Mescherin

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Mescherin führt kein Wappen
Mescherin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mescherin hervorgehoben
53.247514.4316666666674Koordinaten: 53° 15′ N, 14° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Uckermark
Amt: Gartz (Oder)
Höhe: 4 m ü. NHN
Fläche: 30,96 km²
Einwohner: 784 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16307
Vorwahl: 033332
Kfz-Kennzeichen: UM, ANG, PZ, SDT, TP
Gemeindeschlüssel: 12 0 73 393
Adresse der Amtsverwaltung: Kleine Klosterstraße 153
16307 Gartz (Oder)
Webpräsenz: www.gartz.de
Bürgermeister: Wilfried Burghardt
Lage der Gemeinde Mescherin im Landkreis Uckermark
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Mescherin ist eine Gemeinde im Nordosten des Landkreises Uckermark. Sie liegt im Bundesland Brandenburg (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Gartz (Oder) mit Sitz in der gleichnamigen Stadt verwaltet. Sie entstand am 31. Dezember 2002 aus dem Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Mescherin, Neurochlitz, Radekow und Rosow.[2]

Geografie[Bearbeiten]

Das westliche Gemeindegebiet liegt im Bereich einer Endmoräne, die sich am Westrand des Odertales mit Höhen von etwa 65 m ü. NN entlang zieht. Der Hauptort Mescherin dagegen liegt direkt am steilen Ufer der Westoder, die 10 km flussaufwärts aus der Teilung des Hauptstromes, der hier nur Zentimeter über dem Meeresspiegel liegt, hervorgeht. Die Westoder (polnisch: Odra Zachodnia) ist Grenzfluss zur Republik Polen, die parallel fließende Ostoder (polnisch: Odra Wschodnia) befindet sich vollständig auf polnischem Territorium. Zwei Kilometer nördlich von Mescherin ist auch die Westoder beidseitig polnisch; hier beginnt der etwa 55 km lange Abschnitt der Landgrenze zu Polen, der sich nach Norden bis zum Stettiner Haff hinzieht.

Die nächstgelegenen Städte sind Gryfino (Greifenhagen), Gartz (Oder), Penkun und Stettin. Mescherin ist die nördlichste Gemeinde im Nationalpark Unteres Odertal.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Neben den vormals selbständigen Orten und heutigen Ortsteilen Mescherin, Neurochlitz, Radekow und Rosow gehören die bewohnten Gemeindeteile Staffelde des Ortsteiles Mescherin sowie Neu-Rosow des Ortsteiles Rosow zur Gemeinde.

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 16 parteilosen Einzelbewerbern.

(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung seit 1875.
Blaue Linie: Bevölkerungsentwicklung des Gebietes in den heutigen Grenzen.
Gepunktete Linie: Normierte Bevölkerungsentwicklung des Landes Brandenburg.
Mescherin:
Bevölkerungsentwicklung in den Grenzen von 2013
Jahr Einwohner
1875 2 221
1890 1 950
1910 1 948
1925 1 711
1933 1 622
1939 1 630
1946 1 914
1950 1 982
1964 1 549
1971 1 460
Jahr Einwohner
1981 1 021
1985 964
1989 864
1990 856
1991 809
1992 821
1993 827
1994 859
1995 856
1996 848
Jahr Einwohner
1997 843
1998 824
1999 863
2000 857
2001 832
2002 809
2003 800
2004 785
2005 776
2006 778
Jahr Einwohner
2007 783
2008 777
2009 788
2010 785
2011 760
2012 791
2013 784

Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[4].

Geschichte[Bearbeiten]

Der Seeberg, Blick in Richtung Osten.

1297 wurde Mescherin erstmals in einer Schenkungs-Urkunde erwähnt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg, der das gesamte Gebiet stark in Mitleidenschaft zog, gehörte Mescherin 72 Jahre zu Schwedisch-Pommern.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde aus anfänglichen Sandgruben ein regelrechter Abbau-Standort. 1857 wurden zwei Holzbrücken über die Oder gebaut, 1911 folgte eine Eisenbrücke, die nach lang anhaltenden Kampfhandlungen 1945 zerstört wurde. Bis 1945 war Mescherin ein Bestandteil der preußischen Provinz Pommern.

Mit dem Bau von Wochenendhäusern und einem Campingplatz ab 1977 begann die Erschließung der Gemeinde für den Tourismus. 1999 wurde das Bollwerk an der Westoder restauriert, so dass heute auch Sportboote dort anlegen können.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Nach dem Zensus 2011 hat die Gemeinde einen Ausländeranteil von 13,8% wovon alle polnische Staatsbürger sind.[5]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Mescherin ist der Endpunkt der B 113, die zwei Kilometer westlich von Mescherin die B 2 (Schwedt/Oder–Szczecin) kreuzt. Die B 113 führt in zwölf Kilometern Entfernung zum Autobahnanschluss Penkun der A 11. Die nächste Bahnstation ist der Bahnhof Tantow an der Bahnstrecke Berlin–Szczecin in der Nachbargemeinde Tantow. Bis 1980 gab es mit dem Bahnhof Rosow auch im heutigen Mescheriner Ortsteil Rosow eine Bahnstation. Zur polnischen Nachbarstadt Gryfino/Greifenhagen besteht in Fortführung der B 113 ein Grenzübergang über die Oder.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Gedenkstein neben der Kirche

In der Liste der Baudenkmale in Mescherin stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Quellenangaben[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  3. http://gartz.de/politik/mitglieder.php?gremium=102
  4. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  5. Zensus 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mescherin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien