Methone (Pieria)

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40.4601622.582297Koordinaten: 40° 27′ 37″ N, 22° 34′ 56″ O

Karte: Griechenland
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Methone (Pieria)
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Griechenland
Antike Ruinen auf einem Hügel am östlichen Stadtrand

Methone (griechisch Μεθώνη, auch thrakisches oder makedonisches Methone genannt) war eine Polis im Antiken Griechenland an der Küste des Thermaischen Golfs nahe der Stadt Pydna, bei Nea Agathoupolis nördlich von Methoni in der heutigen griechischen Landschaft Pieria.

Methone wurde in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts v. Chr. von eretrischen Siedlern gegründet, die zuvor durch korinthischen Kolonisten von der Insel Korfu vertrieben wurden. Ursprünglich wollten die Siedler nach der Vertreibung aus Korfu in ihre Heimatstadt Eretria auf Euböa zurückkehren, wurden dort jedoch mit Waffengewalt am Landgang gehindert. Daher wurden die Methoner von ihren Nachbarn οἱ ἀποσφενδόνητοι (etwa „die Weggeschleuderten“) genannt.[1]

Im Gegensatz zur übrigen Pieria wurde Methone nicht von Makedonien beherrscht, sondern war Verbündete Athens und seit 334 v. Chr. Mitglied beider Attischer Seebünde. 355/354 v. Chr. wurde die Stadt vom makedonischen König Philipp II., der dabei durch einen Pfeil ein Auge verlor, belagert. Den Einwohnern erlaubte Philipp II. nach deren Kapitulation den freien Abzug; er ließ die Stadt schleifen und verteilte das Land an Makedonen.

Wahrscheinlich setzte der Apostel Paulus von hier aus seine 2. Missionsreise Richtung Athen fort nachdem er Beröa (heute: Veria) verlassen hatte. (Bibel: Apostelgeschichte 17, 14.15)

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Plutarch Quaestiones Graecae XI.