Messerschmitt P.1101

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Messerschmitt Me P.1101
Modell einer Messerschmitt Me P.1101
Typ: Experimental Jagdflugzeug
Entwurfsland: Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Hersteller: Messerschmitt AG
Erstflug: nicht geflogen
Stückzahl: 1

Die Messerschmitt P. 1101 war ein Versuchsflugzeug, bei dem der Pfeilwinkel der Tragflächen geändert werden konnte.

Das Flugzeug ging auf einen Entwicklungsauftrag des Oberkommandos der Luftwaffe (OKL) nach einem einsitzigen Jäger mit 1.000 km/h Geschwindigkeit in 7.000 m Höhe zurück, der Mitte 1944 erteilt worden war. Die P.1101 diente dabei primär der Erprobung der gepfeilten Tragflächen und sollte selbst nicht dem OKL als Entwurf für die Ausschreibung vorgelegt werden, dafür aber die nachfolgend zu entwickelnde Messerschmitt P.1110. Da die vorgesehene Heinkel-HeS-011-Strahlturbine noch nicht zur Verfügung stand, wurde der Prototyp mit einem Junkers-Jumo-004-Triebwerk ausgerüstet. Die Tragflächenpfeilung der P. 1101 war nur am Boden im Winkel zwischen 35° bis 45° verstellbar. Als das Flugzeug kurz vor der Fertigstellung war, eroberten die Amerikaner im April 1945 das Messerschmitt-Werk in Oberammergau (die sog. Oberbayerische Forschungsanstalt) und überführten den Prototyp in die USA, um ihn umfangreichen Tests zu unterziehen. Als Ergebnis entstand die Bell X-5, die ein von der P. 1101 abgeleitetes Flugzeug war und deren Schwenkflügel in der Luft verstellbar waren. Forschungsergebnisse gelangten auch nach Schweden und bildeten die Entwicklungsgrundlage der Saab 29 „Tunnan“.[1]

Technische Daten[Bearbeiten]

Bell X-5
Kenngröße Daten (Stand 24. Juli 1944)
Besatzung ein Pilot
Länge 6,85 m
Spannweite 7,15 m
Tragflügelfläche
Höhe 2,45 m
Leermasse
Startmasse 3.000 kg (davon 710 kg Kraftstoff im Triebwerk und 340 kg Ballast )
Bewaffnung zwei MK 108 mit insgesamt 315 Schuss und eine SC-500-Bombe
Triebwerk ein Strahltriebwerk Heinkel HeS 011-A-0 mit 12,7 kN (1.300 kp) Schub
Höchstgeschwindigkeit 1.050 km/h
Dienstgipfelhöhe 12.000 m
Reichweite
Flächenbelastung
Modell einer Messerschmitt Me P.1101 (Phantasiemarkierungen)
Kenngröße Daten (Stand 30. August 1944)
Besatzung ein Pilot
Länge 9,37 m
Spannweite 8,16 m bei 40° Pfeilung
Flügelfläche 13,50 m²
Höhe 3,08 m
Leermasse 2.642 kg
Startmasse 3.554 kg (davon 830 kg Kraftstoff)
Bewaffnung ein MK 112 oder zwei MK 108 und möglicherweise eine MK 108 oder MK 103, zwei SG-500-Jagdfaust-Raketen in der Nase und eine SC-500-Bombe
Triebwerk ein Strahltriebwerk Heinkel HeS 011-A-0 mit 12,7 kN (1.300 kp) Schub
Höchstgeschwindigkeit 1.080 km/h
Dienstgipfelhöhe 14.800 m
Reichweite 1.500 km
Flächenbelastung 263 kg/m²
3-Seiten-Ansicht
Kenngröße Daten (Stand 22. Februar 1945 für die geplante Serienausführung)
Besatzung ein Pilot
Länge 9,175 m
Spannweite 8,25 m bei 40° Pfeilung
Flügelfläche 15,85 m²
Höhe 3,71 m
Leermasse 2.594 kg
Startmasse 4.064 kg (davon 1.250 kg Kraftstoff)
Bewaffnung vier MK 108 mit insgesamt 210 Schuss und vier X-4-Raketen
Triebwerk ein Strahltriebwerk Heinkel HeS 011-A-0 mit 12,7 kN (1.300 kp) Schub
Höchstgeschwindigkeit 985 km/h
Dienstgipfelhöhe 12.000 m
Reichweite 1.500 km
Flächenbelastung 296,5 kg/m²

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • W. Radinger, W. Schick: Messerschmitt-Geheimprojekte. AVIATIC Verlag, Oberhaching 1991, ISBN 3-925505-14-8.
  • Heinz J. Nowarra: Die deutsche Luftrüstung 1933–1945. Bernard & Graeffe Verlag, Koblenz 1993, ISBN 3-7637-5464-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Radinger, Schick: Messerschmitt-Geheimprojekte. Aviatic Verlag.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Messerschmitt P.1101 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien