Mesum

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52.2241666666677.484444444444439Koordinaten: 52° 13′ 27″ N, 7° 29′ 4″ O

Mesum
Stadt Rheine
Ehemaliges Gemeindewappen von Mesum
Höhe: 39 m
Fläche: 23 km²
Einwohner: 8615 (31. Dez. 2010)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 48432
Vorwahl: 05975
Auszug aus dem Buch: „Stadt und Amt Rheine“ Heinrich Vollmer, 1903, Seite 30

Mesum ist ein Dorf an der Ems in Westfalen. Es ist ein Stadtteil von Rheine im Kreis Steinfurt.

Geographie[Bearbeiten]

Im Süden grenzt Mesum an die Stadt Emsdetten, im Westen an den Rheiner Ortsteil Hauenhorst. Östlich der Ems schließt sich der Stadtteil Elte an.

Geschichte[Bearbeiten]

Das heutige Mesum entwickelte sich aus der seit 1373 selbständigen Kirchengemeinde St.Johannes Baptist Mesum.

Am 1. Januar 1975 wurde Mesum in die Stadt Rheine eingemeindet.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Am 6. Juni 1961 waren in der damaligen Gemeinde Mesum 4694 Einwohner gemeldet. Am 27. Mai 1970 waren es 5774 Einwohner.[2]

Derzeit leben ca. 8600 Einwohner (Stand 2011) auf einer Fläche von 23 km² in Mesum. Der Anteil von Menschen ausländischer Herkunft an der Bevölkerungszahl liegt bei 1,9 % (163 Einwohner). 90 % der Einwohner sind Christen, davon 79 % römisch-katholisch und 11 % evangelisch-lutherisch.

Kirchen[Bearbeiten]

In Mesum stehen drei Kirchen, zwei davon sind römisch-katholisch und eine evangelisch. Die alte Kirche auf dem Friedhof ist das älteste Bauwerk der Stadt Rheine. Sie ist um 1350 entstanden und wird noch heute zu verschiedenen Anlässen von der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist genutzt. Die Pfarrkirche St. Johannes Baptist im Ortskern von Mesum wurde von 1887–1956 im neugotischen Stil errichtet und ist mit 55 Meter (ohne Turmkreuz) das höchste Mesumer Bauwerk. Den Baubeginn machte der Architekt Hilger Hertel. Die evangelische Samariterkirche entstand erst 1956.

Bildung[Bearbeiten]

Grundschulen[Bearbeiten]

  • Franziskusschule
  • Johannesschule

Hauptschulen[Bearbeiten]

  • Don-Bosco-Schule

Kindergärten[Bearbeiten]

  • Kindergarten St.Josef
  • Kindergarten St.Marien
  • Kindergarten Lummerland

Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • jeden Donnerstag: Wochenmarkt im Ortskern
  • Silvester: Feuerwerk für Kinder am Spielplatz Hasenhöhle
  • erste Septemberwoche: Open Air Festival (Trosse Kult)
  • jährlich: Wettkampf um den Beach-Volleyball-Dorfpokal in den Anlagen Hassenbrock
  • jährlich: Sportlicher Wettkampf um den Feldklause-Cup auf dem Platz an der Moorstraße (FC Feldklause e.V.)
  • zweites Wochenende im August: Schützenfest (Schützenvereinigung 1877 e. V. Mesum)

Freizeit[Bearbeiten]

In der Nähe befindet sich die Golfanlage „Gut Winterbrock“ mit dem 18-Loch-Meisterschaftsplatz (Südkurs) sowie einem öffentlichen 9-Loch-Platz (Nordkurs). Es gibt in Mesum vier Sportvereine und mehrere Chöre.

Schmachtlappen und Feldpoggen[Bearbeiten]

Statuen des Schmachtlappens und der Feldpogge im Ortskern

Eine Zweiteilung des Ortes Mesum lässt sich ungefähr an der Bahnlinie Münster-Rheine festmachen. Westlich der Bahngleise befindet sich Mesum-Feld, auf der östlichen Seite der Teil Mesum-Dorf, welcher das Versorgungszentrum des Ortes darstellt. Die Bewohner der beiden inoffiziellen Ortsteile werden Feldpoggen bzw. Schmachtlappen genannt und wurden in Form zweier Bronze-Figuren des Bildhauers Werner Bruning auf dem Platz gegenüber der Kirche verewigt. Die Titulierung der Feldpoggen und Schmachtlappen ist auf das 19. Jahrhundert zurückzuführen. Schon damals gab es eine Rivalität der beiden Ortsteile. Auf der einen Seite die Dorfgemeinschaft, die überwiegend aus einfachen Arbeitern und Tagelöhnern bestand und wegen ihres schmalen Geldbeutels von den reicheren Bauern als Schmachtlappen beschimpft worden sind, und auf der anderen Seite die eben erwähnten wohlhabenden Bauern, die von den Tagelöhnern verächtlich Feldpoggen genannt wurden, da es in dieser Gegend sehr viele Frösche (Poggen) gab. Diese Rivalität findet auch heute noch unterschwellig im Brauchtum Mesums ihren Platz.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stadt Rheine: Infospiegel - Daten, Zahlen, Fakten (PDF; 1,2 MB)
  2. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 317.