Mesa 3D

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Mesa 3D
Maintainer VMware (bisher Tungsten Graphics)[1]
Entwickler Brian Paul
Aktuelle Version 10.0.4
(12. März 2014[2])
Betriebssystem Unix-ähnlich, BSD, Linux
Programmier­sprache C, Assembler[3]
Kategorie Grafikbibliothek
Lizenz MIT-Lizenz
www.mesa3d.org
Mesa /DRI und Gallium3D haben unterschiedliche Modelle für Gerätetreiber; beide teilen allerdings große Mengen an freiem Quellcode
Darstellung des Linux-Grafik-Stapels
Die Implementierung der EGL-API durch Mesa 3D ist eine Grundlage für das Wayland Display-Server-Protokoll. Es gibt eine spezielle Bibliothek namens libwayland-EGL, die dazu dient, den Zugriff auf den framebuffer zu erleichtern

Mesa 3D ist eine freie Grafikbibliothek, die die OpenGL-Spezifikation umsetzt und auf vielen Betriebssystemen wie Linux, AmigaOS3, AmigaOS4, SkyOS, Haiku, ZETA und BSD genutzt wird, um OpenGL-Funktionalität zu implementieren. Hardwarebeschleunigte 3D-Grafik ist durch die Kombination mit der Direct Rendering Infrastructure möglich. Die Quellen der Mesa-Bibliothek stehen unter der MIT-Lizenz.

Im August 1993 begann Brian Paul mit der Entwicklung einer Grafikbibliothek, die zu der damals neuen OpenGL-Programmierschnittstelle kompatibel sein sollte. Im November 1994 erhielt er die Genehmigung von SGI, Mesa zu veröffentlichen, und im Februar 1995 erschien Mesa 1.0. OpenGL war bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht weitreichend verfügbar, und viele Entwickler kamen durch Mesa mit OpenGL in Kontakt. Im Oktober 1996 erschien Mesa 2.0, welches OpenGL 1.1 unterstützte. Die Version 2.2, die im März 1998 erschien, unterstützt die Hardwarebeschleunigung via 3dfx-Glide. Die am 22. Juni 2007 veröffentlichte Version 7.0 unterstützt erstmals OpenGL 2.1. Mit der Veröffentlichung der Version 8.0 am 9. Februar 2012 wird die OpenGL-3.0-Spezifikation unterstützt.[4] Mit der Version 9.0 am 8. Oktober 2012 kam die Unterstützung für OpenGL 3.1 hinzu.[5]

Softwarearchitektur[Bearbeiten]

Implementierte APIs[Bearbeiten]

Das Mesa 3D-Projekt beinhaltet und pflegt auch Implementierungen von diversen Programmierschnittstellen für die Hardware-beschleunigte Rasterung:

Das ebenfalls unter einer freien Lizenz entwickelte Wine-Projekt beinhaltet eine Implementierung von Microsofts Direct3D Version 9. Diese kann entweder unter Zuhilfenahme einer Übersetzung von Direct3D-Calls auf OpenGL-Calls genutzt werden, oder aber auch, seit der Veröffentlichung des Gallium3D-State-Trackers für Direct3D 9 auch direkt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. VMware's year end acquisition of Tungsten Graphics (englisch) – Artikel bei InfoWorld, vom 16. Dezember 2008
  2. Mesa 10.0.4) (englisch announcement by Carl Worth)
  3. Mesa: Analysis Summary (englisch) – Seite bei Ohloh; Stand: 8. Juni 2011
  4. Mesa3D 8.0.3 release notes (englisch)
  5. Mesa3D 9.0 release notes (englisch)