MetallRente

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Das Logo der MetallRente GmbH

Die MetallRente GmbH ist ein Versorgungswerk für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie und angeschlossene Branchen. Sie wurde 2001 von den Tarifvertragsparteien der Metall- und Elektronidustrie, IG Metall und Gesamtmetall, zur Bereitstellung von tarifvertragskonformen Produkten für die betriebliche Altersversorgung gegründet. Neben solchen bietet sie auch Berufsunfähigkeits- und private Riester-Rentenversicherungsprodukte für die teilnehmenden Branchen an.

Die Leistungen des Versorgungswerkes stehen den Angehörigen von über 26.000 Unternehmen zur Verfügung. Sie hat einen Vertragsbestand von über 500.000 Verträgen (Stand Februar 2014) und buchte im Geschäftsjahr 2012 Neubeitragseinnahmen von 58 Mio. Euro. Nach eigenen Angaben ist die MetallRente GmbH damit das größte branchenübergreifende industrielle Versorgungswerk Deutschlands.[1]

Risikoträger der Altersvorsorgeverträge des Versorgungswerks MetallRente sind mehrere Versicherungen, wie Allianz, Generali, ERGO, R+V Versicherung und Swiss Life.

Rolle und Funktion[Bearbeiten]

Das Versorgungswerk bietet Unternehmen und deren Beschäftigten kapitalgedeckte Vorsorgelösungen an. Hierzu gehören die betriebliche Altersversorgung (bAV), die staatlich geförderte Riester-Rente sowie die Absicherung von Berufs- und Erwerbsunfähigkeit und Hinterbliebenenschutz.

Als Institution der Tarifvertragsparteien der Metall- und Elektroindustrie erfüllt MetallRente die Anforderungen der Tarifverträge zur Entgeltumwandlung (EUW) und über Altersvorsorgewirksame Leistungen für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie sowie angeschlossener Branchen durch die Bereitstellung tarifvertragskonformer Vorsorgeprodukte.

MetallRente steht auch Unternehmen offen, die nicht Mitglied im Arbeitgeberverband sind und für Verbände und Unternehmen, die nicht zur Metall- und Elektroindustrie gehören. So haben sich u. a. die Branchen der Holz- und Kunststoffverarbeitung, der Textil- und Bekleidungsindustrie und die Stahlindustrie und Handwerksbetriebe aus diesen Branchen dem Versorgungswerk angeschlossen. Auch Unternehmen anderer Branchen haben sich für MetallRente entschieden. MetallRente gehört daher seit Jahren zu den erfolgreichsten und am stärksten wachsenden Versorgungswerken.

Struktur und Gremien[Bearbeiten]

An der MetallRente GmbH sind beide Tarifparteien, die Industriegewerkschaft Metall und der Arbeitgeberverband Gesamtmetall zu gleichen Teilen als Gesellschafter beteiligt. Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, die Geschäftsführung und der Beirat.

Konsortium[Bearbeiten]

MetallRente hat Verträge mit führenden Versicherungs- und Finanzdienstleistungsunternehmen geschlossen, die in ihrem Auftrag Alters-, Hinterbliebenen- und Berufsunfähigkeitsvorsorge für das Versorgungswerk bereitstellen und betreiben. Kooperationspartner sind Allianz, ERGO, Generali, R+V und Swiss Life. Die Zusammenarbeit mit mehreren Partnern ermöglicht u. a. eine hohe Verzinsungssicherheit durch Risikodiversifikation.

Kapitalanlage[Bearbeiten]

Bei der Kapitalanlage muss man zwischen fondsgebundenen und klassischen Angeboten des Versorgungswerks MetallRente unterscheiden.

Kapitalanlage bei den fondsgebundenen Angeboten[Bearbeiten]

Ein Kapitalanlageausschuss, der mit Vertretern von IG Metall und Gesamtmetall besetzt ist, bestimmt die Kapitalanlage beim MetallPensionsfonds und den fondsgebundenen Durchführungswegen MetallDirektversicherung, MetallPensionskasse sowie bei MetallRente.Riester. Unter Federführung der MetallRente GmbH entscheidet dieser Ausschuss über die Kapitalanlagestrategie. Dabei stehen nachhaltige Anlagen und eine breite Risikostreuung im Fokus. Gleichzeitig sollen die Renditechancen, die der Aktienmarkt bietet, effektiv genutzt werden.

Klassische Kapitalanlage

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Für die Kapitalanlage im Bereich der klassischen Angebote von MetallRente sind die Versicherungsunternehmen, die an den Konsortien des Versorgungswerkes beteiligt sind ihrer jeweiligen Beteiligungsquote entsprechend verantwortlich. Die MetallRente GmbH und ihr Beirat haben sich dabei weitreichende Kontrollrechte vorbehalten.

Vorsorgeangebote[Bearbeiten]

MetallRente.bAV[Bearbeiten]

Das Versorgungswerk MetallRente bietet Unternehmen und Beschäftigten verschiedene Möglichkeiten arbeitnehmer- und/ oder arbeitgeberfinanzierter betrieblicher Altersversorgung und Bausteine für die Absicherung von Berufs- und Erwerbsunfähigkeit und Hinterbliebenenschutz. Die Kunden des Versorgungswerks können dabei i. d. R. zwischen Garantie- und Fondsprodukten wählen. MetallRente bietet seinen Kundenunternehmen und ihren Beschäftigten die Möglichkeit, Großkundenkonditionen sowie staatliche Förderung durch Steuervorteile und Sozialversicherungsbeitragsersparnisse zu nutzen. Nach Ausscheiden aus einem Betrieb ist entweder die Mitnahme des MetallRente-Vertrages zu einem neuen Arbeitgeber oder dessen private Fortführung möglich.

MetallRente.Riester[Bearbeiten]

Neben betrieblicher Altersversorgung bietet das Versorgungswerk eine private Riester-Rente, ebenfalls als klassische und oder fondsgebundene Rentenversicherung an. Der entscheidende Vorteil: Unternehmen können mit MetallRente einen besonders günstigen Kollektivtarif für ihre Beschäftigten vereinbaren.

MetallRente.BU[Bearbeiten]

Die private selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung bietet exklusive Konditionen für alle Beschäftigten der Branchen, in denen MetallRente vertreten ist. Die besonderen Vorteile: Auch bei einem Berufswechsel ist die Beitragsstabilität garantiert. Schon Auszubildende genießen einen vollwertigen Berufsunfähigkeits-Versicherungsschutz.

Partnerschaften[Bearbeiten]

UN-PR[Bearbeiten]

Das Versorgungswerk MetallRente hat die Prinzipien der Vereinten Nationen für verantwortungsbewusstes Investment (United Nations Principles for Responsible Investment - UN-PRI) unterzeichnet. Damit hat sich MetallRente verpflichtet, aktiv für ökologische Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und ethische Belange der Unternehmensführung einzutreten und die Prinzipien der UN-PRI bei ihren Investmentstrategien zu berücksichtigen. Entwickelt wurden die PRI von den UN-Organisationen UNEP Finance Initiative und der UN Global Compact zusammen mit einer internationalen Gruppe institutioneller Anleger. Sie spiegeln die zunehmende Bedeutung von Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungskriterien (englisch: environmental, social and governance = ESG) bei Investitionsentscheidungen wider.

CDP[Bearbeiten]

Seit Juni 2010 ist das Versorgungswerk MetallRente als Signatory Investor zudem Mitglied der Initiative Carbon Disclosure Project (CDP). Das Carbon Disclosure Project (CDP) ist eine im Jahr 2000 in London gegründete Non-Profit-Organisation. Ihr Ziel ist es, mehr Transparenz hinsichtlich der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen durchzusetzen. Investoren, Unternehmen, politische Entscheidungsträger, Wissenschaftler und die Medien nutzen die CDP-Daten, um sich über klimarelevante Daten und Strategien von Unternehmen zu informieren. Investoren verwenden diese Daten u. a. zur Bewertung langfristiger Chancen und Risiken ihrer Portfolien, zur Festlegung ihrer Investmentstrategie sowie zur Entwicklung von Anlageprodukten und Indizes.

B.A.U.M.[Bearbeiten]

Unter dem Kürzel B.A.U.M. verbindet der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V. seit 1984 erfolgreich und zukunftsorientiert ökonomische, ökologische und soziale Fragen, also die Prinzipien der Nachhaltigkeit, miteinander. B.A.U.M. ist heute mit über 500 Mitgliedern die größte Umweltinitiative der Wirtschaft in Europa.

ddn[Bearbeiten]

Mitglieder des Demographischen Netzwerks e. V. sind Unternehmen aller Branchen und Größen, aber auch öffentliche Institutionen, Wissenschaftler oder Privatpersonen, die sich mit dem Thema Demographie beschäftigen. Das Demographie Netzwerk e. V. ist ein Netzwerk von Unternehmen für Unternehmen, die sich zusammengetan haben, um sich gemeinsam den Herausforderungen des demographischen Wandels zu stellen. Gegründet wurde ddn im März 2006, auf Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Initiative.

Geschichte[Bearbeiten]

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11.05.2001 Verabschiedung des Rentenreformgesetzes `01 (in Kraft: 01.01.2002)
04.09.2001 Verhandlungsergebnis der Tarifparteien der Metall- und Elektroindustrie: „Altersversorgung Metall und Elektro – eine gemeinsame Einrichtung von Gesamtmetall und IG Metall“ soll aufgebaut werden. Tarifvertrag zur Entgeltumwandlung zwischen Gesamtmetall und IG Metall
10.09.2001 Ausschreibung
29.10.2001 Gründung der MetallRente GbR
18.12.2001 Unterzeichnung des Rahmenvertrags über die Zusammenarbeit mit den beteiligten Konsorten zur Bereitstellung von Vorsorgelösungen der betrieblichen Altersversorgung
10.04.2002 Start der Vertriebsaktivitäten
08.09.2004 Tarifvertrag zur Entgeltumwandlung zwischen Gesamtmetall und IG Metall
01.01.2005 Erweiterung des bAV-Konsortiums
22.04.2006 Tarifvertrag zur Entgeltumwandlung zwischen Gesamtmetall und IG Metall
22.04.2006 Tarifvertrag über altersvorsorgewirksame Leistungen
11.07.2006 Unterzeichnung der Vereinbarung über die Zusammenarbeit mit beteiligten Konsorten zur Bereitstellung einer zusätzlichen privaten Berufsunfähigkeitsversicherung
01.10.2006 Die private Riester-Rente als klassische und als fondsgebundene Rentenversicherung wird in das Angebot der Vorsorgelösungen von MetallRente aufgenommen
23.04.2007 Beschluss der Umwandlung der MetallRente GbR in eine GmbH

Kritik[Bearbeiten]

Der diplomierte Sachverständige für Versicherungsmathematik und öffentlich bestellte und vereidigte IHK-Sachverständige Peter Schramm kritisiert die MetallRente-Tarife für die betriebliche Altersvorsorge. Diese verteilen die Abschlusskosten nur auf die ersten fünf Jahre statt über die gesamte Laufzeit. Laut Schramm kommt das einer Zillmerung gleich, eine für die Arbeitnehmer sehr ungünstige Regelung. [2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Versorgungswerk MetallRente mit Erfolgsbilanz. Pressemitteilung der MetallRente GmbH zum Geschäftsverlauf 2012. MetallRente GmbH, 4. März 2013, abgerufen am 4. Januar 2014 (PDF, 122,2 kB).
  2. vdi-Nachrichten

Weblinks[Bearbeiten]