Kurt Kreiler und Klaus Gabbert. Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2008. 1 MP3-CD. 4 Stunden Spielzeit. (Enthält neben verschiedenen Interpretationen der Ursonate zahlreiche andere Stücke der Schwitterschen Lautpoesie.)
  • weitere Aufnahmen der Ursonate siehe: Ursonate

Video[Bearbeiten]

  • Ernst Schwitters erzählt: Kurt Schwitters – Rückwärts von naH. DuMont Buchverlag, Köln 1988.
  • Laure Prouvost: Wantee. (Turner Prize 2013.[19])

Film[Bearbeiten]

  • 1982: Unsterblichkeit ist nicht jedermanns Sache. Kurt Schwitters. Buch und Regie: Klaus Peter Dencker. Produktion: Saarländischer Rundfunk/Saarländisches Fernsehen (60 Minuten).

Comic[Bearbeiten]

  • Lars Fiske: Jetzt nenne ich mich selbst Merz, Herr Merz! Avant, Berlin 2013, ISBN 3939080799.[20]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kurt Schwitters – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Robert Darmstädter: Reclams Künstlerlexikon. Philipp Reclam jun., Stuttgart 1979, ISBN 3-15-010281-2, S. 650
  2. http://www.schwitters-stiftung.de/bio-ks.html
  3. Ernst Nündel: Schwitters. Rowohlt Verlag, S. 13–19.
  4. Ralf Burmeister: ‘Durch Gegensätzlichkeit verwandt’; Mentalitätsunterschiede von Dada und Merz. In: Kurt Schwitters: Merz – ein Gesamtweltbild. Auss.kat. Museum Tinguely, Basel 2004, Seite 140–149.
  5. Karin Orchard & Isabel Schulz (ed.): Kurt Schwitters Catalogue Raisonné 1905–22. Hatje Cantz Verlag, Ostfildern, 2000, Nr. 575.
  6. Ralf Burmeister, ‘Durch Gegensätzlichkeit verwandt’; Mentalitätsunterschiede von Dada und Merz’, in Kurt Schwitters: Merz – ein Gesamtweltbild, Auss. Cat. Museum Tinguely, Basel 2004, Seite 144.
  7. Raoul Schrott, dada 15/25, Haymon Verlag, Innsbruck 1992, Seite 225 und 229
  8. Ernst Nündel: Schwitters, S. 19 f, 33–36
  9. Friedhelm Lach (Hrsg.): Kurt Schwitters. Das literarische Werk, Band 5, Köln 1981, zitiert nach: Kurt Schwitters, 1887-1948, Frankfurt am Main/Berlin 1986, ISBN 3-549-06667-8.
  10. Lust und Scherz für's Kinderherz. Von Hannover in die Welt, PDF-Dokument des Faltblattes zur gleichnamigen Ausstellung im Historischen Museum Hannover vom 18. Januar bis 15. April 2012
  11. a b Hugo Thielen: abstrakte hannover- die a. h., in: Stadtlexikon Hannover, S. 10
  12. Sabine Seitz u.A.: 12.03.1927: Gründung Künstlervereinigung „Die Abstrakten“, Hörfunksendung auf NDR 1 [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 29. Januar 2013
  13. Ernst Nündel, 'Kurt Schwitters, Wir spielen, bis der Tod uns abholt, Briefe' Ullstein 1975, Seite 286
  14. Alexander, Leslie. Marlborough Vindicated. Art & Antiques. April 2001: 38.
  15. Dagbladet 6. Dezember 2001: Schwitters kunst til Tyskland.
  16. Henie Onstad Art Centre (Hrsg.): Schwitters in Norway. Ausstellungskatalog, ed. Karin Orchard, 2009, ISBN 978-3-7757-2420-3
  17. Über 130 Werke der Schwitters-Sammlung des Sprengelmuseum Hannover in ihrer Zeit. Projektleitung: Norbert Nobis. Hannover: Schlüter 1996. 1 CD-ROM. + Begleitheft. (M-Art-Edition. 1)
  18. IOM internment art features on new Manx stamps. BBC UK, 5 August 2010
  19. Laure Prouvost auf der Website des Turner Prize 2013. Abgerufen am 3. Dezember 2013.
  20. Rezension: Jonas Engelmann: Da Da Da. In: Dschungel, Beilage zu jungle world, 27, 4. Juli 2012, S. 2–5. (auch online)
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